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Hervorgehobene Beiträge der letzten Tage aus dem Forum von Alkohol adé ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏
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Bei manchen will die rosa Wolke am Horizont einfach nicht auftauchen
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Hach das freut mich riesig, dass es endlich mal jemand ausspricht, dass es auch Leute gibt, bei denen die “rosa Wolke” einfach nicht am Horizont auftauchen will. Diverse Podcasts vermitteln einem ja direkt das Gefühl, dass man sofort im 7. Himmel schweben würde, sobald man den Alkohol weg lässt – die Leute nehmen mühelos ab, sind voller Energie und immer bestens gelaunt und natüüürlich vermissen sie niemals den Alkohol. Nichts davon trifft bei mir zu und das hat mich anfangs total ins Struggeln gebracht. Mein nüchterner Weg gleicht eher einer Achterbahn und oft genug muss ich meine eigene strenge Gouvernante sein, die schimpft: “Nein, du bekommst auch heute kein Jacky-Cola!!” Bin nun seit fast 3 Monaten abstinent und stelle durchaus Verbesserungen fest, auch wenn es eher Kleinigkeiten sind: …
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Irgendwann hatte ich gemerkt, dass man gegen Depressionen antrinken konnte
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Ich habe schon vor meiner alkoholischen Zeit Depressionen gehabt. Erstmals wurden sie mit 27 Jahren bei mir diagnostiziert. Da hatte ich schon gemerkt, dass ich auch dagegen antrinken konnte; erst in den letzten Jahren habe ich gelernt, dass der Alkohol diese depressiven Phasen oftmals erst wieder neu auslöst. Insbesondere in den letzten drei nüchternen Jahren habe ich das bewahrheiten können – denn es ist viel besser geworden. Es war also eine Mischung aus vielem. So wie der Alkohol bei so vielen hier ganz unterschiedliche Punkte triggert. Es sind ja auch viele Antworten auf die FdW zu lesen, was mir zeigt: es ist so! Der Alkohol setzt an so vielen Stellen im eigenen Erleben an und es geht schleichend über die Jahre. Was aber auch so ist: Das Verhältnis von positiven zu negativen Effekten nahm meine dreißig Jahre immer schlechtere Werte an. Am Ende war es nur noch Leid. Weitere Dosissteigerungen hätte ich nicht mehr hinbekommen, ohne gänzlich abzustürzen. …
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Ich gehe in die Selbsthilfegruppe,
mein Mann zum Dart
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Mittwochs gehe ich in meine Gruppe und mein Mann geht zum Dart, hoch die Tassen. Ich bestärke mich in meiner Abstinenz, mein Mann darin, dass saufen das normalste der Welt ist. Ähnliche Situationen am Wochenende. Ich mache etwas für mich, mein Mann trinkt mit dem Nachbarn. Am nächsten Tag stehe ich voller Tatendrang auf, mein Mann pflegt seinen Kater. Kann das Zukunft haben?
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Party: So gegen 21:00 Uhr
begann das exzessive Trinken
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Es waren aus jeder Altersgruppe Menschen da – und auch einige, die mit alkoholfreien Getränken „operierten“. So fand man auch weiter Gesprächsgelegenheiten und fühlte sich nicht als Ausgestoßener. Gegen 22:00 Uhr begann es aber zu kippen. Es trat das ein, was man als ausgelassene Stimmung beschreibt: die ersten Leute machten „lustige Dinge“, begannen ungelenk zu tanzen. Die Redebeiträge wurden „mutiger“ – auch am Mikrophon. Auf jedem Tisch stand nun Wein UND Wodka. Bei beidem wurde zugegriffen – und das mit jeder fortschreitenden Viertelstunde mehr. Gegen 23:00 Uhr – ich musste noch eine Stunde nach Hause fahren – verabschiedete ich mich dann, wurde aber gestern über den weiteren Verlauf des Abends informiert: der endete in den frühen Morgenstunden, um dann um 10:00 Uhr morgens bei einem Katerfrühstück mit Konterfrühschoppen fortgesetzt zu werden. So wie ich das – ich muss das immer wieder betonen – auch früher gemacht habe. Die „Leichen“ wurden amüsiert belacht und mit Bier und weiteren „Erholungsschnäpsen“ ins „Leben zurückgeholt“; wir alle wissen, dass das nur den unvermeidlichen Kater verzögert, die Ausnüchterung um 12 Stunden verschiebt. …
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Bei keiner Krankheit gibt es Stigmata – nur bei Sucht
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Meiner Meinung nach ist Bewusstsein das Wichtigste. Wenn ich weiß, wie meine “Allergie” funktioniert, was ich tun kann um zu vermeiden wieder in die Krankheit abzurutschen, wie ich agiere, sollte es mir dennoch passieren und wie ich meinen Alltag gestalte, habe einen guten Werkzeugkoffer zur Hand. Egal ob die Krankheit Diabetes, Sucht, Depression oder Zoeliakie heißt. Alle sind schwer, an allen kannst du sehr schwer erkranken. Bei keiner gibt es Stigmata – nur bei Sucht. Wenn diese mich runterziehen, meine Gedanken negativ beeinflussen – und wir wissen heute sehr genau, wie unsere Gedanken unser Leben beeinflussen – darf ich sehr wohl mich diesem Stigmata entziehen. …
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Auch Ärzte scheuen sich offenbar, das Wort „Alkoholiker“ zu benutzen
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Bei Ärzten (wo ich leider viel zu häufig hin muss) ist es anders, da sage ich es im Gespräch eigentlich immer: Übrigens, das ist vielleicht auch wichtig, ich bin Alkoholiker. Aber seit drei Jahren trocken jetzt… So oder ähnlich sinngemäß beim Doc. Interessant, was dann immer bei den Diagnosen steht (werden ja auf einer Rechnung immer aufgeführt): Alkoholabusus, Alkoholmissbrauch, seit 3 Jahren trocken. Oder ähnliche Formulierungen. So ist es eigentlich immer, bei jedem Arzt. Als ob der Arzt sich auch scheuen würde, das Wort Alkoholiker zu nutzen. Auch als ich noch getrunken habe, auf keiner Rechnung stand je das Wort Alkoholiker oder Alkoholismus. …
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