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Mit der Pension kommt die fehlende Tagesstruktur ("merkt ja eh keiner, wenn ich trinke"), vielleicht verstirbt ein Partner ... ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏
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Sucht im Alter – ein besonderes Problem? |
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Wusstet Ihr, dass die offiziellen Sucht-Statistiken bei 64 Jahren enden? Dabei geht es für viele danach doch erst richtig los.
Mit der Pension kommt die fehlende Tagesstruktur ("merkt ja eh keiner, wenn ich trinke"), vielleicht verstirbt ein Partner ... es gibt hunderte Dinge, die "im Alter" (haha) erst so richtig in die Sucht treiben. Ich bitte um Eure Gedanken und Erlebnisse. Und auch, das ist mir besonders wichtig, um motivierende Sätze, warum es sich zu jeder Zeit im Leben lohnt, mit dem Alk aufzuhören.
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Alkohol: 30 Jahre Krieg gegen mich selbst
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Auf meinem Schreibtisch steht die von mir gestaltete Bierflasche, die mich an einen sehr dunklen und sehr mahnenden Moment wenige Tage vor Abstinenzbeginn erinnert. So wird mir (unbewusst) jeden Tag aufs Neue eingebleut, dass die Verbindung “Bierflasche=gut” eben nicht so ist). Dann habe ich ja viel geschrieben und all das Material in Ordnern und auch formschönen Ledertagebüchern in einem tatsächlich vorhandenen Aktenkoffer gepackt.
Wenn die Erinnerungen an die alkoholische Zeit wieder zu romantisch werden (das kommt schon mal vor), reicht mir ein Blick auf den schwarzen Koffer, um mir bewusst zu werden, dass da die Quintessenz der 30 Jahre Krieg gegen mich selbst steht. “Mein Buch” über die strukturierte Aufarbeitung meines Säuferlebens habe ich “der dreißigjährige Krieg” genannt. Ich setze diese “blaue Kladde” (sie ist wirklich blau eingebunden) auch alle drei Monate mit einem neuen Fazit fort, bewerte dort schriftlich meine Fortschritte und Erkenntnisse. Dabei blättere ich oft in den alten Aufzeichnungen, was jedesmal neuen Kraftstoff für die vor mir liegende Zeit gibt. Kraft gibt mir auch …
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Meine Frau hat nie verstehen können, was mir der Alkohol bedeutet hat
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Meine Frau trinkt so gut wie keinen Alkohol. Hat sie noch nie. Früher wollte ich oft, dass sie bei meinen Eskapaden “mitmacht”, was sie nie tat. Gottseidank. Dies erleichterte natürlich ungemein die Festigungsphase meiner Abstinenz. So ist es zuhause überhaupt kein Problem, weil es eben kein Thema ist. Da muss beim Essen kein Wein auf den Tisch, freudige Anlässe tun auch mit Saftschorle und Tee gut. Sie hat auch nie verstehen können, was mir der Alkohol bedeutet hat. In vielen Gesprächen bei den vielen Spaziergängen, die wir seit rund zwei Jahren unternehmen, konnte ich ihr zumindest viele Sichtweisen erzählen, Muster erklären. VERSTEHEN wird sie es nicht, aber sie nähert sich ungemein einer für sie nachvollziehbaren Tatsache: dass da etwas war, was mich ziemlich fest im Griff hatte.
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Mit GABA: Ich finde wieder zu mir zurück
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Es macht mich sicherer, stabiler, “normaler”. Und zwar nicht auf eine Weise, die ich störend oder eingreifend finde. Ich werde mehr ICH. Ich finde wieder zu mir zurück. Ich fühle mich stabiler und sicherer. Immer wenn ich zu “wackeln” beginne innerlich, unsicher werde, auch was das Gefühl betrifft (war es nicht besser/intensiver/lustiger damals “mit” …? ist doch wurscht, das Leben ist so kurz … also diese kleinen gefährlichen Gedanken, die einen immer wieder mal stechen), so komm ich wieder auf den Boden zurück.
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Ich freue mich sehr über meinen Erfolg!
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Schon der 5. Tag! Ich bin mega stolz auf mich und freue mich sehr über meinen Erfolg! Mich über meinen Erfolg zu freuen gibt mir Energie, ermutigt mich und gibt mir Kraft. Ich bin dankbar für dieses Forum, weil ich hier einfach alles, was mir zu dem Thema in den Kopf kommt am morgen schreiben kann. Es ist Ostern, die Zeit wurde umgestellt und gerade bricht die Sonne aus dem Nebel hervor und läßt Sonne durch mein Fenster auf meinen Schreibtisch fallen.
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Ich liebe auch das Wort “nüchtern”
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Dankbarkeit – jeden Morgen wieder! Ich liebe auch das Wort “nüchtern”. Umgangssprachlich bedeutet es ja in der Regel: kalt, gefühlslos, aber eben auch “frei von Alkohol”. Für mich bedeutet es inzwischen alles positive daraus: Klar in meinem Blick, meinen Gedanken, gut hydriert, realistisch, bewusst, auf meine Ziele ausgerichtet, ansprechbar, bereit, bereit jederzeit z.B. Auto fahren zu können und damit frei in meiner Beweglichkeit… etc etc.
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