Ziemlich am Anfang meiner nüchternen Zeit habe ich mir auf Empfehlung eines Freundes eine App installiert, die mir alle möglichen Daten rund um meine Abstinenz auswirft. Unter anderem auch, wie viel Geld ich vorher schlicht versoffen habe. Und was soll ich sagen: In 788 Tagen bin ich inzwischen bei rund 6.200 € – und etwa 8.450 nicht getrunkenen Bieren.
Wo das ganze Geld heute ist? Keine Ahnung. Aber eines weiß ich ganz sicher: Keinen einzigen Cent davon habe ich wieder für dieses Dreckszeug ausgegeben.
Wieviel spart man wirklich? Fachliche Einordnung durch Dr. med. Bernd Guzek
Wie viel Geld spart man durch Abstinenz wirklich – und warum wird der finanzielle Effekt beim Alkoholstopp oft unterschätzt?
Viele Menschen unterschätzen die kumulierten Kosten regelmäßigen Alkoholkonsums. Selbst vermeintlich moderate Mengen summieren sich über Monate und Jahre erheblich. Neben den direkten Ausgaben für Bier, Wein oder Spirituosen entstehen häufig zusätzliche Kosten durch Impulskäufe, Gastronomie oder soziale Trinkanlässe.
Alkoholentzug und Abstinenz verändern daher nicht nur neurobiologische Prozesse wie im Bereich des Belohnungssystems, sondern auch ökonomische Routinen. Die dokumentierte Einsparung wirkt für viele Betroffene motivierend und stabilisierend im frühen Stadium der Abstinenz. Sichtbare Fortschritte stärken die Selbstwirksamkeit – ein zentraler Faktor für langfristige Stabilität.
Häufig gestellte Fragen zu Geld und Alkohol (FAQ)
Wie viel Geld kann man durch einen Alkoholstopp sparen?
Das hängt vom individuellen Konsum ab. Selbst zwei bis drei Bier täglich können mehrere Tausend Euro pro Jahr kosten. Über mehrere Jahre summiert sich das deutlich.
Ja. Sichtbare Einsparungen erhöhen die Motivation und stärken das Gefühl von Kontrolle und Selbstwirksamkeit – wichtige Faktoren für eine langfristige Stabilität.Hilft der finanzielle Gewinn bei der Stabilisierung der Abstinenz?

