Du bist nicht angemeldet als Gast hier –
und kannst deshalb nur einen kleinen Teil des Forums sehen.
Hier kannst Du Dich kostenlos und anonym anmelden!
Hallo,
da bin ich wieder. Wochenlang mit geschientem Daumen so gar nichts mehr auf die Reihe bekommen.
Darauf hat Goliath also gewartet!
Der immer gleiche Trott im Shutdown. Einsamkeit nicht mehr geniessen wollen. Alles was man anfässt fällt runter. Paralell dann noch mächtige Probleme bei meinem Hausverkauf und nichts neues in Sicht. Der Job kombiniert auch nicht mit den Coronafolgen
-Einfach mal die nächstgelegene Depression greifen und der Flasche Wein erklären, dass es besser mit ihr ist.
Zum Glück hat die trockene Zeit seit Oktober den Trainungszustand so verändert, dass Kater unerträglich wurden.
Trotzdem habe ich gut 10 Tage gebraucht um zu hinterfragen was ich da eigentlich mache.
Also schnell die NEM Bar wieder aufgebaut und die Puder und Pillen wieder ins Tagesprogramm genommen. Seit gut einer Woche klappt es wieder ohne. Dieses Mal ohne die unendlichen Müdigkeit.
Den Respekt vor Goliath habe ich noch einmal vergrößert. Ich hatte die ganze Zeit vorher das Gefühlt, dass es nicht so einfach sein kann. Mit jedem trockenen Tag wuchs nicht nur die Gewohnheit an das Leben "ohne", sondern auch die Gleichgültigkeit dem Thema gegenüber. Es brauchte nur die richtige Mischung aus Sorgen und Langeweile.
Verflixt!
Liebe Grüße
Dirk
@maeuso Danke für Deine netten Worte.
Viel Bewegen lenkt ja auch ab und wie mit allem ist es wichtig die richtige Dosis für sich zu finden und einzuhalten.
Das mit dem Wohnen ging vor 30 Jahren irgendwie einfacher. Da gab es Auswahl, heute nur Abfall.
Ich schätze Goliath hofft ein Reihenhaus in einer Siedlung im Nirgendwo. Da hätte er leichtes Spiel mit mir. Den Gefallen werde ich ihm nicht tun!
Irre ist wirklich, dass der Rückfall in dem Moment passierte, an dem ich geschworen hätte, dass ich soweit durch bin und trocken mit klarem Kopf echt cool ist.
Ich brauche wohl noch eine Strategie die mich auch dann wenn es Gewohnheit ist, verhindert dass der Bursche wieder zuschlägt.
Ideen, willkommen!
Bis dahin beste Grüße vom Deich
Dirk
@deichkind Das mit dem Reihenhaus: Bloss nicht.
Ich bin wider besseren Wissens, der Liebe wegen, mal in eins eingezogen.
Was soll ich dir sagen - das Grauen hat einen Namen, und Endy hat gejubelt, Abend für Abend...
Selbst jetzt, 5 Jahre danach, bin ich noch versucht zu sagen: Es ging gar nicht anders als mit Alkohol. Was ja aber nicht stimmt, wie wir wissen.
Eine Strategie habe ich nicht. Außer, daß ich erstmal drei Jahre durchhalten will. Doppelt so lange, wie die längste Aufhörphase (18 Monate).
Als ich mit dem Rauchen aufgehört habe, hat es drei Jahre gedauert, bis ich wirklich durch war damit. Ist beim Alkohol vielleicht auch so? Hoffe ich drauf.
Oder so wie mein Physiklehrer? Er war starker Raucher. Er hat mit 40 aufgehört mit dem Vorsatz, erst wieder anzufangen, wenn er 75 ist. Dann sei es eh egal. Er ist 73 - bin gespannt... Jedenfalls ist das eine gute Idee, finde ich: Ich könnte mit 75 wieder mit Alkohol anfangen. So lang ist das nicht mehr hin, ich gehe davon aus, dass die nächsten Jahre so schnell vergehen wie die letzten. Ratzfatz bin ich so weit.
Übrigens wäre eine meiner ersten Verkostungen dann ebenfalls ein Primitivo. Aber tststs, weg damit aus dem Kopf, Endy, ick hör dir trapsen...
Ich stehe fest wie die Burgen Katz & Maus im Rhein.
Und o, wie bin ich auf der Hut...
Aber für Strategien, wie du sie brauchst, wäre auch ich dankbar. Da können doch alte Hasen wie @gaby_guzek bestimmt was zu sagen...?




