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Ich habe das in meinem Tread gerade geschrieben und kopiere das mal hier her:
Ich weiß nicht wieso, aber ich glaube, dass ich z.Z. in einem kritischen Stadium bin. Alles läuft gut, habe schön abgenommen und für mein Wunschgewicht fehlen nur noch 700 g, Gesundheit verbessert sich, Freiheit, klarer Kopf usw. Jede Menge positive Vorteile.
Nun kommt aber das große ABER ….Ich bin nicht überm Berg.
Ich denke seit einigen Tagen dauernd an Wein. Selbst wenn ich nen alkoholfreien Wein trinke, dann ist das nur ein schlechter Ersatz. Denn ich meine Wein mit Alkohol. Ich merke, dass diese Gedanken nicht nur kurz sind und wieder verschwinden, auch Ablenkung nützt nicht lange. Heute war ich den ganzen Tag unterwegs, nirgends war ein Trigger. Aber auf der Autobahn waren die Gedanken auch schon wieder da. Nach dem langen Tag schön auf der Terrasse sitzen und Wein trinken. Ich denke da auch nicht nur an 1 Glas sondern 3. Selbst wenn ich mir die ganzen tollen wunderbaren Vorteile, die das Nüchtern sein gebracht haben, vor Augen führe, sind die Gedanken stärker. Aktuell bin ich richtig unsicher und kann für nix garantieren. Wieso ist das den gerade so heftig? Jetzt bei dem Sommerwetter würde ich zu gerne am Rhein sitzen und Wein trinken. Oder wenn ich koche und mit Gewürzen experimentiere, dazu ein Glas Rotwein. Die Gedanken sich so heftig, das ich das fast so vor mir sehe. Ich nehme nach wie vor GABA und trotzdem ich das gerade fast täglich ein innerer Kampf. Gerade trinke ich stilles Wasser mit viel Pfeffer und Gewürzen drin.
Ich bin auch mega dankbar, dass ich keine schlimme Krankheit habe (ich meine ne richtig schlimme Krankheit) Für alle anderen Wehwehchen belese ich nicht und suche nach alternativen Heilmethoden statt Schulmedizin. Ich ruhe mich genug aus und tue mir viel Gutes. Aber trotzdem kann ich die Gedanken an Wein nicht abstellen. Ich weiß genau, wenn ich beim Einkaufen so drauf bin und evtl. ne Flasche kaufe, dann trinke ich die leer und blende alles Erreichte und Schöne aus.
Ist das in der Abstinenz nach ca. 2-3 Monaten normal? War das bei euch (wer schon länger trocken ist) auch mal phasenweise so? Gibt’s Tricks wie man seine Gedanken wieder auf Spur bekommt? Mir ist das ziemlich mulmig, ich kenne mich und diese ständigen Gedanken darf ich nicht verharmlosen. Ich will auf keinen Fall einen Rückfall. Aber ich komme von den Gedanken nicht richtig weg. 🤨🤯
Gerade ist schlimm, ich kopiere den Text mal und den Notfall Tread. Das ist Wahnsinn. Ich habe Tränen in den Augen, fühle mich überfordert.
Heute Abend fahre ich nicht mehr weg, gehe auch bald ins Bett. Dann ist der Tag geschafft und save, aber morgen ist ein neuer Tag. Ich nehme mal noch GABA.
Ich werde mich sicherheitshalber in nächster Zeit öfter melden. Wenigstens ein Feedback wie’s ist.
Damit habe ich nicht gerechnet. klar habe mich gedanklich vorbereitet auf alle möglichen Situationen, habe Pfefferkörner und Traubenzucker. Aber das hilft nix.
Diese verflixten Gedanken sind nicht so ohne und vor allem kommen die immer öfter und intensiver.
Jetzt gehe ich ins Bett und nehme GABA. Vielleicht sieht’s morgen wieder ganz anders aus. Aber mir geht’s ja gut, bin glücklich und fit. Aber plötzlich in allen möglichen Situationen sind diese Gedanken da und machen mich noch ganz kirre.
Guten Morgen, liebe Schukat! Hast Du die Nacht gut überstanden? Ist die Weinhexe vertrieben?
