Alkohol und Kreislauf: Das sind die Risiken

Wer lange zu viel Alkohol trinkt, bringt seinen Kreislauf aus dem Tritt. Kurzfristig scheint der Alkohol zwar für Menschen mit Bluthochdruck gut zu sein, denn er senkt erst einmal den Blutdruck. Leider aber nur erst einmal, und auch nur so lange er wirkt. Langfristig aber treibt er den Blutdruck nach oben. Auch den Herzrhythmus bringt der Alkohol aus dem Tritt. Der Grund dafür : Er schwemmt wichtige Mineralien wie Magnesium, Kalium und Kalzium aus dem Körper, ohne die das Herz nicht im regelmäßigen Takt schlagen kann.

Regelmäßiger, übermäßiger Konsum von Alkohol erhöht den Blutdruck auf mehreren Wegen. Zum einen wirkt der Alkohol auf verschiedene Nervenbotenstoffe wie das Dopamin. Dadurch erhöht sich die Herzfrequenz – womit auch der Blutdruck automatisch ansteigt. Zum anderen führt regelmäßiger Genuss zu großer Mengen dazu, dass die Niere Salz im Körper zurückhält. Dadurch bleibt auch zu viel Wasser im Körper, was ebenfalls den Blutdruck steigen lässt.

Mindestens ebenso wichtig ist aber die Wirkung des Alkohols auf den wichtigen Botenstoff Stickstoffmonoxid. Der Körper regeneriert das Stickstoffmonoxid ununterbrochen – normalerweise. Dazu braucht unser Organismus die stickstoffhaltige Aminosäure Arginin, ohne die das nicht funktioniert.

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Arginin ist ein ganz besonderer Eiweißbaustein. Es enthält viel Stickstoff. Dieser reagiert mit den Wänden unserer Adern und lässt sie erschlaffen. Dadurch sinkt der Blutdruck. Alkohol wirkt übrigens ähnlich. Allerdings enthält er selbst keinen Stickstoff, sondern quetscht Vorrats-Stickstoff aus den Innenwänden der Blutgefäße. Die Wirkung ist gleich: Die Gefäße erschlaffen, der Blutdruck sinkt.

Alkohol verändert nun aber diese wichtige Aminosäure chemisch und macht sie so für den Körper unbrauchbar. In der Folge bekommen die Blutgefäße aus dem natürlichen Arginin keinen Stickstoff mehr, ziehen sich zusammen – der Blutdruck steigt dauerhaft. Ganz nebenbei, so ergaben Studien, schützt Stickstoffmonoxid auch die Bauchspeicheldrüse, die bei vielen Alkoholikern heftig in Mitleidenschaft gezogen wird. Auch die geschundene Leber des Alkoholikers profitiert von Arginin, zeigen immer mehr Studien.

Warum aber liest man in den Medien aber immer wieder, dass Alkohol gut für die Gefäße sei? Das könnte zum einen an der Darstellung in der Presse liegen, wie man an diesem Beitrag in der Süddeutschen Zeitung gut ablesen kann: Am Anfang des Textes ist alles scheinbar toll, die schlechten medizinischen Nachrichten sind dann aber ebenso am Ende versteckt wie der Hinweis darauf, dass die Autoren solcher Studien überzufällig häufig aus Weinbauregionen wie Chianti und Bordeaux stammen.

Ganz nebenbei weiß man mittlerweile längst, warum mäßiger Weinkonsum einen guten Effekt auf die Gefäße haben könnte: Dafür ist eine Substanz namens Resveratrol verantwortlich, die antioxidativ wirkt und so unter anderem die Gefäße schützt. Allerdings müsste man, damit man genügend Resveratrol aufnimmt, weit mehr als das angeblich segensreiche „eine Glas Wein“ am Tag trinken. Und ob Resveratrol überhaupt eine ausreichende Wirkung hat wird unter Wissenschaftlern immer noch kontrovers diskutiert.

Alkohol muss man dafür aber nicht einmal zu sich nehmen, denn Reseveratrol findet sich im normalen Traubensaft genauso wie in Weintrauben, Erdnüssen und Beeren – und selbst als Nahrungsergänzungsmittel kann man es bekommen.


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