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Hallo Alle, ich bin seit Jahren alkfrei und habe alkfreien Gin gekauft und abends genossen.
Nach dem ersten Glas Lust auf das zweite.... nach dem ersten Abend und dem darauffolgenden wiederholte sich abends die Lust auf das Getränk und gestern war mir klar, daß mein altes Muster sich "meldet" trotz NULL Alkohol im Gin (und Gin war NIE mein Getränk).
Bei alkfreiem Wein, Sekt und Bier ist das ganz anders, da wird das alte Suchtverhalten nicht "getriggert".
Hat jemand von Euch eine ähnliche Erfahrung gemacht?
ja, 100%, 00,0 %
@jutta Hallo Jutta, Ich persönlich trinke keine alkoholfreien Getränke, weil ich eine Effekttrinkerin war und den Geschmack von Alkohol eigentlich nicht mag. Ich bevorzuge eine gute Schorle! 🪺🌷🪻Mina
Tatsächlich habe ich eine ähnliche Erfahrung gemacht, wenn auch - natürlich - leicht anders: Nach rund drei Wochen Nüchternheit nahte mein Geburtstag, auch noch ein runder, und ich fand es eine gute Idee, mit den Freunden die alten Getränke zu mixen, jedoch ohne Alkohol. Tatsächlich führt unser Supermarkt den 0,0-Gin und da habe ich dann zugeschlagen.
Am Geburtstagsabend selbst war es schön und ganz spannend, alkoholfrei und doch ganz ähnlich wie sonst, anzustoßen. Allerdings blieb eine Flasche Gin übrig, die ich dann die nächsten zwei Tage, anstelle meines Tees und diverser Limos, zu mir genommen habe. In einer Art und Weise, wie ich vorher auch trank - ein Glas mixen und am Rechner sitzen, arbeiten oder lesen etc.
Was passierte war, dass ich auf einmal wieder, wie in den ersten Tagen, starken Drang nach einem alkoholischen Getränk verspürte und mit mir zu kämpfen hatte - vielleicht nicht so stark wie am Anfang, jedoch deutlich wahrnehmbar.
Durch Zufall hatte ich direkt nach diesen zwei Tagen eine Beratung, in welcher mir erklärt wurde, dass Therapeuten den Genuss alkoholfreier Varianten alkoholischer Getränke als Rückfall werten würden.
Und dies kann ich bei mir bestätigen. Das Gehirn nimmt war, dass da ein Glas steht, das wie immer gemixt wurde, mit einem verheißungsvollen Bestandteil, der ja genauso sein würde, wie das alkoholische Original! Jedoch bleibt das erwartete und gelernte Resultat aus - kein Gefühl der Erleichterung, keine Wirkung! Wo bleibt der Kick?
Ich glaube, mein Suchtgedächtnis hat sich veralbert gefühlt und gemeint, mir sagen zu müssen, dass ich das doch mal richtig machen solle..
Den Rest des 0,0-Gins habe ich dann in die Spüle gekippt und mir schnell einen heißen Tee gemacht, seitdem geht es mir, allerdings langsam, wieder besser.
Mit anderen (wirklich) alkoholfreien Getränken habe ich leider keine Erfahrung (und werde es für mich wohl auch ausschließen).
Geht mir genauso - ich hab es in einem anderen Beitrag geschrieben, ich würde alkholfreies Bier, Wein, Sekt was auch immer nur dann trinken, wenn ich es als "Ersatz" beim Sonnenuntergang oä tatsächlich als Platzhalter einsetzen möchte.
Ansonsten Saftgetränke, Mineralwasser, Kaffee, manchmal auch Tee was auch immer aber niemals dieses 0,0% Pseudo Zeugs.
Auch wenn es nicht die Wirkung von Alkohol zeigt, mein jahrelanger Alkoholgenuss triggert mich sofort.
@andreas969 Das ist ja spannend, daß Du eine ganz ähnliche Erfahrung mit alkoholfreiem Gin gemacht hast!
Wie beschrieben, ist mein Sucht- bzw Belohnungssystem von Wein und Bier völlig "entkoppelt" , obwohl Weißwein mein Getränk war.
Ich trinke seit Jahren alkfreien Wein, Sekt und auch Bier und es "triggert" überhaupt nicht.
Herzliche, nüchterne Grüße an Alles und danke für Eure Kommentare, Jutta
@andreas969 Danke für diesen Beitrag... sehr wichtig... denn so arbeitet unser Suchtgedächtnis.
Cool, wie Du es gemerkt hast und reagiert hast.
Mich triggern alkoholfreie Getränke nicht, aber ich trinke sie auch nur sehr selten. Denn Geschmack mag ich nicht.
Mein Getränk war Sekt, Flaschenweise.
An Silvester war dann der Zeitpunkt des Anstoßens. Mit meiner Tochter (16) einen 0% Rotkäppchen .
Allein der Anblick des achso vertrauten Glases wiederte mich an. Ein Gedankenflashback 1a. Allerdings ohne mein Suchtgedächtnis zu erwecken. Wir stiessen an, fanden es beide nicht lecker und der Rest wanderte direkt in den Ausguss.
Ich halte mich heute an Fassbrause, die mag ich super gerne. Auch bei gesellschaftlichen Anlässen.
Ich denke eher, dass es unsere Sicht auf die Dinge, bzw. Gläser ist, die uns "anders" machen.