Guten Morgen liebe Schukat, wie geht's dir heute Morgen? Nüchtern und mit klarem Kopf? Ich trinke in diesen Phasen literweise klares kühles Wasser. Was hast du davon, wenn du diese 3 Gläser Wein trinkst? 20 Minuten von dieser weichen Scheinwelt. Höchstens! Denn dann schwenkt das Ganze um. Das Gefühl versagt zu haben setzt ein. Der widerlich schale Geschmack im Mund, den weg zu trinken, braucht immer mehr von dem Zeug. Falls du es schaffst, nach dem 3. Glas aufzuhören, bleibt dieses Gefühl, versagt zu haben. Du hast dich, deinen Körper und deine Seele verraten. Wieder Mal.
Ich sage mir dann, halte das jetzt aus! Doch! Du kannst das! Es. Geht. Vorbei. Es lohnt sich, aber so was von! Komm, bitte, lass uns weiter machen. Du hast so vieles schon gemeistert. Du bist auf dem Weg. Und ich auf meinem. Nüchtern! Mit all den tollen Getränken ohne Nebel im Kopf.
Hab einen wunderbaren Tag mit klaren Gedanken und kühlem Verstand!
Ganz liebe Grüße G.
@schukat Hallo Schukat, ich kann leider nicht mitreden, ich fühle aber mit Dir und verstehe Deine Verwirrung. Einerseits ist alles super, andererseits der Wunsch nach Wein. Ich meine, da hätten einige hier ein Thema mit gehabt. Wenn es zu normal wird. Wenn man sich zu gut fühlt. Wenn man sich zu sicher fühlt. Dann könnte man doch mal wieder was trinken… NEIN!!!!
Hörst Du die üblichen Podcasts? Mir haben sie geholfen und helfen immer noch, den Abstand zu Alkohol immer mehr zu vergrößern.
Vielleicht mal alkoholfreien Wein weglassen. Moglicherweise triggert er dich unbewusst?
Ich wünsche Dir, dass diese Phase bei Dir schnell vorüber ist!!
Guten Morgen liebe @schukat!
Ich hoffe du hast den Abend gestern geschafft? Wenn du mal bei mir nachlesen willst - ich hatte mal einen Vorfall, nach etwas mehr als 3 Monaten... Ich kann dir nur empfehlen - wenn die Gedanken an die Wein sehr stark werden - denk es zu Ende. Denk daran, wie du dich nach der Flasche fühlst, wie unruhig dein Schlaf sein wird, wie es am Morgen beim aufwachen sein wird. Wie es ist mit einem Kater aufzuwachen und einer Mischung aus Schuldgefühlen , Selbstvorwürfen und als kleines extra noch einem grauenhaften Geschmack im Mund... 🤢
Ich hatte bzw habe seit meinem Vorfall kaum mehr diese Gedanken, aber wenn sie kamen hat mir das sehr geholfen. Das ist eine Variante, du kannst ja auch einige Methoden kombinieren - better safe than sorry...
Wenn das mit dem zu Ende denken für dich nix ist, dann könntest du es mit dem Gedanken versuchen 'ich warte jetzt noch 2 Stunden' (oder wie lang auch immer, hauptsache warten)... Und dich dann in der Zwischenzeit ablenken mit irgendeiner Aktivität - am Besten mit irgendwas wo du deinen Körper miteinbeziehst. Muss jetzt nicht zwingend Sport sein, einfach irgendwas wo die Hände beschäftigt sind... Wenn die 'Wartezeit' um ist und die Gedanken noch da ist, bzw wieder kommen - nochmal warten. Und nochmal und nochmal, weil eines ist sicher - irgendwann ist der Tag um und du hast es geschafft... 🙏
Vielleicht ist da ja was für dich dabei... Ich wünsch dir alles gute und viel Kraft weiterhin!! 💪🌼🍀
Die Nacht ist gut überstanden. Heute schaue ich, dass ich nicht einkaufen gehe.
Aber das mit dem „Zu Ende denken“ ist ne gute Idee. Das erscheint mir logisch und abschreckend zugleich. Das mache ich auf jeden Fall sobald diese Gedanken wieder kommen. Das ist ein guter und einleuchtender Trick. Die Gedanken kommen ja von selbst. Aber dann zu Ende denken ist sicher die richtige Strategie. Vielen Dank für diesen tollen Tipp. Versuche ich.
Danke allen und ich melde mich sofort wenn’s wieder los geht.
