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Warum Alkoholkranke nicht zum Hausarzt gehen
Hallo zusammen,
@cairni Ich hab's dann mal reingehängt. Ging das bei Dir nicht? Ist es das richtige Video?
Ja, danke… leider nein… irgendwie will es bei mir immer nicht… 🤷♀️
Ich konnte es mir ansehen,danke für' s einstellen.Es ist einfach ein langer Weg,bis man es a: sich selber eingesteht und b: all seinen Mut,Scham zusammen nimmt bzw.letzteres überwindet,überwinden kann .Natürlich habe auch ich mich immer rausgeredet ( Hashimoto Patientin) bei jeder Untersuchung,Blutwerte,Schall,das es wohl an der Ernährung und Hashi liegen muss( leichte Fettleber,Übergewicht,Blutwerte ) mein damaliger Hausarzt war sogar Hepathologe, der überhaupt ,nicht die geringste Zweifel hatte das es bei mir auf jeden Fall die Ernährung sein musste. Weil,die Fettleber in dem Stadium wie ich sie hatte( sie ist jetzt weg,Hurra) wäre eine Volkskrankheit,ich solle mir keine Sorgen machen.Ich wusste aber das ich mich sooooooo schlecht gar nicht ernähre,mir war immer klar das muss vom Alk kommen. Bzw,dass das alles zusammenhängt,hashi ,alk ,wenig Bewegung .....auf jeden Fall bin ich dann immer aus der Praxis raus und dachte " Gott sei Dank,Werte sind nicht so wirklich schlimm und das beste mein Arzt hat es nicht gemerkt.!" Es ist also für das Gehirn des Abhängigen,eine Erleichterung,ein Freifahrtschein,wenn er unerkannt bleibt. Das macht es so schwer sich zu outen. ❤️ lagertha
Als ich heute diesen Artikel gelesen habe, ist mir meine Geschichte mit meinem Hausarzt wieder eingefallen. Ich trank seit vielen Jahren unkontrolliert... mit vielen Abstürzen. Mein Umfeld trank immer kräftig mit. Mit der Erkenntnis aufhören zu müssen, ging ich zu meinem Hausarzt. Ich brauchte dringend Hilfe. Außer den Vorschlag eine Entzugsklinik aufzusuchen hatte er keine anderen Ansätze. Aber in eine Klinik zu gehen war für mich keine Option. Er gab mir dann den Rat, kontrolliert Alkohol zu trinken, da ein trockener Entzug zu Hause nicht gut wäre. Damit war das Thema beendet. Durch dieses Forum haben ich mich selbst auf den Weg gemacht um Abstinenz zu werden. Es gelingt nicht immer, aber es gibt schon viel mehr komplette alkoholfreie Tage als mit einem Bier. Und wenn ich jetzt mal wieder zum Arzt gehe fragt er ,, wie sieht es den aus mit dem trinken " und dann antworte ich...,,alles gut!!". Er ist jedes Mal erleichtert und muss sich nicht mit diesem Thema beschäftigen. Was für ein toller Hausarzt
@maja21 Ja, viele sind überfordert. In meiner Wahrnehmung soll oft ein Hausarzt alles können, und am Ende ist er auch nur ein Mensch. Oft gehen sie den einfachsten Weg (siehe auch Thema Schlaf, da ist es ähnlich) - und es gibt auch andere. So wie der im Video.
Viele wissen auch gar nicht von Alternativen.
In meiner Umgebung gehe ich ziemlich eindeutig auf die Ärzte zu und ich habe schon viel Öffentlichkeit gehabt, das nutzt schon.
Dennoch scheuen viele den weiteren Weg. Wir wissen das von aus.
Ich habe mich zum Anfang auch massiv gegen den Kontakt zur Suchtberatung entschieden und es blieb am Ende keine andere Möglichkeit.
Heute bin ich dankbar für die Möglichkeiten, die es heutzutage gibt. Wie Gaby und Co.
Leider gibt es immer wieder "Vollpfosten" (sorry), die zum Gegenangriff übergehen und behaupten, es gibt "nur einen Weg", was Bullshit ist. Du hast ja auch eine Alternative gefunden.
Neulich sprach mich eine Ärztin an mit dem Hinweis, das sie nicht damit konfrontieren kann, wenn derjenige seine Situation leugnet oder von sich aus nicht das Gespräch sucht.
Es bedarf noch viel Öffentlichkeitsarbeit und auch Mund-zu-Mund-Empfehlungen, die Menschen die verschiedenen Optionen offenlegen.
So wie Gaby immer Vorträge hält, darf ich es auch ab und an.
Ja das kenn ich jahrelang habe ich mich geweigert bei meinem Hausarzt eine Blutprobe abzugeben aus Angst das die Wahrheit über das Trinken rauskommt. Ich hab immer gesagt Blutdruck zu hoch und Medikamente bekommen.Auch Depressionen vorgeschoben wenn es mir mal wieder nach einem saufgelage schlecht ging. Die Wahrheit kam raus als ich im Spital wegen einer Zahn OP Blutwerte bekam. Der behandelnde Arzt hat doch in den OP Bericht geschrieben, Die Leberwerte der Patientin sind bedenklich...und mit diesem Bericht musste ich zum Hausarzt und zum Zahnarzt zur Nachsorge mir war das so peinlich ich dachte wau nun weiß auch der Zanarzt und der Hausarzt ich hab ein Alkproblem. Ich hab mich so geschämt und keinen Tropfen mehr angerührt das war vor einem Jahr .
@bea1969 ich kann dich verstehen. Bei vielen heißt es noch, das die Werte in Ordnung wären - was nicht sein kann oder der Blick zu den anderen Werten hätte mehr verraten.
Häufig brauchen wir Impulse von außen, dieser war deiner. Er hat funktioniert und das zählt.





