Ich bin noch ganz am Anfang meiner Abstinenz aber ich finde es toll, dass ihr, die den Absprung schon länger geschafft habt trotzdem hier den Neulingen Tipps gebt 🙂
Es würde mich wirklich interessieren: wie ist es zB schon Monate nüchtern zu sein? Denkt man jeden Tag noch an Alkohol und dass man ihn nicht anrühren sollte oder wird das irgendwann ein Randthema?
Ich wünsche mir irgendwann, für uns alle, dass der Teufel Alkohol keine grosse Rolle mehr spielt … zu viel hat er schon genommen und Raum gekriegt.
Fachliche Einordnung durch Dr. med. Bernd Guzek
Denkt man im Alkoholentzug oder in früher Abstinenz wirklich jeden Tag an Alkohol – oder wird Alkohol mit der Zeit tatsächlich ein Randthema im Leben?
Die Sorge, dauerhaft ständig an Alkohol denken zu müssen, ist in der frühen Phase der Abstinenz sehr verbreitet. Am Anfang tauchen Gedanken an Alkohol tatsächlich oft noch häufig auf, weil das Gehirn über Jahre gelernt hat, viele Situationen automatisch mit Trinken zu verknüpfen. Diese Gewohnheitsschleifen verlieren jedoch mit der Zeit an Bedeutung.
In der Praxis zeigen sich dabei zwei unterschiedliche Entwicklungen. Manche Menschen bleiben dauerhaft stark mit dem Thema beschäftigt und müssen sich täglich bewusst daran erinnern, keinen Alkohol zu trinken. Man spricht dann manchmal von „unzufriedener Abstinenz“. Andere erleben, dass Alkohol mit der Zeit immer weniger Raum einnimmt und im Alltag nur noch selten eine Rolle spielt. Diese Form wird häufig als „zufriedene Abstinenz“ beschrieben.
Welche Entwicklung eintritt, hängt von vielen Faktoren ab – etwa davon, ob neue Lebensgewohnheiten entstehen, Stress anders bewältigt wird, Nährstoffdefizite behoben werden und das Leben ohne Alkohol als Gewinn erlebt wird.

