Allen, die vielleicht dieser Tage auch gerade den „Dry January“ hinter sich oder ein paar Tage verlängert haben, sei gesagt: Beobachtet Euch gut. Nehmt Warnsignale zur Kenntnis bei Euch selbst. Insbesondere, wenn es nach dem Restart wieder ein „mehr an Alkohol“ geben sollte. Ich spreche nur für mich: Bei mir war dieser so gehypte befristete Ausstieg aus dem Alkohol eher ein Brandbeschleuniger. Er hat mir rückblickend gezeigt, wie tief ich im alkoholischen Sumpf feststeckte – gerade weil ich ohne entzügig zu sein darauf verzichten konnte. Die Depression kam jedes Jahr verspätet, aber sie kam. Und sie kam von Jahr zu Jahr heftiger. Was mich dann noch mehr trinken ließ.
Ich habe mich belogen, betrogen, mir selbst Dinge vorgegaukelt, deren Kontrolle ich schon lange verloren hatte.
Was ich immer für eine „Lüge“ hielt: Wenn all die Abstinenzler davon sprachen, dass das Leben „ohne“ besser sei. Ich glaubte dies nicht. Jetzt nach fast vier Jahren kann ich sagen: Es IST besser. …

