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Hallo liebes Forum. Nach über 1 Jahr nüchtern bin ich jetzt wieder hier. Auch ich bin rückfällig geworden. Das Aufhören ist mir, mit dem Konzept von Gaby, wirklich leicht gefallen und es waren die besten 1 1/2 Jahre. Dann ging die Sache mit den Wechseljahren los. Plötzlich immer Hunger auf Süßes, Brötchen, Kuchen, Pasta.. Kurz Zucker. Hab 8 Jahre Low Carb gegessen und war nie der Süßigkeiten Typ. Mein Trigger war und ist Hunger. 1 1/2 Jahre konnte mein Gehirn Hunger als Hunger erkennen, und nicht als „Ich will Alkohol“! Es ist zum verzweifeln. Seit 4 Monaten geht das jetzt 1-2 mal pro Woche wieder los. Gestern habe ich 1 1/2 Flaschen Sekt über den Tag verteilt getrunken. 😩 Heute geht es mir, wie immer, dementsprechend. Ich schäme mich, fühle mich leer und deprimiert. Alles ist grau.Brauche ich wohl Niemandem hier erklären. Habe mir eben alles bestellt was ich für das 30 Tageschema brauche. Fange jetzt also wieder von vorne an. Speziell an die Damenwelt hier mit Menopause die Frage: Habt ihr da vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht?
Vielen Dank an Alle die das lesen. Es ist wieder ein kleines Stück Hoffnung zu wissen das es dieses Forum gibt!
@crazy2610 Hi. Ich glaube meinem Gynäkologen ist es noch nicht „klassisch“ genug. Habe „nur“ seit 7 Monaten extreme Stimmungsschwankungen, Heißhunger auf Sachen die ich nie mochte, schlafe auf einem Saunahandtuch, ziehe mich 2 um in der Nacht, trage jetzt quasi Bart 😙 und schwitze auch Tags wie verrückt. Aber halt keine klassischen Hitzewallungen und Mens ist noch ab und zu vorhanden. Bevor das nicht auch zutrifft wird es keinen Hormonstatus bestimmen. BB ist okay aber hat ja eher weniger Aussagekraft was das hormonelle Geschehen betrifft. Und Hormonersatztherapie hat Vor aber eben auch Nachteile. Hab mir jetzt, nach viel Nachlesen, ein pflanzliches Kombi Präparat bestellt. Mal schauen ob es was hilft…
Dir aber erst einmal Danke für Deine ausführliche Antwort! Und von Herzen wünsche ich Dir ganz, ganz viel Kraft! Aus eigener leidvoller Erfahrung weiß ich wie es ist wenn man einen geliebten Menschen verliert. Es gibt ja die verschiedensten gut gemeinten Ratschläge und Sprüche zu dem Thema. Nach 6 Jahren kann ich, rückblickend, 2 Dinge sagen: Im Schmerz ist man alleine… Leider Und: die Zeit heilt nicht alle Wunden! Aber sie rückt definitiv das Unheilbare aus dem Mittelpunkt! Ganz bestimmt. Dafür gibt es kein Zeitfenster, wie manche Menschen gerne behaupten, dass ist individuell. Aber es gibt kleine Lichtblicke an denen man sich festhalten kann…
Liebe Grüße
Christina
Danke dir für das Aufschreiben deiner Überlegungen.
Danke auch für deine netten Worte zur Trauer. Ich habe mich bezüglich meiner Trauerarbeit und meiner Gefühlswelt diesbezüglich, ziemlich zurückgezogen.
Ich habe es nicht mehr ausgehalten, zu hören " es wird schon" oder gar "andere haben das auch durchgemacht". Nachdem es mir so schwer fällt zu beschreiben, dass alleine sein und sich einsam fühlen zwei unterschiedliche Dinge sind, spreche ich auch darüber kaum mehr.
Manchmal fühle ich mich mitten in der Großstadt lebend, einsam in der Menge...... aber das ist eine ganz andere Geschichte.
LG Crazy
Liebe crazy,
Einsamkeitsgefühle sind hoch individuell und die vermeintlichen Gründe Aussenstehenden schwer vermittelbar. Mit dem Thema mag sich auch niemand auseinandersetzen. Wir sind soziale Wesen, einsam zu sein bedeutete in alten Zeiten den existentiellen Untergang. Damit will sich niemand identifizieren.
