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Was ist los mit mir...
 
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Was ist los mit mir, dass ich ohne Probleme längere Zeit (zB. 3 Monate) ohne Alkohol auskomme, aber dann wieder gar nicht?

8 Beiträge
5 Mitglieder
10 Reactions
77 Ansichten
 peps
(@peps)
Mitglied
Beigetreten: Vor 6 Tagen
Beiträge: 4
Topic starter  

Es fällt mir ein bisschen schwer, aber ich versuche es zusammengefasst zu beschreiben: wenn ich mit meinem Partner (trocken) zusammen bin, habe ich über kurz oder lang keinen "Saufdruck". Sobald ich für mich bin, ist da das Gespinst, dass ich mich nur gut fühle, wenn ich mir ein oder zwei (Flaschen) Sektchen genehmige. Das geht schon eine Weile so. Hatte gedacht, wenn ich nicht mehr arbeite, dann ist genug Energie da, das zu ändern. Leider war es bis jetzt nicht so. Deshalb jetzt hier ein Versuch. Das Buch habe ich bereits vor ca 2 Jahren gelesen und hatte auch eine gute Zeit mit den vorgeschlagenen Ergänzungsmitteln. Ich glaube, physisch tickt die Uhr, auch wenn es vielleicht so sein soll - möchte ich mich nochmal dagegen stemmen. 

Schön, dass es jetzt dieses Forum gibt, und danke für Reaktionen.



   
🍀
3
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(@bergwacht)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 9 Monaten
Beiträge: 143
 

@peps Herzlich willkommen im Forum, schön, dass du da bist.

Das kommt mir sehr bekannt vor – und ich glaube, vielen hier geht es ähnlich. Dieses Gefühl, dass der Saufdruck abhängig vom Umfeld auftaucht oder verschwindet, ist ganz typisch. Wenn du mit deinem Partner zusammen bist, scheint die Sucht keine Chance zu haben, aber sobald du allein bist, meldet sich dieses alte Gespinst wieder: „Nur mit einem Sektchen fühle ich mich gut.“
Das ist keine Charakterschwäche. Das ist erlerntes Verhalten, das sich tief eingebrannt hat.

Dass du drei Monate am Stück nichts getrunken hast, zeigt ganz deutlich: Da ist viel mehr Potenzial in dir, als du gerade selbst spürst.
Das macht man nicht zufällig und nicht „aus Versehen“. Das zeigt Stärke – und auch, dass dein Körper und Dein Kopf sehr wohl wissen, wie Nüchternheit geht.

Was du schreibst, ist außerdem ein wichtiger Hinweis:
Sobald du allein bist, fehlt dir etwas, das dein Partner dir unbewusst gibt – Struktur, Nähe, Sicherheit, Ablenkung, Halt. Wenn man allein ist, hört man wieder die alte Stimme, die sonst übertönt wird. Und genau dort sitzt oft der Schlüssel:
Nicht der Alkohol ist das Problem – sondern das Gefühl, das wir mit Alkohol betäuben wollen.

Manchmal sind es winzig kleine Dinge im Alltag: Langeweile, innere Unruhe, alte Gewohnheiten, ein Moment innerer Leere… Dinge, die im Alltag kaum auffallen, aber der Sucht genau die Lücke geben, in die sie reinrutscht.

Ich finde es großartig, dass du jetzt ganz bewusst hinschaust. Du willst dich nicht einfach treiben lassen, sondern dich noch einmal dagegenstemmen. Das ist Mut. Und das ist ein Anfang.

Dieses Forum kann dir genau das geben, was dir alleine gerade fehlt:
Austausch, Spiegelung, Halt, Menschen, die verstehen, ohne dass man viel erklären muss.

Vielleicht kann es dir helfen, die Situation mal so zu betrachten:
Nicht „Ich fühle mich nur gut, wenn ich trinke“, sondern eher
„Da ist ein Teil in mir, der meint, er braucht noch Alkohol – aber ich bin längst an dem Punkt, an dem ich entscheiden kann, ob das stimmt.“

Dass du das Buch gelesen hast, zeigt ja, dass du schon Werkzeuge in der Hand hast. Vielleicht ist jetzt der Moment, an dem du sie wieder bewusst einsetzen kannst – mit mehr Unterstützung, als du beim letzten Mal hattest.

Ich möchte dir einfach Mut machen:
Du bist viel näher dran als du glaubst.
Du hast schon einmal eine gute Zeit ohne Alkohol gehabt – du kannst sie wiederhaben. Und diesmal vielleicht stabiler, klarer, selbstbewusster.

