… Als Therapieziel hat meine Familie sogar den Wunsch geäußert, dass ich in Zukunft nüchtern mehr so sein soll wie betrunken – offen, zugänglich, kommunikativ, lustig, teilnahmsvoll usw. also nicht so introvertiert und eigenbrötlerisch. Letzten Endes ließ ich mich auf die Idee des Therapeuten ein, von der Therapie vorerst zu lassen und abzuwarten. Meine anfängliche Therapie-Euphorie ist sowieso etwas abgeebbt und ich fand den Gedanken eher nervig an zwei Tagen in der Woche beim Therapeuten und in einer Gruppe vorstellig zu werden. Meine Frau hätte sich allerdings gewünscht, dass ich das Angebot nutze, um mich charakterlich (in ihrem Sinne) zu optimieren. Ich finde es aber ungerecht, dass ich mich mühevoll optimiere, während und sie einfach auf ihren Macken sitzenbleiben darf. Der Therapeut hat die Diskussion, mit dem Hinweis, dass wir in Sachen Paartherapie bei ihm an der falschen Adresse sind, abgewürgt. …

Meine anfängliche Therapie-Euphorie ist sowieso etwas abgeebbt
- von admin
Ähnliche Beiträge
Alkohol war mein Werkzeug gegen Angst – aber sie wurde schlimmer
Ja – Alkohol war mein Werkzeug gegen Angst. Und zwar über viele Jahre. Aber das ist seit etwas mehr als zwei Jahren Geschichte.Ich habe Alkohol… Mehr lesen »Alkohol war mein Werkzeug gegen Angst – aber sie wurde schlimmer
Alkoholentzug: So gelingt der Einstieg in den Ausstieg
Der erste Tag ohne Alkohol ist oft der härteste – aber er ist machbar. Viele scheitern nicht am Willen, sondern an den Umständen und mangelnder… Mehr lesen »Alkoholentzug: So gelingt der Einstieg in den Ausstieg
Abstinenz: Am Anfang wirkt der Berg riesig. Aber jeder Schritt lohnt sich. Wirklich jeder.
Du hast gefragt, ob Alkohol irgendwann ein Randthema wird. Ja – wird er. Bei mir ist er heute nur noch ein Schatten am äußersten Bildrand.… Mehr lesen »Abstinenz: Am Anfang wirkt der Berg riesig. Aber jeder Schritt lohnt sich. Wirklich jeder.