Zum Inhalt springen

10. Tag ohne Alkohol

Wir ahnen nicht, welche Kraft in unserem eigenen Körper steckt.

Dave Brubeck


Glückwunsch! Zweistellig!

Klicken Sie hier, um den Podcast zu hören!


Die rosa Wolke – Fluch und Segen

Die ersten zehn Tage ohne Alkohol (oder sogar mehr, wenn Sie vorher in der Klinik entzogen haben) liegen hinter Ihnen. Sehr wahrscheinlich haben Sie bereits ein Gefühl kennengelernt, das Profis die „rosa Wolke“ nennen. Das ist ein sehr positives Glücksgefühl in der ersten trockenen Zeit. Man fühlt sich endlich wieder klar im Kopf, kraftvoll und optimistisch. Das Gefühl, das eigene Schicksal wieder in der Hand zu haben löst einen schieren Freudensturm aus. Es ist so was wie ein „trockenes High“, was da über einen hereinbricht.

Gute Sache, eigentlich. Aber sie birgt auch Ihre Tücken. Denn: Verschwindet sie wieder (und das tut sie), hinterlässt sie erstmal Frustration. Und sie macht leichtsinnig. Aber der Reihe nach.

Nach ungefähr 10 Tagen fängt Ihr alkoholgeschädigtes Dopaminsystem wieder an zu funken. Sie erinnern sich: Dopamin ist der Nervenbotenstoff, der für Aktion, Motivation, Lernen und Belohnung zuständig ist. Sie merken wieder, dass ein klarer Kopf das Leben viel schöner macht, können sich besser konzentrieren, bekommen wieder Schwung ins Leben. Sie spüren so was wie Ihr altes Selbst zurückkehren.

Sorry, aber jetzt kommt eine kleine Warnung: In dieser Zeit werden viele übermütig und der Rückfall steht kurz bevor. Wie passt das zusammen? Das Suchtgedächtnis ist ja noch längst nicht zufrieden damit, dass es seine gewohnten Glücksduschen durch Alkohol nicht mehr erhält. Dadurch, dass Sie sich nun wieder so „normal“ fühlen flüstert es Ihnen jetzt zu: „Schau, läuft doch bei Dir. Du hast alles wieder im Griff, dann kannst Du jetzt auch wieder mal ein Glas trinken. Nur eines.“

Und Peng, sitzen Sie wieder im alten Boot. Verlassen Sie sich drauf: Das mit dem einen Glas, das klappt nicht. Vielleicht am ersten Tag noch. Danach brechen wieder alle Dämme. Seien Sie also ganz besonders vorsichtig. Die rosa Wolke hat schon so manchen hoch motivierten frisch Trockenen zur Strecke gebracht. Und nein. Sie sind nicht die eine, die einzige, ganz besondere Ausnahme. Es ist höchste Vorsicht geboten.

Die zweite Fußangel der rosa Wolke: Sie verzieht sich auch wieder. Das Hochgefühl ebbt ab. Dann kommt der Frust. Es ist ja doch alles nicht so wunderschön ohne Alkohol, es kommen ja doch wieder auch Tage mit schlechter Laune, Frust oder Stress. Zack: Wieder meldet sich das Suchtgedächtnis. „Siehst Du, ist doch alles gar nicht so toll. Dann kannst Du doch auch wieder was trinken. Ist doch eh kein Unterschied.“

Auch hier: Sagen Sie bitte Ihrem Suchtgedächtnis, es soll still schweigen. Natürlich wird alles besser sein und bleiben, wenn Sie nichts trinken. Sie stehen doch immer noch fast am Anfang und Ihr Stoffwechsel braucht noch viel länger als die zehn oder vierzehn Tage, die Sie jetzt hinter sich haben.

Genießen Sie die rosa Wolke – aber lassen Sie sich von Ihr bitte nicht aufs Kreuz legen.


Bitte schreiben Sie im Forum “30 Tage – mein Weg zurück zur Gesundheit” auf, wie es Ihnen heute geht. Holen Sie sich so die Unterstützung der anderen. Sie sind nicht allein! Klicken Sie hier!


Ihre Aufgabe des Tages:
Resümee der ersten 10 Tage ziehen. Schreiben Sie auf: Was war schwer, was war super

Glückwunsch, die ersten 10 Tage sind (mindestens) vorbei. Zeit für ein erstes Resümee. Setzen Sie sich bitte mal fünf Minuten in Ruhe hin und schreiben Sie auf, was in diesen Tagen besonders bemerkenswert war. Was war besonders schwer? Was war vielleicht besonders schön?

Was haben Sie an sich bemerkt, was hat sich verändert? Haben Sie was Neues in Ihrer Umwelt bemerkt. Wie gesagt: Zeit für eine kleine Zwischenbilanz.


Mein Nährstoff des Tages:
Kalium

Kalium ist eines der drei wichtigen Mineralien, die unser Körper für viele Stoffwechselvorgänge braucht. Doch fristet es ein wenig ein Mauerblümchendasein. Wadenkrämpfe? Magnesium! Knochengesundheit? Kalzium! Das steht heute in jeder Frauenzeitschrift. Kalium aber läuft für viele Menschen unter dem Radar. Völlig zu Unrecht. Der Körper braucht Kalium, Energie zu gewinnen, außerdem reguliert Kalium den Wasserhaushalt. Für einen gesunden Blutdruck und einen regelmäßigen Herzschlag ist Kalium das A und O. Ein Kaliummangel ist sogar relativ häufig.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine tägliche Kaliumaufnahme von 3,5 Gramm pro Tag. Das erreichen viele Menschen nicht – und wer zu viel Alkohol trinkt, der verliert zusätzlich viel Kalium, weil Alkohol entwässert. Das wertvolle Mineral wird über die Nieren einfach ausgeschwemmt. Wer vielleicht darüber hinaus noch vermehrt schwitzt (Stichwort Wechseljahre bei Frauen), bei dem wird es noch enger.