Der Witz ist ja, mir geht’s gut, gute Waagschale zwischen Arbeit und Entspannung, kein Stress. Bin glücklich und zufrieden. Ich bin ein vernünftiger Mensch und kann mit diesen Gedanken nicht gut umgehen. Aber wenn sie wieder kommen, dann denke ich zu Ende.
@schukat Liebe Schukat, ich hatte gestern ein ähnliches Gefühl (habe im Job mal wieder nicht gut aufgepasst und die Nacht vorher schlecht geschlafen). Im Ergebnis war ich unfassbar kaputt und hatte das Bedürfnis dieses GEFÜHL DER KRASSEN ERSCHÖPFUNG einfach wegzutrinken. Es wäre so schön einfach gewesen für mich….Ich bin dem nicht nachgegangen, sondern bin ins Bett gegangen, ein Ort an dem ich nie Alkohol getrunken habe. Ich habe ein Kaltgetränk mitgenommen, meine Atmung beobachtet, den Geräuschen zugehört. Habe gelegen, mich versucht mich zu entspannen. Ca. 30 Minuten später war ich gedanklich nicht mehr beim Alk.
Wie geht es dir, wenn du solche Gedanken hast? gibt es darunter ggf. ein Gefühl, was du nicht haben möchtest, was unangenehm ist?
Ich habe bei mir festgestellt, dass es so ist. Es ist nicht einfach so klar und ohne Betäubung mit den Gefühlen konfrontiert zu sein, ihnen fast „ausgeliefert“ zu sein - ich kann es nicht anders beschreiben…sie sind da, ich kann und möchte sie nicht betäuben. Es sind gar keine schlimmen Gefühle - Erschöpfung reicht da schon aus…will ich nicht haben, also n Wein drauf gießen…aber NEIN - das ist keine Alternative mehr (zwar erst ein halbes Jahr, aber immerhin…)
Ich hoffe du hast den Abend überstanden und ärgerst dich heute nicht darüber, dass du deinem dich begleitenden Weinzombie nachgegeben hast?
Mir hilft der Austausch in einer Online Gruppe (aus ganz Deutschland). Das hält die Auseinandersetzung mit dem Thema hoch und ich bin einmal in der Woche real mit Menschen für 2 Stunden zusammen. Ich kann mich austauschen und hören wie es anderen mit diesem Thema geht. Schön finde ich auch, dass es für mich sichtbare und so nette Menschen sind, von denen ich nie im Leben gedacht hätte, dass das Thema Alkohol eine Rolle in ihrem Leben gespielt hat.
Du bist auf einem so guten Weg- dazu gehört wohl auch, mit solchen unverhofften Gefühlen und Gedanken konfrontiert zu werden und sie auszuhalten. Eine echte Challenge wie ich finde.
Ich hoffe du bist sober geblieben.
Liebe Grüße aus dem Norden.
@schukat Guten Morgen, ich gebe hier normalerweise niemanden Ratschläge, aber hier eine Empfehlung an dich: Solange du alkoholfreie Getränke , bewusst oder unbewusst, als Alkoholersatz ansiehst und benutzt, wird dich das immer unnötig triggern. Ich würde das zum jetzigen Zeitpunkt einfach lassen. Ansonsten finde ich deine Entwicklung wirklich bemerkenswert, mir fällt aber auch auf, dass du die ganze Angelegenheit im Turbotempo hinter dir lassen willst, was natürlich verständlich ist, aber nicht funktioniert. Das ist eher eine Entwicklung bzw. ein Prozess, das dauert und erfordert Geduld, das war für mich am Anfang auch schwer zu akzeptieren. In ein paar Monaten sieht die Welt schon ganz anders aus. Liebe Grüße Thorsten
@schukat Guten Morgen, ich habe auch noch solche Tage, solche Stunden, da bist Du nicht alleine. Und dann mache ich es genauso wie soberella geschrieben hat, ich stelle mir den nächsten Morgen vor, der matschige Kopf, den Saufdruck, den man dann am nächsten Abend wieder hat, der ganze Kampf. Die rote Birne, die ich nach dem ersten Schluck kriege, das Schwitzen in der Nacht....Und dabei hilft mir, nichts im Haus zu haben und mir ein alkoholfreies Getränk zu holen. Alles Gute!