Bleib hier. Schreib. Schau hin.
Das ist der Weg. Und du bist schon drauf.

 

@harley @lagertha @natarie @baileys23 @ulli1962 @mina



   
2
AntwortZitat
mina
 mina
(@mina)
Mitglied
Nüchtern: 1 jahr
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 631
 

@peps Ein herzliches Hallo und sei willkommen auf dem Forum.

Ich stimme der tiefgründigen Analyse von Bergwacht eins zu eins zu. Sie hat es so treffend beschrieben . Dieses Gefühl von  Alleinsein kennen  viele Menschen nur ist der Umgang mit diesen Momenten verschieden und ein Gefühl oder eine Empfindung entspricht nicht immer der Wirklichkeit.

Du kommst Monate ohne Alkohol aus und dann plötzlich ein Absturz.  Ein Beispiel: Letzten Herbst durchlief ich 4 Monate, die nicht einfach waren und mir kam der Gedanke, ich könnte vielleicht etwas trinken und dann hab ich mir folgendes gesagt: Da draußen gibt es Menschen, die fühlen sich bestimmt auch nicht gut oder haben irgendwelche Sorgen und doch greifen sie nicht zur Flasche. Der Alkohol vermag kein Leid, kein Unbehagen aus der Welt zu schaffen, nach einem Moment des Rausches, kommt jeder Schmerz, jedes vermeintliche Problem wieder zurück. Nicht’s wird besser. Diese Erkenntnis hat mir geholfen diese Phase, welche auch eine gewisse Hilflosigkeit oder Machtlosigkeit beinhaltete zu überbrücken. Nicht’s dauert ewig auch dichter Nebel löst sich auf.  Du beschreibst diesen Moment wo es kippt so gut, wahrscheinlich fehlt nur ein kleiner Schritt um diese Situationen ohne Alkohol zu überbrücken. Du wirst das schaffen!  Liebe Grüsse🪻🐌🙋‍♀️Mina



   
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😮
3
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 peps
(@peps)
Mitglied
Beigetreten: Vor 6 Tagen
Beiträge: 4
Topic starter  

@bergwacht, vielen Dank für deine ausführliche Motivationsantwort!!! Ich versuche, dran und auch hier zu bleiben. Vor einigen Jahren war ich bereits mal in einem Forum, allerdings ging es da (auch bei mir) eher darum, kontrolliert zu trinken. Jetzt sehe ich einem anderen Weg vor mir.



   
AntwortZitat
 peps
(@peps)
Mitglied
Beigetreten: Vor 6 Tagen
Beiträge: 4
Topic starter  

@mina Dankeschön für deine mutmachenden Worte! Und stark, dass du die beschriebene Phase trocken zurück legen konntest!



   
AntwortZitat
harley
(@harley)
Ich unterstütze Alkohol adé
Beigetreten: Vor 6 Jahren
Beiträge: 2735
 

@peps Herzlich willkommen! Und viel Erfolg. Was du beschreibst, kennen viele sehr gut. Dass der Druck vor allem dann auftaucht, wenn man allein ist, hat oft weniger mit „Schwäche“ zu tun als mit Gewohnheitsschleifen im Kopf. Das Gehirn hat über Jahre gelernt: Allein sein = Sekt = Entspannung. Wenn der äußere Rahmen wegfällt, meldet sich diese alte Spur wieder.

Dass es mit deinem Partner deutlich leichter ist, ist deshalb kein Zufall. Präsenz, Gespräch, ein gemeinsamer Abend – all das gibt dem Gehirn etwas anderes, woran es sich festhalten kann. Alleinsein lässt dagegen oft mehr Raum für diese alten Gedanken.

Der wichtige Punkt in deinem Beitrag ist für mich aber ein anderer: Du merkst es.

Du beobachtest genau, wann der Druck entsteht und wann nicht. Das ist keine kleine Sache, sondern eine wichtige Grundlage, um etwas zu verändern.

Und noch etwas fällt auf: Du hast das Buch gelesen, hattest damit schon einmal eine gute Phase und meldest dich jetzt wieder hier. Das zeigt ziemlich deutlich, dass der Wunsch nach Veränderung noch da ist.

Viele erleben genau solche Wellen. Phasen, in denen es leichter geht, und Zeiten, in denen alte Muster wieder auftauchen. Entscheidend ist nicht, dass es immer perfekt läuft, sondern dass man immer wieder den nächsten Schritt macht. Genau das tust du gerade.