Die "gutgemeinten" Ratschläge, die ja eigentlich Schläge sind, entstammen einer gewissen Oberflächlichkeit und Hilflosigkeit. Ich hasse sie auch wie die Pest und bin lieber still, als sie zu ertragen. Oder gar den Andere zu überzeugen, wie real und schwer diese Gefühle auszuhalten sind.
Das Gefühl einsam und verlassen worden zu sein begleitet mich seit meiner frühsten Kindheit. In Krisensituationen ploppt es jederzeit auf, wie ein Korken in der Badewanne. Es dauert heute noch eine Weile, bis ich dies Problem erkenne. Als gut getarntes Urgefühl versteckt sich hinter Panikreaktionen, Übersprungshandlungen, unverhältnismässigen Trauergefühlen und so weiter.
Ich arbeite zäh daran und es wird besser. Ich glaube aber, es wird bei mir erst aufhören, wenn es mir gelingt, damit in die Versöhnung zu gehen.
Herzliche Grüsse, Birgitta
@crazy2610 Hi! In der Tat kenne ich das Gefühl inmitten von Menschen, auch vertrauten Menschen, Einsamkeit zu fühlen. Allein lebe ich seit 7 Jahren. Einsam lebe ich, in Phasen, schon immer. Den Unterschied kann man Niemandem vermitteln der das nicht kennt ist meine Erfahrung. Allein zu sein schätze ich sogar sehr oft, einsam zu sein… Nun ja. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, kam mit jedem Schluck den ich, getrunken habe, die Einsamkeit an die Oberfläche. Egal wie gut es mir vorher ging. Noch ein Grund durchzuhalten und nie wieder einen Tropfen anzurühren…
@pulpo43 Japp, der Alkohol macht es nicht besser. Einsame verkaterte Morgen sind einfach nur gruselig! Schönen Sonntag 🌺
Meine Wahrnehmung - Alkohol nimmt mir diese zarte Chance doch auf Menschen zuzugehen. Die Einsamkeit wird in der Benebelung durch Alkohol für mich dadurch gefördert, als das ich kaum mehr vernünftigen Tätigkeiten nachgehen kann.
Es ist nicht die Scham, dass man trinkt, es ist das trinken selbst.
@birgitta Guten Morgen ☀️ Ja so empfand ich das auch! Keine Energie nur Scham, Enttäuschung über mich selbst und das Gefühl von Hilflosigkeit. Da ist es heute doch viel schöner! Die Sonne scheint mal, es riecht nach frischer klarer Luft und man fühlt sich einfach nur befreit. Dir auch einen schönen Sonntag!🙃
@crazy2610 Guten Morgen. Stimmt, ab dem ersten Schluck konnte ich den restlichen Tag oder Abend, abschreiben. Bei mir war es eher umgekehrt. Habe angefangen zu telefonieren, E-Mails zu schreiben, also irgendwie versucht Kontakt zu Menschen aufzunehmen. Wie das teilweise ausging… Naja. Wahrscheinlich wollte ich die Einsamkeit dann loswerden. Hat nicht geklappt. Manch Einer wird sich seinen Teil gedacht haben.
So oder so, Alkohol nimmt nur und gibt nichts Positives zurück! Auch wenn es, erst mal, nicht danach aussieht. Es ist wie wenn man eine Niete zieht und es als Höchstgewinn verkauft bekommt.
LG
@pulpo43 .... .
Naja. Wahrscheinlich wollte ich die Einsamkeit dann loswerden. Hat nicht geklappt. Manch Einer wird sich seinen Teil gedacht haben.
.... und am nächsten Morgen mit dicken Kopf grübeln, ob man sich daneben benommen hat... übergriffig war, aufgefallen ist, als unangenehm empfunden wurde.
Und die trüben Gedanken, weil man wegen mangelndem Selbstwert jede unstimmige Kleinigkeit auf sich bezogen hat.
Ich bin sooooo froh, dass das vorbei ist. Aber es tut gut sich ab und an daran zu erinnern 🤩
@birgitta Das beschreibt es zu 100 Prozent… Mir tut es, gerade jetzt am Anfang wieder, sehr gut mir das immer vor Augen zu halten. Damit ich nie wieder dahin zurückkehre wo ich noch, Anfang der Woche, war. Und mich immer erinnere wie schön die 1 1/2 Jahre mit klarem Kopf, und waren die Zukunft, sein wird.




