Dieses Thema wird und wurde in meiner Selbsthilfegruppe auch schon sehr oft angesprochen – muss sage sehr kontrovers! Ich persönlich denke dass ich erst mal jedem gratuliere, der sich grundsätzlich von Alkohol, und darum geht es ja definitiv distanziert. Das kostet speziell am Anfang sehr viel Selbstdisziplin, sobald man auch selbst wirklich, wirklich davon überzeugt ist, dass Alkohol keine Rolle mehr spielt, spielen auch Reize, die sicher von Allen Seiten – auch für andere Dinge- keine Rolle, denn man sagt “einfach” nein. Nun zu Deiner Frage: Zumindest für mich, und ich trinke bei einem gemütlichen Grillabend auch mal ein …
Fachliche Einordnung durch Dr. med. Bernd Guzek
Ist alkoholfreier Wein bei Abstinenz wirklich eine sichere Alternative – oder birgt er Risiken für Menschen mit Alkoholsucht?
Die Frage, ob alkoholfreie Alternativen im Entzug oder bei dauerhafter Abstinenz sinnvoll sind, beschäftigt viele Betroffene. Alkoholfreier Wein enthält in der Regel noch geringe Restmengen Alkohol (bis zu 0,5 % vol.) und kann darüber hinaus sensorische Reize auslösen, die dem Suchtgedächtnis vertraute Trinksituationen wachrufen. Für Menschen mit einer gefestigten Abstinenz mag das unproblematisch sein – für andere kann schon der Geruch oder Geschmack ein Craving auslösen. Der Beitrag beschreibt gut, worum es wirklich geht: nicht um das Getränk selbst, sondern um die innere Überzeugung, Alkohol keine Bedeutung mehr beizumessen. Wer diesen Punkt erreicht hat, braucht keinen Ersatz mehr – und wählt dann oft genau das, was der Autor wählt: einfach Traubensaft.
Häufig gestellte Fragen zu alkoholfreiem Wein und Abstinenz (FAQ)
Ist alkoholfreier Wein für Menschen in der Abstinenz geeignet?
Das hängt vom individuellen Stand der Abstinenz ab. Alkoholfreier Wein enthält bis zu 0,5 % vol. Restalkohol und kann über Geruch und Geschmack das Suchtgedächtnis aktivieren. Wer noch am Anfang des Entzugs steht, sollte ihn meiden. Wer dauerhaft stabil abstinent lebt, kann selbst einschätzen, ob er Risiken birgt.
Kann alkoholfreier Wein einen Rückfall auslösen?
Direkt durch den minimalen Alkoholgehalt selten – aber indirekt schon. Der typische Geruch und Geschmack kann Trinksituationen im Gedächtnis wachrufen und ein Craving anstoßen. Besonders in frühen Phasen der Alkoholsucht-Behandlung empfehlen Fachleute daher klare Alternativen ohne jede Assoziation zum Alkohol.
Warum entscheiden sich viele Abstinente für Traubensaft statt alkoholfreien Wein?
Traubensaft hat keine optische oder geschmackliche Nähe zum Wein und löst damit keine unbewussten Trinkreize aus. Für viele Menschen in der Abstinenz ist er deshalb die entspanntere Wahl – ohne inneres Abwägen, ob es „erlaubt” ist.

