Hab immer noch Bettruhe, was heißt Bettkante ist Grenze. Gleichzeitig durfte ich an 2 Gruppengesprächen teilnehmen, wofür man in ein anderes Haus geht. Naja das sind eben die Regeln und ich muss eh geduldiger werden. Symptome nur gering, etwas zittrig, nachts aufschrecken mehrfach, schwitzen durchgängig, aber moderat, nicht nass. (heiß im Zimmer!, evtl auch Wechseljahre schon😉, alles sicher zusammen)
Vom Verlangen gehts auch gut bisher. Ich habe zuvor 25-30 Zigaretten geraucht plus meine zwei Sekt über den Tag, seit gestern beides auf null. Ich will gleich das ganze Programm, auch wenn viele sagen besser nicht.
Ein anonymer Erfahrungsbericht aus dem Alkohol adé-Forum. Zum geschützten Austausch für Betroffene
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Fachliche Einordnung durch Dr. med. Bernd Guzek
Sind milde Entzugssymptome am zweiten Tag ein gutes Zeichen – und was bedeutet der gleichzeitige Nikotinentzug für den Körper?
Tag zwei liegt mitten in der kritischsten Phase des Alkoholentzugs – den ersten 48 bis 72 Stunden, in denen die biochemische Dysbalance im Nervensystem am größten ist. Dass die Symptome hier noch moderat ausfallen, ist ein günstiges Zeichen, bedeutet aber nicht, dass die Spitze bereits überschritten ist. Leichtes Zittern, Schwitzen und nächtliches Aufschrecken sind typische frühe Entzugssymptome, die zeigen, dass das Nervensystem auf den fehlenden Alkohol reagiert. Die gleichzeitige Beendigung des Rauchens setzt ein zweites Entzugsgeschehen in Gang, das über teilweise andere Rezeptorsysteme läuft, den Körper aber zusätzlich fordert. Im geschützten Rahmen einer Klinik ist das medizinisch vertretbar, weil Vitalwerte überwacht und Komplikationen früh erkannt werden. Dass kein starkes Verlangen besteht – kein Saufdruck –, spricht dafür, dass die Motivation stabil trägt.
Häufig gestellte Fragen zum stationären Alkoholentzug (FAQ)
Sind milde Entzugssymptome an Tag 2 normal?
Ja, viele Betroffene erleben am zweiten Tag noch relativ moderate Symptome. Die stärksten Beschwerden treten häufig zwischen Tag 2 und Tag 3 auf. Leichtes Zittern, Schwitzen und Schlafunterbrechungen gehören zum typischen Verlauf und werden in der Klinik engmaschig überwacht.
Kann man Alkohol und Zigaretten gleichzeitig aufhören?
Im klinischen Setting ist der gleichzeitige Entzug von Alkohol und Nikotin möglich, weil der Körper medizinisch begleitet wird. Außerhalb einer Klinik raten viele Fachleute dazu, einen Entzug nach dem anderen anzugehen, weil die doppelte Belastung das Rückfallrisiko erhöhen kann.
Wie lange dauern Entzugssymptome bei einem stationären Alkoholentzug?
Die akuten körperlichen Symptome klingen in der Regel innerhalb von fünf bis sieben Tagen ab. Danach können subtilere Beschwerden wie Unruhe, Reizbarkeit und Schlafstörungen noch einige Wochen anhalten – ein Phänomen, das als Post-Acute Withdrawal Syndrome (PAWS) bekannt ist.
Redaktionelle Texte werden geprüft von Dr. med. Bernd Guzek
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