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17. Tag ohne Alkohol

Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.

Marie von Ebner-Eschenbach


Der Sober Buddy – vielleicht auch für Sie eine Idee?

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Der Dialog mit ihrem Urzeitgehirn: Hat die Weinhexe schon klein bei gegeben?

Die Sucht nach Alkohol hat nichts mit dem Willen zu tun. Das, was wir unseren „Willen“ nennen, also das rationale, bewusste Denken, spielt sich in einem Gehirnteil ab, der fast direkt hinter unserer Stirn sitzt. Medizinisch heißt dieser Bereich Frontallappen. Dieser ist das Kontrollzentrum für die Planung, rationales Denken und Entscheiden und das Lösen von Problemen zuständig. Wenn Sie also entscheiden: „Ich will keinen Alkohol trinken“, dann kommt der Gedanke von dort.

Dem rationalen Frontallappen spuckt bei Alkoholikern aber regelmäßig eine entwicklungsgeschichtlich wesentlich ältere Gehirnstruktur in die Suppe: Der so genannte Nucleus accumbens. Dieser heißt umgangssprachlich auch Reptiliengehirn. Was da passiert, entzieht sich komplett der Kontrolle irgendwelcher anderen Hirnteile.

Das ist in der Regel auch gut, denn dort werden auch quasi automatisch alle Stoffwechselprozesse und Impulse angeschoben, die wir zum Überleben brauchen – und zwar ohne darüber nachzudenken. Dummer Weise sitzt aber genau da auch das so genannte Suchtgedächtnis. Auf diesem Teil unserer Festplatte ist fest eingebrannt: Alkohol ist eine feine Sache.

Vom Alkohol weg zu kommen bedeutet: Beide Hirnregionen befinden sich im Dauerstreit. Das Reptiliengehirn funkt: „Ich will meinen Stoff“ und der Frontallappen bescheidet: „Halt den Mund.“ Das ist nicht nur anstrengend, sondern geht manchmal eben leider auch schief, wenn man nicht aufpasst.

Das klingt alles ziemlich abstrakt und macht es nicht gerade einfacher, damit umzugehen. Deshalb kann man zu einem Trick greifen. Das Verlangen nach Alkohol können Sie personalisieren. Geben Sie dem Ganzen einen Namen, ein Gesicht. „Bier-Troll“ oder „Weinhexe“ oder „Ginkobold“ – je nachdem, was so Ihr Lieblingsgetränk war. Melden sich diese Spukgestalten, fangen Sie an, diese zu beschimpfen, jagen Sie sie aus der Tür oder gleich zum Teufel.

Das ist nämlich die „Sprache“, die auch Ihr Urzeitgedächtnis versteht. Denn dort sitzen auch die Instinkte für Kampfbereitschaft und Feindesabwehr. Sie drehen also den Spieß quasi um und setzen Ihrem Urzeitgedächtnis das als Feind vor, was es eigentlich als Belohnungs-Kick anfordert.

Den Trick haben wir Ihnen auch schon im Buch ans Herz gelegt. Überlegen Sie mal: Haben Sie das mal probiert? Wenn ja: Wie oft hat die Weinhexe oder der Bierkobold sich gemeldet – und wie oft haben Sie es geschafft, sie oder ihn mit diesem Trick zu verjagen? Pflegen Sie dieses Spiel und trainieren Sie es – es ist eine echte Hilfe, wenn es mal brenzlig wird.


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Ihre Aufgabe des Tages:
Legen Sie kleine, schlechte Gewohnheiten ab

Auf Alkohol zu verzichten heißt auch, alte Verhaltensweisen zu verändern. Es sind manchmal Kleinigkeiten – die trotzdem nur schwer abzulegen sind. „Old Habits never die“ sagt man. Freiwillig sterben sie nicht, aber man kann sie aktiv abstellen. Sie selber werden am besten wissen, was Sie gerne los werden würden. Nur mal als Beispiel: Die abendlichen Chips auf dem Sofa. Wirklich nur als Beispiel.

Hier gibt es einen prima Trick, der spielt mit unserer Faulheit. Das ist die sogenannte 20-Sekunden-Regel. Bedeutet: Alles, was mehr Aufwand als 20 Sekunden braucht, um es zu beginnen oder da dran zu kommen, stellt das innere Faultier schon in Frage.

Bleiben wir bei den Chips: Lagern Sie diese so, dass Sie erstmal diesen 20-Sekunden-Aufwand treiben müssen, um da dran zu kommen. Gleichzeitig stellen Sie sich aber eine Schale mit frischem Obst direkt auf den Couchtisch. Wir können jetzt gerne wetten, wo Sie als erstes hin greifen, rein aus Faulheit. Das klappt auch mit anderen Dingen.


Mein Nährstoff des Tages:
Arginin
Stickstoff für das Leben

Die Aminosäure Arginin ist ein Multitalent. Es versorgt die Blutgefäße mit Stickstoff. Das senkt den Blutdruck, hält die Gefäßwände geschmeidig und hilft deshalb, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Da es entspannt, ist es auch ein guter Anti-Stress-Helfer. Bis vor einiger Zeit galt Arginin noch als „nicht essentielle“ Aminosäure. Bedeutet: Man ging davon aus, der Körper würde sich schon immer selbst genügend davon herstellen.

Davon ist man mittlerweile weg gekommen. Arginin gilt heute als „semi essentiell.“ Eigentlich eine komische Zwitterbezeichnung, denn entweder kann der Körper sie bauen oder eben nicht. Es hat sich aber gezeigt, dass es viele Menschen fehlt – unter anderem, weil der Arginin-Aufbau im Körper relativ kompliziert ist und nicht immer reibungslos klappt. Unter anderem braucht er dazu eine ganze Reihe weiterer Nährstoffe, die gerade bei Menschen mit Alkoholmissbrauch aber Mangelware sind.

Wer lange zu viel Alkohol getrunken hat, dessen Blutdruck steigt in der Regel zumindest eine Weile an. Der Grund: Ihm fehlt häufig Arginin, gleichzeitig fällt der Alkohol weg, der die Blutgefäße kurzfristig wenigstens ebenfalls erschlaffen lässt und so den Blutdruck senkt.

Entspannung und ein ordentlicher Blutdruck waren für mich die entscheidenden Gründe, Arginin extra mit ins Nährstoffprogramm aufzunehmen.


Video: Alkoholismus ist die einzige Krankheit, die Dir sagt, dass Du sie nicht hast

Der Journalist und Autor Daniel Schreiber (sein Buch „Nüchtern“ ist sehr empfehlenswert) – selbst trockener Alkoholiker im Interview. Kernsatz „Abhängigkeit bedeutet, dass Dir Dein Gehirn die ganze Zeit erzählt „Du hast kein Alkoholproblem, Du bist nicht abhängig. Alkoholismus ist die einzige Krankheit, die Dir sagt, dass Du sie nicht hast. “

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