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Eine Woche ohne Alkohol liegt hinter Dir. Vielleicht fühlt sich das überraschend unspektakulär an. Kein klarer Einschnitt, kein innerer Applaus. Eher ein leises Gefühl von Stabilität – oder auch von Unsicherheit. Manche fragen sich an diesem Punkt, ob sich „schon genug“ verändert hat. Andere spüren erste Routinen, wissen aber nicht recht, wie belastbar sie sind.
Beides ist normal ...
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Von der Routine bin ich nach einer Woche leider echt noch entfernt. Der Einstieg fiel leicht, ich hatte frei und es war mir möglich, mit Ruhe in den Dry January zu starten, in mich genau hinein zu horchen und die ersten, leisen positiven Veränderungen wahrzunehmen. Das zu bemerken tut gut.
Nun schlägt seit Montag die erste Arbeitswoche des Jahres mit gewohnter Schonungslosigkeit zu. Ganz ehrlich: Heute am Mittwoch war ich echt getriggert, den ganzen Stress einfach wieder wegzuspülen und mir Wein zu besorgen.
Gekauft habe ich dann Roibuschtee und mache es mir damit gerade gemütlich. Ich finde es total spannend hier zu lesen, was sich im Gehirn von Tag zu Tag verändert - und bin auch sehr neugierig was sich in der nächsten Zeit noch für interessante Erkenntnisse und Erfahrungen ergeben. Auf dieser „Kopfebene“ entwickele ich Spaß an dem Selbstexperiment „was passiert mit mir und meinem Selbstempfinden wenn ich auf Alkohol verzichte“. Das trägt und motiviert durchaus.
Aber easy finde ich den Ausstieg dadurch nicht. Es lauern bei mir weiterhin die fiesen Trigger mit voller Wucht.
Ich würde mal sagen: Dann kam der Dry January wirklich gerade zum richtigen Zeitpunkt 🙂 Ich habe neulich ein Reel dazu gemacht, wozu der alles echt klasse ist. U.a dafür zu erkennen, wie sehr manche den Alkohol bereits als "Mittel zum Zweck" einsetzen und wo die Trigger liegen. So was schleift sich über Jahre ja auch ein, Stichwort Suchtgedächtnis.
Von daher: Da bist Du dann echt ein Paradebeispiel. Dass es für jeden easy ist, hat ja auch niemand behauptet 🙂 Aber Du machst das richtig, richtig gut! Als nächtes würde ich Dir empfehlen: Überlege Dir Strategien, wie Du dem harten Trigger Stress am Arbeitsplatz ad hoc besser begegnen kannst. Das fängt an von "muss das heute echt sein oder hat das noch Zeit?" über "die Kollegin kann das auch selbst, ich sag mal "nein" bis zur "Fünf Minuten Inventur" (Link)und einer kurzem Atemübung (gibt viele Tipps auf youtube, das funktioniert ganz hervorragend!). Und dann ist da noch das alte Thema Blutzucker, gerade am Nachmittag. Schau Dich dazu gerne auch noch mal im Buch um. Ich wette heute schon mit Dir: Da geht noch was ...
Liebe Grüßem und schön, dass Du da bist
Gaby
@wanderin .....auch wenn du mir noch nicht glaubst, die ganze " Triggerei" hört wirklich auf. Am Anfang wehrt sich das Gehirn mit Händen und Füssen, das ist die Sucht. Und, ja,diese Phase ist alles andere als leicht. Halte durch,es lohnt sich so sehr 😘 😘 😘 😘
@ gaby & lagertha
Danke fürs Mutmachen.
Um das Strsslevel zu senken habe ich heute Morgen mir „Me-Time“ gegönnt und beginne mit der Arbeit erst heute Mittag. Theoretisch habe ich flexible Arbeitszeiten und setze das mal heute in die Tat um…
VG aus der suchterfahrenen Großstadt!
Auf dieser „Kopfebene“ entwickele ich Spaß an dem Selbstexperiment „was passiert mit mir und meinem Selbstempfinden wenn ich auf Alkohol verzichte“. Das trägt und motiviert durchaus.
Aber easy finde ich den Ausstieg dadurch nicht. Es lauern bei mir weiterhin die fiesen Trigger mit voller Wucht.
Das auch sportlich zu sehen ist etwas was richtig Freude macht. Immer wenn du etwas überstanden oder widerstanden hast kannst du richtig stolz sein und dadurch wird es besser, Schritt für Schritt. Ich muss momentan oft lachen weil mein Suchthirn nach 20 Monaten rauchfrei sagt: " Ok, du willst keinen Alk mehr da kann ich machen was ich will, aber wie wäre es denn mal mit einem fiesen Zigarettchen?" Als ob da ein verhungernder Gnom im Hirn sitzt.
@wanderin Hallo, ja für mich war es auch wichtig, erstmal frei zu haben. mein erster Arbeitstag war auch extrem Chaotisch aber ich habe einen riesigen Unterschied gemerkt: Ich hatte keine Panik. und das sind schon riesige Unterschiede. MIr helfen kleine Atemübungen, die Frage ob ich Hunger oder Durst habe oder einfach mal die Augen von Rechts nach links bewegen. Heute hätte ich auch gerne getrunken habe das Kommuniziert und als Antwort erhalten, das das garnicht gut wäre. Da war der Suchtdruxk auch schon wieder vorbei….




