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Guten Morgen! Ich werde heute versuchen nüchtern zu bleiben, ich mag einfach nicht mehr trinken. Leider hatte ich schon häufiger den Gedanken aufzuhören, habe es aber nicht durchgezogen!! Ich bin mittlerweile eigentlich ganz gut informiert über das Nervengift...Ich habe leichte körperliche Entzugserscheinungen und frage mich, ob es frei verkäufliche Medikamente bzw Mittel gibt, die mir dabei helfen können, den Austieg aus meinem derzeitigen Teufelskreis zu erleichtern? Ich schwitze und werde unruhig....wenn ich nachts wach werde habe ich auch öfters Herzrasen 🙁
In eine Klinik zu gehen geht nicht, da ich meine Kinder betreue und mir dafür nicht die Zeit nehmen kann und da ich vor zig Jahren schon einmal eine andere Sucht eigenständig besiegt habe gehe ich davon aus, das mir das hier jetzt auch gelingen kann! Zum Arzt zu gehen, traue ich mich ehrlich gesagt nicht...
Vielleicht bekomme ich hier meine Hilfe
Danke im voraus für´s lesen
Viele Grüße
@dienachbarin Herzlich willkommen – und ich wünsche Dir alles Gute! Ob Du da ohne professionelle Hilfe durchkommst lässt sich so nicht beurteilen über ein Forum – hast Du Gabys Buch "Alkohol adé" gelesen? Daraus habe ich mir dann mein eigenes Konzept zurecht gelegt.
Außerdem haben die beiden hier jetzt vor kurzem einen Selbsttest eingestellt, vielleicht hilft der Dir weiter?
So oder so, schreib, lass' von Dir hören und stell Fragen!
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@lagertha, @natarie, @baileys23 @ulli1962, @bergwacht
Hallo und herzlich willkommen!
Schön, dass du den Mut hattest, hier zu schreiben. Das ist bereits ein wichtiger erster Schritt – und ganz ehrlich: Viele von uns wissen, wie schwer genau dieser Moment ist. Der Wunsch, heute nüchtern zu bleiben, ist ein guter Anfang, und es zeigt, dass du dir selbst etwas Gutes tun willst. Das verdient Respekt.
Was du beschreibst – Schwitzen, Unruhe, Herzrasen in der Nacht –, das sind ernstzunehmende Entzugserscheinungen. Gerade deshalb möchte ich dir wirklich ans Herz legen, gut auf dich aufzupassen. Frei verkäufliche Mittel können solche Symptome höchstens kaschieren, aber sie lösen das eigentliche Problem nicht. Und sie ersetzen auch keine medizinische Begleitung, wenn der Körper wirklich im Entzug steckt.
Ich weiß, der Gedanke an einen Arzt kann riesig sein. Aber medizinische Hilfe bedeutet nicht automatisch sofort Klinik, monatelange Auszeit oder dass dir jemand etwas „wegnimmt“. Viele Wege sind ambulant möglich. Oft reicht schon ein kurzer ärztlicher Blick, um abzuklären, ob dein Entzug sicher verlaufen kann – besonders, wenn du Kinder hast, für die du da sein musst. Du musst das nicht allein stemmen.
Und noch etwas Mutmachendes: Du hast schon einmal eine andere Sucht besiegt. Das zeigt, dass ganz viel Stärke und Wille in dir steckt. Es ist absolut möglich, auch hier deinen Weg zu gehen – Schritt für Schritt, Tag für Tag. Aber bitte nicht auf Kosten deiner Gesundheit.
Du bist nicht allein. Hier lesen Menschen mit, die genau wissen, wie sich dieser Kreislauf anfühlt und wie schwer es ist, da rauszukommen. Schreib jederzeit, wenn es dir hilft. Jeder nüchterne Tag, jede Stunde sogar, ist ein Erfolg. Wirklich.
Pass gut auf dich auf.
Vielen Dank für Deine Nachricht! Ich habe mir grade ein paar Vitamine etc bestellt, werde aber nochmal in mich gehen, ob ich den Gang zum Arzt wahr nehmen werde. Ich habe gehört, daß dieser aber eigentlich `nur´ Beruhigungsmittel verschreibt und etwas zum besser schlafen - ist das richtig?
@dienachbarin Der Arzt wird zuerst einschätzen, wie ausgeprägt deine Entzugserscheinungen wirklich sind. Von außen kann das niemand zuverlässig beurteilen, deshalb ist dieser Schritt so wichtig.
Es stimmt, dass Ärztinnen und Ärzte häufig beruhigende Medikamente oder etwas für den Schlaf verschreiben – aber eben nur dann, wenn es medizinisch sinnvoll und sicher ist. Und manchmal entscheiden sie sich auch dagegen. Das hängt ganz von deinem Zustand ab.
Wichtig ist:
Beim Arzt bist du auf der sicheren Seite.
Er oder sie wird mit dir zusammen die Lösung finden, die zu dir, deiner Gesundheit und deiner familiären Situation passt.
Ich kann dir nur sagen, wie es bei mir war: Ich habe es keine Sekunde bereut, mir Hilfe zu holen. Durch alles, was damals passiert ist, ist mein Arzt für mich heute fast wie ein Freund geworden – jemand, der wirklich verstanden hat, was Sache war und was ich gebraucht habe.
Bleib bitte dran. Du machst das gerade richtig gut, und jeder Schritt in Richtung Sicherheit ist ein Schritt raus aus diesem Teufelskreis.
@dienachbarin Schau mal hier und hier diesen Text. Ich habe Grund zur Vermutung, dass Gaby und Bernd diese Themen nicht rein zufällig ausgewählt haben. Heißt: Wenn Du das gelesen hast, kannst Du einigermaßen beurteilen, ob Du fachgerecht behandelt wirst.
Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus war GABA der absolute Bringer, um im bei mir möglichen ambulanten Entzug zuverlässig ruhig zu werden. Hier findest Du auch dazu einen Text. Hast Du den Selbsttest schon gemacht?
Hallo @dienachbarin
bergwacht schreibt:
Ich kann dir nur sagen, wie es bei mir war: Ich habe es keine Sekunde bereut, mir Hilfe zu holen. Durch alles, was damals passiert ist, ist mein Arzt für mich heute fast wie ein Freund geworden –
Genau so ist es auch bei mir gewesen.
Als ich im Wartezimmer saß, währe ich am liebsten wieder gegangen, nach dem Gespräch mit der Ärztin, bin ich sowas vom stolz gewesen und hatte dadurch, noch mehr Motivation bekommen.
Ich kann den Gang zum Arzt nur empfehlen.
LG Michl
@harley Vielen Dank,
Selbsttest gemacht, da hatte ich `nur`3 Punkte. Aber meine Körper zeigte mir heute schon für mich deutlich, daß er was braucht 🙁 Schaue ich mir gleich mal an !
@dienachbarin Wie gesagt, kann natürlich nur von mir reden: Mir hat GABA in den ersten Wochen extrem geholfen.
Und Gummibärchen am Nachmittag ... kein Witz. War ein Zufallskauf und hat ein paar Tage gedauert, bis ich kapiert habe, was dahinter steckt (steht in Gabys Buch, hatte ich mir aber nicht gemerkt): Kohlehydrate am Nachmittag haben den Drang nach Alkohol bei mir deutlich gesenkt. Warum? Weil wir über Jahre unseren Bedarf an Kohlehydraten aus dem Alk gedeckt haben, dann sitzen wir da, sind eigentlich hungrig, aber der Körper schreit "Alk" und meint in Wirklichkeit "Hunger".





