Du bist nicht angemeldet als Gast hier –
und kannst deshalb nur einen kleinen Teil des Forums sehen.
Hier kannst Du Dich kostenlos und anonym anmelden!
Seid 7 Monaten nüchtern..und jeden Tag davon genossen und so ein Stolz!Heute aus dem Urlaub von Frankreich zurück gekommen...wahnsinns Trip zu einer Hochzeit einer Freundin mit gemietetem VW Bulli!!Mega Trip!!ich blieb sober auf der Hochzeit....naja..ein Glas Sekt aus Anstand...hat mich nicht interessiert, aber ich habe es bewusst getrunken und war froh das es nur das eine Glas war.....heute....4 Tage nach der Hochzeit, den Bulli weggebracht....habe ich mir bewusst eine Flasche Sekt und Taback geholt....der Sekt ist fast leer..ich bin sauer auf mich aber will auch mehr...habe zuvor noch im Forum gelesen...und Gaba genommen aber ich wollte es auch..also wirklich...und nu??Er schmeckt 😥...wie geht es weiter???
Wie geht es Dir denn heute?
Ich habe das "Spiel" mit Aufhören die letzten 5 Jahre ziemlich erfolglos durchexerziert. Bis zu 4 Wochen war ich sauber, dann regelmäßig der Rückfall. Also wären das im Grunde nur immer Trinkpause.
Und auch bei mir war es eine bestimmte Gelegenheit, gepaart mit Unachtsamkeit und Schönfärberei, welche mir nach über 6 Jahren Nüchternheit einen Rückfall bescherten...
Mir hat es aktuell (bin seit 4 Wochen wieder abstinent) geholfen, einen Termin in einer Suchtberatungsstelle zu vereinbaren. Das hat mir das Ausmaß meines Problems nochmal selbst bewusst gemacht und ich wollte mir auch nicht die Blöße geben, (schon wieder) nur über mein Versagen zu berichten. Ich bin dort noch immer angebunden und plane auch eine berufsbegleitende, ambulante Therapie.
Bitte nicht falsch verstehen, die NEMs sind gut und scheinen auch mich tatsächlich zu unterstützen. Aber Sucht ist sehr komplex und hartnäckig. Obwohl ich sehr therapieerfahren bin, erfahreich immer wieder Neues bzw. werden mir Dinge, die ich eigentlich schon "weiß" neu und deutlich vor Augen geführt. Ich habe überdies das Gefühl, durch diese professionelle Anbindung meine Erkrankung - und damit auch mich selbst -so ernst zu nehmen, wie es schlicht auch angemessen ist. Wobei vielleicht schon der Austausch mit einer Vertrauensperson in diese Richtung gehen kann und die Selbstverpflichtung zur Nüchternheit unterstützt.
Jeder geht da seinen eigenen Weg incl. der Umwege, Rückfälle, etc., die da auf einen warten. Ich fühle mich mit den NEMs, der regelmäßigen Auseinandersetzung mit dem Thema hier im Forum und der Suchtberatung (als verbindlichen "Anker" gegenüber bzw. bei anderen Personen und einer Institution) relativ gut aufgestellt und bin ziemlich zuversichtlich, aktuell wenigstens einen nachhaltigen Versuch zu unternehmen.
Ich wünsche Dir sehr, Du schaffst es, den Trinkstopp hinzulegen! Überlege Dir genau, was Du dazu benötigst und wie es klappen kann! Du weißt sehr gut selbst: Es lohnt sich!
Sprichwort: Deine Zukunft wird durch das bestimmt, was du heute tust.
Also: Wenn du heute keinen Alkohol trinkst, fühlst du dich morgen gut.
Wenn du heute Alkohol trinkst, geht es dir morgen schlecht.
Keinen Alkohol trinken ist heute also auch für morgen sie beste Wahl!
Auch ich habe in der Vergangenheit geglaubt nach einer langen Zeit der Abstinenz nur ein Glas trinken zu können. An dem Tag ging das auch. Einen Tag später waren es dann 3, später 4, danach 5 und zum Schluss wieder viel mehr.
Flaschen verstecken, Flaschen entsorgen, sich schlecht fühlen, in unterschiedlichen Läden Alkohol kaufen und und und
HEUTE zählt! Auch für morgen!




