|
Hervorgehobene Beiträge der letzten Tage aus dem Forum von Alkohol adé ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏
|
| |
Es hat mich wachgerüttelt, dass mein Führerschein weg ist
|
|
Ich fahre zurzeit eine Stunde pro Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit, und es macht mir sogar Spaß und es tut mir gut, eine feste Routine zu haben. Fahrradfahren war sowieso immer meine Lieblingsbewegung. Irgendwie bin ich fast dankbar, dass mir mein Führerschein wegen einer Trunkenfahrt genommen wurde. Es tat damals weh, aber es hat mich wirklich wachgerüttelt und mir geholfen, einen klaren Blick auf meine Situation zu bekommen. Wer weiß, wie es sonst weitergegangen wäre? Es tut mir gut zu wissen, dass ich nicht alleine bin mit dieser Erfahrung und dass es auch andere gibt, bei denen die Veränderungen nicht immer gleich himmlisch sind. Aber …
|
|
|
|
|
| |
Der Alkohol war der Grund meiner Depressionen
|
|
Wenn ich Alkohol getrunken habe, war ich eben nicht mehr schüchtern mit Minderwertigkeitsgefühlen sondern witzig, wagemutig,”offen”, selbstbewusster. Später habe ich Alkohol gegen meine immer stärker werdende Depressionen genutzt, wobei ich jetzt weiß, daß der Alkohol die Ursache der Depression war. Und Alkohol war mein ” Berserkermittel”, um auf der Arbeit …
|
|
|
|
|
| |
Ich bin Alkoholiker – wer sich das nicht eingesteht, versteckt seine Sucht
| |
|
Ich bin zuckerkrank, nehme aber jeden Morgen eine Tablette. Ich kann nahezu essen, was ich will, bleibe aber Diabetiker, kein Ex-Diabetiker. Ich kann eine Allergie haben und lernen, diesen Stoff zu meiden, bleibe aber Allergiker. Ich habe exzessiv gesoffen, habe mühsam gelernt, davon wegzukommen. Aber natürlich bin ich weiterhin ein Alkoholkranker, ein trockener Alki. So vermittele ich meinen derzeitigen Zustand auch stolz meiner Umgebung und in Fortbildungsseminaren meiner (ehemaligen) Behörde seit 15 Jahren. Manchmal glaube ich, daß Alkoholiker, die sich sowas nicht eingestehen wollen, sich immer noch schämen und ihre Sucht verstecken wollen, auch vor sich selbst, anstatt stolz auf das von uns allen Erreichte zu sein. …
|
|
|
|
|
| |
Mit neun durfte ich schon Erdbeerbowle probieren – mit 12 der erste Vollrausch
|
|
Mein Vater war schwer alkoholabhängig und hochaggressiv, meine genetische Veranlagung zeigt, daß ich eine hohe Alkoholtoleranz habe, d.h. mein Körper baut Alkohol sehr schnell ab. Alkohol war im Elternhaus omnipräsent und ich durfte bereits mit 9 Jahren zum ersten Mal an Sylvester Erdbeerbowle mit den ganzen alkoholisierten Früchten probieren. Das hat mir nicht nur gut geschmeckt, sondern ich habe diese entspannende Wirkung direkt sehr genossen. Mit 12 hatte ich dann meinen ersten Vollrausch – einerseits aus Einsamkeit und dem Bedürfnis, dieses Gefühl nicht mehr spüren zu müssen, andererseits war es auch ein Hilferuf, endlich mit meinen Gefühlen überhaupt mal wahrgenommen zu werden.
|
|
|
|
|
| |
Die Einsamkeit in der Partnerschaft habe ich jeden Abend weggetrunken
| |
|
Ich war mit einem Narzissten zusammen, der mehr mit seinem Handy beschäftigt war als mit mir. Alle meine Bemühungen, die Partnerschaft zu retten verliefen ins Leere und natürlich war ich an allem schuld. Diese Einsamkeit und den Schmerz in dieser Beziehung habe ich jeden Abend weggetrunken. Dann habe ich eine psychosomatische Reha gemacht und hatte mir vorgenommen gleichzeitig eine Trinkpause einzulegen. Seitdem trinke ich nichts mehr. In der Reha habe ich dann nach einiger Zeit extremen Suchtdruck und damit auch die Diagnose F10 erhalten. Ein Schock! Aber auch ein heilsamer Schock. …
|
|
|
|
|
| |
Ich bin diese Stigmata leid
|
|
Ja, ich habe nach ICD-10 ich an einer Alkoholabhängigkeit gelitten. ABER, auch ich würde mich heute nicht als Alkoholikerin bezeichnen! Ich führe ein nüchternes, verantwortungsvolles, freies, selbstbestimmtes gesundes Leben. Ich verfüge über einen profunden Werkzeugkoffer um nicht wieder in alte Muster zu verfallen. Ich bin diese Stigmata leid. Auch möchte ich mich nicht selber ständig mit diesem Begriff geisseln oder mich kategorisieren lassen. Besonders nicht von Schubladenköpfen, Ärzten, die kaum Zeit haben, Politikern die einfache Antworten brauchen, Mitbürgern die gerne den Zeigefinger erheben und sich damit liebend gerne moralisch selbst erhöhen. Es bedarf einer enormen mentalen und körperlichen Leistung sich aus diesen Abhängigkeitsmustern zu befreien. Dafür kämpfen wir hier! …
|
|
|
|
|
| |
Unser heutiger Stresslevel dürfte deutlich höher als in der Steinzeit
| |
|
Ich gehe davon aus, dass man bis zur neolithischen Revolution nach dem Stillen seiner Grundbedürfnisse eher auf Müßiggang fokussiert war und nicht auf Überleben. Wildbeuter arbeiten im Schnitt 3 Stunden am Tag und schwebten sicherlich nicht rund um die Uhr in Lebensgefahr. Unser heutiger Stresslevel dürfte deutlich höher sein. Wir haben uns von heute auf morgen in eine Situation manövriert, in dem die Bevölkerungszahlen und der Innovationsdruck ganz offensichtlich explodiert sind. Und das ist nicht mit einer intrinsischen Motivation (der Mensch ist eben erfinderisch) oder mit einer langfristigen natürlichen Entwicklung zu erklären, sondern vor allem mit zwangsläufigen Notwendigkeiten, die sich aus der Sesshaftwerdung ergeben haben. Nach der Sesshaftwerdung …
|
|
|
|
|
| |
Die Redaktion stellt im Schnitt 1-2 Beiträge pro Woche im Forum ein, über die Du benachrichtigst wirst. Wenn Du diese Nachrichten abbestellen willst klicke bitte auf "abmelden" WIr haben die Versandtechnik für die Mitteilungen der Redaktion umgestellt. Die Umstellung erfolgte mit größter Sorgfalt manuell aus den Empfängern, die diese Mitteilungen bereits bezogen haben – falls Du trotzdem diese Mail bekommen hast und sie nicht willst, benutze bitte den nachfolgenden Link, um Dich von den Mitteilungen der Redaktion abzumelden. Danke!
abmelden
Wenn der Abmeldelink Probleme machen sollte, schicke uns eine kurze Nachricht mit diesem Link
|
|
|
|