|
Frage der Woche: "Es war doch eigentlich auch schön." Wie schützt Du Dich vor der Glorifizierung? ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏
|
| |
"War doch echt nicht alles schlecht" – wie schützt Du Dich?
|
|
"Ach, die guten alten Trinkzeiten. War doch echt nicht alles schlecht. Was waren das für schöne Parties ...."
Glorifizierung der Vergangenheit oder auch "Nostalgie-Bias", ich glaube, das kennt fast jeder. Natürlich ist das ein Scheunentor für das Suchtgedächtnis.
Meine Frage also an Dich: Wie gehst Du mit solchen rosig gefärbten Erinnerungen um? Was hältst Du dagegen?
|
|
|
|
|
| |
Alle Therapien haben mich viel über mich selbst gelehrt – trocken wurde ich nicht
| |
|
Der Alkohol (in meinem Fall in den letzten Jahren der Wodka) schlich sich um die Jahrtausendwende in mein Leben. Qualifizierter Entzug, wochenlanger Entzug in einer Suchtklinik, Nachsorge, Selbsthilfegruppe etc. haben mich leider nicht so weit gebracht, dass ich (endlich) abstinent leben kann.
Dann habe ich Gaby Guzek in dem Podcast von Patric Heizmann gehört und mich dann ganz langsam mit ihrem sehr spannenden Thema auseinander gesetzt, ihre Bücher und Reportagen/Interviews gelesen und mich dann im 30-Tage-Programm angemeldet. Die NEM‘s sind seit gestern alle da und kamen/kommen heute zum ersten Mal vollständig zum Einsatz.
|
|
|
|
|
| |
Ich bin heute zum ersten Mal seit langem mit einem Lächeln aufgewacht
|
|
ES FUNKTIONIERT 😀! Heute vor einer Woche bin ich mit dem Coaching-Programm und den NEM‘s gestartet und heute zum ersten Mal seit vielen, vielen Monaten mit einem Lächeln im Gesicht aufgewacht und mit diesem in einen neuen Tag gestartet.
Dieses Lächeln begleitet mich jetzt schon den ganzen Morgen über, das trübe Wetter draußen stört mich überhaupt nicht, ich höre zwar nicht meine Playlist (die Programm-Erfahrenen wissen von der Aufgabe), aber hier dudelt Schlagerradio, was sogar meine Beine in Bewegung bringt.
|
|
|
|
|
| |
Alleinerziehend mit zwei taffen Mädchen – dann konnte ich nicht mehr
| |
|
Als ich acht Jahre alt war mußte ich Verantwortung übernehmen, für meine kleine Schwester und zum Teil für meine alkoholkranke Mutter; aber ich habe inzwischen meinen Frieden damit gemacht! Seit 2005 alleinerziehend mit zwei taffen Mädels, Vollzeit natürlich und mit immer zu wenig bis gar kein Geld mehr am Ende des Monats! Ende 2009 dann konnte ich nicht mehr, das innerliche Brennen hörte und hörte nicht auf, auf Arbeit vor dem PC fuhren die Güterwaggons vom einen Ohr ins nächste… und da wollte ich nicht mehr weiterleben.
|
|
|
|
|
| |
In den Trockenphasen litt ich unter Panikattacken
|
|
Ich hatte auch viele längere Alkoholpausen im Leben. Oft bis zu 2 Jahren. Sie waren “vom Willen” erzwungen und sind mir nie leicht gefallen. Wie gerne hätte ich weiter trunken, wenn es gerade “gemütlich”wurde, das Essen toll war oder mein Unglück nach der Flasche schrie. Ebenso die Phasen des “kontrollierten Trinkens”, die allesamt kläglich scheiterten. Auch ging es mir, in den Trockenphasen, körperlich nie richtig gut . Klar war ich fitter und der Sport fiel leichter. Aber ich hatte einen furchtbaren Schlaf, litt unter Panikattacken. Mein Nervensystem drehte einfach ein paar Nummer zu hoch. Oft habe ich angefangen wieder zu trinken, weil ich mich nach nacherholsamer Ruhe sehnte.
|
|
|
|
|
| |
Mein Alkohol-Traum: Streit mit meiner Mutter – Schreien, Vorwürfe, Türen knallen
| |
|
Einer meiner schlimmsten Albträume (zum Glück nur einmal vorgekommen): Gemeinsames Trinken mit meiner alkoholkranken Mutter, welches wie im realen Leben mit Schreierei, Vorwürfen und Türen knallen endete. Was mich wirklich lange plagte, waren Träume, in denen Erinnerungslücken meiner Blackouts zurück kamen. Wie ich im Suff auf dem Heimweg Treppen von Unterführungen hinuntergestürzt bin, wie ich mit dem Rad ins Gebüsch gekracht bin und dort gepennt habe. “Gespräche” mit Passanten und Polizisten, die mir helfen wollten beim Aufstehen, oder die mich geweckt haben, wenn ich wieder mal in ner Straßenbahn oder in irgendeinem Hauseingang komatös eingeschlafen bin.
|
|
|
|
|
| |
Die Redaktion stellt im Schnitt 1-2 Beiträge pro Woche im Forum ein, über die Du benachrichtigst wirst. Wenn Du diese Nachrichten abbestellen willst klicke bitte auf "abmelden" WIr haben die Versandtechnik für die Mitteilungen der Redaktion umgestellt. Die Umstellung erfolgte mit größter Sorgfalt manuell aus den Empfängern, die diese Mitteilungen bereits bezogen haben – falls Du trotzdem diese Mail bekommen hast und sie nicht willst, benutze bitte den nachfolgenden Link, um Dich von den Mitteilungen der Redaktion abzumelden. Danke!
abmelden
Wenn der Abmeldelink Probleme machen sollte, schicke uns eine kurze Nachricht mit diesem Link
|
|
|
|