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Grund zum Trinken gab es immer – nur ich konnte die Dinge änderm

ALT-Text: Mann sitzt im Fußballstadion zwischen jubelnden Fans und hält einen halb leeren Plastikbecher, während er nachdenklich auf das Spielfeld blickt.

Gefühlt war es immer der richtige Moment , um zu trinken. So wie beim Fußball: OB Sieg, Niederlage oder Unentschieden: Grund zum Trunk gab es immer. Irgendwann aber merkte ich, dass sowohl im Beruf wie auch beim Thema Alk eben nicht “Demokratische Mitbestimmung” angesagt war, sondern dass klare Hierarchien gefragt waren – ob das mir nun passte oder nicht. Diese Erkenntnis setzte schon eine ganze Zeit vor dem eigentlichen Trinkende ein. Es bereitete mir ein fruchtbares Feld, auf dem ich dann aufbauen konnte. Denn bei einem Gedanken eines “Vorredners” hier bei der Frage der Woche (“bedingungsloses Grundeinkommen”) bin ich ganz anderer Meinung:
Ich habe bei mir erkannt, dass ich – UND NUR ICH – da Dinge ändern kann. Dass ich arbeiten muss. Und mit dem auskommen muss, was ich habe. Und eben nicht von der Welt verlangen kann, dass sie mir “bedingungslos etwas gibt”. Arbeiten im Sinne von Job, Geld verdienen. Arbeiten aber auch, um all das zu hinterfragen, was mich in meine Lage gebracht hat. Und das habe ich. …

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Fachliche Einordnung durch Dr. med. Bernd Guzek


Fachliche Einordnung durch Dr. med. Bernd Guzek

Warum finden Menschen mit Alkoholsucht immer einen Grund zu trinken – und wann gelingt der Schritt zur Abstinenz wirklich?

Was dieser Forumsbeitrag beschreibt, ist kein persönliches Versagen, sondern ein klassisches Muster der Alkoholabhängigkeit: Das Gehirn lernt, jeden Anlass – Freude, Frust, Langeweile – mit Trinken zu verknüpfen. Diesen Mechanismus nennt man Klassische Konditionierung: Situationen werden zu Triggern, die das Verlangen automatisch auslösen. Der entscheidende Wendepunkt kommt nicht durch äußere Umstände, sondern durch eine innere Neubewertung – der Erkenntnis, dass Veränderung nur durch eigenes Handeln möglich ist. Diese Art der Selbstwirksamkeit ist in der Suchtmedizin gut belegt: Sie stärkt die Motivation zur Abstinenz nachhaltig. Das Suchtgedächtnis bleibt dabei langfristig aktiv – weshalb das „Arbeiten an sich selbst”, wie der Autor es nennt, keine einmalige Entscheidung ist, sondern ein fortlaufender Prozess.

Häufig gestellte Fragen zu •••• (FAQ)

Häufig gestellte Fragen zu Alkoholsucht und dem Weg zur Abstinenz (FAQ)


Warum finden Alkoholabhängige immer einen Grund zu trinken?

Das Gehirn verknüpft durch wiederholten Alkoholkonsum nahezu jeden emotionalen Zustand – ob Freude, Stress oder Langeweile – mit dem Trinken. Diesen Lernmechanismus nennt man Klassische Konditionierung. Dadurch entsteht der Eindruck, es gebe immer einen „passenden” Moment für Alkohol.


Kann ich Alkoholsucht wirklich alleine überwinden?

Eigene Motivation und Selbstwirksamkeit sind zentrale Voraussetzungen für eine dauerhafte Abstinenz. Viele Menschen schaffen erste Schritte im Alleingang – professionelle Begleitung erhöht jedoch die Erfolgsaussichten deutlich, besonders wenn das Suchtgedächtnis bereits tief verankert ist.


Was bedeutet es, an sich selbst zu arbeiten, wenn man aufhören will zu trinken?

Es geht darum, die eigenen Denkmuster, Trigger und Gewohnheiten zu verstehen und schrittweise zu verändern. Das umfasst nicht nur den Verzicht auf Alkohol, sondern auch die ehrliche Auseinandersetzung mit den Ursachen des Trinkens – eine Arbeit, die Zeit braucht und nicht mit dem letzten Schluck endet.


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