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Zwischen Rampenlicht und Absturz: Warum Alkohol in der Musikszene so präsent ist

Leere Bühne nach einem Rockkonzert. Eine E-Gitarre lehnt am Verstärker, daneben steht eine halbvolle Bierflasche im Bühnenlicht.

Alkohol gehört in der Musikszene fast schon zum Alltag. Backstage, nach Konzerten oder auf Tour – Bier, Wein und andere Drogen sind oft Teil der Routine. Zahlreiche Biografien berühmter Musiker zeigen, wie schnell aus Ritualen eine Abhängigkeit entstehen kann. Dieser Artikel erklärt, warum Alkohol im Musikerleben so präsent ist – und welche gesundheitlichen Folgen er haben kann.

Von Dr. med. Bernd Guzek

„Aufwachen im Hotel, zum nächsten Veranstaltungsort fahren, einchecken, Aufbau, Soundcheck, kurz etwas essen, Konzert spielen, Abbau – und irgendwann nach Mitternacht zurück im Hotel. Dann kommt die Nachbesprechung. Und ich kenne kaum einen Musiker, der dabei nicht sein Bierchen oder seinen Wein trinkt.“ So beschreibt ein Mitglied im anonymen Forum von Alkohol ade seinen anstrengenden Alltag auf Tour.

Wer selbst einmal auf einer Bühne gestanden hat, kennt das Phänomen: Der Auftritt ist vorbei, das Publikum ist weg, aber im Körper rast noch das Adrenalin. Man ist geladen, Gespräche laufen, Eindrücke werden verarbeitet – und fast immer steht Alkohol auf dem Tisch. Was als harmloses Ritual nach der Show beginnt, ist für viele der Einstieg in eine schleichende Abhängigkeit. Warum nicht auch schon mal vor dem Auftritt die Anspannung mit ein paar Schlucken senken?

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