Du bist mit diesem Thema hier jedenfalls nicht allein. Viele im Forum kennen genau diese Situation mit dem „Sektchen-Gedanken“, der besonders dann auftaucht, wenn man für sich ist.

Gut, dass du dich gemeldet hast. Das ist oft der erste Schritt zurück in eine bessere Spur.

Wir lesen mit, wir drücken dir die Daumen und du darfst jederzeit wieder reinschreiben – auch wenn’s nur „heute wieder beschissen“ heißt. Das gehört dazu.

Alles Liebe und einen starken Neustart!



   
🖐
2
AntwortZitat
(@bergwacht)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 9 Monaten
Beiträge: 143
 

@peps Danke dir für deine Rückmeldung – es freut mich wirklich, dass du hier weiter dranbleiben willst. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es am Anfang ist, sich einen neuen Weg zu bauen, der einen aus diesem ganzen Hamsterrad herausführt. Genau deshalb schreibe ich hier so gerne, weil ich dieses Gefühl von Erleichterung und echter Zufriedenheit, das irgendwann kommt, weitergeben möchte.
Das kontrollierte Trinken war auch auf meinem Weg ein großes Thema – wie bei so vielen. Und rückblickend war es bei mir eigentlich immer schon zum Scheitern verurteilt, noch bevor ich das erste Glas überhaupt in der Hand hatte. Die Sucht ist einfach cleverer als jeder Plan, den man dagegen schmieden will.
Erst als ich dem Alkohol wirklich gar keinen Raum mehr gegeben habe, kam die Ruhe. Und seitdem geht es mir richtig gut – so gut, dass ich es gegen nichts mehr eintauschen würde.
Ich wünsche dir sehr, dass du diese Erfahrung ebenfalls machen kannst. Du bist auf einem guten Weg, und vor allem: Du gehst ihn jetzt bewusst.
Bleib hier, schreib, lies, nimm mit, was dir hilft. Es lohnt sich.

Mit herzlichen Grüßen 🌻 



   
AntwortZitat
(@vinzenza)
Mitglied
Beigetreten: Vor 1 Monat
Beiträge: 3
 

@peps Grüß Gott Peps.

Ich war, wegen Depressionen, längere Zeit in einer psycho-somatischen Klinik und habe dort gelernt, wie gut es mir gehen kann, ohne Alkohol. Das Thema Alkohol habe ich dort auch mit meiner Psychotherapeutin besprochen. Sie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass er in meinem Leben ein "verlässliches Objekt" darstellt. Jemand/etwas, der/was immer erreichbar und verlässlich vorhanden ist. Nur was ist das für ein "Jemand" der einen so klein macht. Der Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Schweißausbrüche, Speiben am Morgen, Durchfall, Scham und Ekel vor einem selbst auslöst! Von so "Jemandem" trennt man sich doch! Ich hatte nach dem Aufenthalt einen kurzen, durch Leichtsinn verursachten,  Rückfall und bin seit  1. Jänner wieder "clean", nachdem es mir über Weihnachten total schlecht ging. Ich dachte auch immer, ich kann nicht alleine leben. Der Tod meines Mannes vor einem Jahr war da natürlich ein "GaU".  Aber, auch das gehört zur Wahrheit, auch die Möglichkeit, endlich ein wirklich selbstbestimmtes Leben führen zu können. Gerade lerne ich, dass es geht. Ich lebe, nach einem bewegten, von Ortswechseln geprägten Berufsleben, nun im Ruhestand so ganz friedlich vor mich hin. Versuche mich täglich viel zu bewegen, koche auch für mich allein gesund, stricke, lese, lerne eine Sprache, schaue im Fernsehen nur das, was ich will, gehe dann auch dann und wann in die Kirche, kümmere mich um mein Äußeres und die Nachbarin. Ich habe auch die Wohnung renoviert und lebe jetzt in von mir geschaffenen Räumen. Aber: ich achte sehr darauf,  mich nicht zu überfordern. Das habe ich rückblickend mein ganzes Leben getan.  Und statt "Sektchen" oder einem "Glaserl"  aus dem dann zwei Flaschen werden, gibt es zur kritischen Uhrzeit gegen 17.00 Uhr eine Bionade oder ein alkoholfreies Bier oder sogar einen alkoholfreien Cocktail. Gerade funktioniert das sehr gut und ich bin mächtig stolz auf mich. Jetzt muss ich nur noch die Zigaretten und die Schokolade aus meinem Leben verbannen:-, . 

Ich wünsche Dir sehr, dass auch Du einen guten Weg für Dich findest "ohne" diesen falschen "Freund" auszukommen. 

 

 

 



   
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