Für mich ist Kalium ein fester Bestandteil meines Tagesprogramms. Es entspannt und tut mir einfach gut. Ein wenig lustig finde ich immer nur, wie manche Apotheker reagieren, wenn man es sich kaufen will. Nicht nur einmal habe ich gehört: „Hat Ihnen das ein Arzt verschrieben? Sind Sie sicher? Das kann auch gefährlich werden.“ Sicherlich sollte man keine ganze Packung Kalium auf einmal zu sich nehmen, aber auf die Idee käme wohl auch niemand. 500mg zusätzlich haben auf meine Gesundheit aber eine sehr positive Wirkung gehabt.


Video des Tages: Maischberger-Sendung zum Thema Sucht

Ab 16:25: Die Sängerin Tina Rainford, mit „Silver Bird“ in den 70ern in den Hitparaden gefeiert – die schon damals Alkoholikerin war. Außerdem der Bundesliga-Profi Thorsten Legat, selbst Alkoholiker und dessen Vater. 

Menschen bei Maischberger Alkohol, Kokain oder Crystal Meth 18.11.2014
Dieses Video ansehen auf YouTube.
Beim Aufruf des Videos können Cookies von Youtube gesetzt werden.

Bitte schreiben Sie im Forum “30 Tage – mein Weg zurück zur Gesundheit” auf, wie es Ihnen heute geht. Holen Sie sich so die Unterstützung der anderen. Sie sind nicht allein! Klicken Sie hier!

Nach oben

Wir aktivieren nur wenige Cookies

Auch Alkohol adé braucht Cookies. Wir aktivieren aber nur technisch absolut notwendige Cookies, damit Ihr Besuch dieser Seite möglichst nicht durch Dritte verfolgt werden kann.

Einige wenige brauchen wir aber - z.B. um diesen Hinweis anzuzeigen, damit Sie sich nicht für jede Seite erneut anmelden oder dieses Popup nicht bei jeder Seite neu sehen müssen.

Sowie Sie aber einen externen Link oder ein Video anklicken, können von den Betreibern dieser Seiten Cookies gesetzt werden, die wir nicht beeinflussen können. Mehr auf unserer Datenschutzseite.

Privacy Settings saved!
Wir aktivieren nur absolut notwendige Cookies

Auch Alkohol adé braucht Cookies Wir aktivieren nur technisch absolut notwendige Cookies, damit Ihr Besuch dieser Seite möglichst nicht durch Dritte verfolgt werden kann. Einige wenige brauchen wir aber - z.B. um diesen Hinweis anzuzeigen, damit Sie sich nicht für jede Seite erneut anmelden oder dieses Popup nicht bei jeder Seite neu sehen müssen. Sowie Sie aber einen externen Link oder ein Video anklicken, können von den Betreibern dieser Seiten Cookies gesetzt werden, die wir nicht beeinflussen können. Mehr auf unserer Datenschutzseite

Standard-Kategorie

Folgende technisch notwendige Cookies können gesetzt werden – fast alle haben mit den Datenschutzbestimmungen zu tun: wordpress_gdpr_allowed_services: Speichert, welche zusätzlichen Cookie-Dienste akzeptiert wurden. wordpress_gdpr_cookies_allowed: Speichert, ob zusätzliche Cookies neben den notwendigen akzeptiert wurden. wordpress_gdpr_cookies_declined: Speichert, welche zusätzlichen Cookie-Dienste nicht akzeptiert wurden. wordpress_gdpr_first_time: Wenn der Nutzer keine Entscheidung trifft, sondern weiter auf der Website navigiert, werden alle Cookies aktiviert und das Cookie speichert , ob die aktuelle Seite mit der zuerst besuchten Seite übereinstimmt. wordpress_gdpr_first_time_url: Speichert die URL des ersten Besuches der Webseite.
  • PHPSESSID
  • cookielawinfo-checkbox-non-necessary
  • cookielawinfo-checkbox-necessary
  • viewed_cookie_policy
  • wordpress_test_cookie

_koko_analytics_pages_viewed Dieses Cookie wird gesetzt vom datenschutzkompatiblen Plugin (Teil der Software) Koko Analytics.  Koko Analytics ist ein datenschutzfreundliches Analyse-Plugin für WordPress. Es werden keine personenbezogenen Daten erhoben. In der von uns benutzten Standardeinstellung werden durch Koko Analytics folgende Daten erhoben: * Besucher (Visitors) * Seitenaufrufe (Pageviews) * Referrers (Herkunftsseiten) Koko nutzt keine externen Dienste, so dass Daten über Ihre Besucher niemals an Drittunternehmen weitergegeben werden. Darüber hinaus werden keine besucherspezifischen Daten erfasst, und die Besucher können die Nachverfolgung leicht unterbinden, indem sie in ihren Browsereinstellungen "Do Not Track" aktivieren.

Alle Cookies ablehnen
Alle Cookies akzeptieren