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Warum schreibt mir niemand, ich schaff es nicht auf Wein zu verzichten
@soberrebel meinst du die Antwort von Josefine
oder willst es halt nicht verstehen und akzeptieren.
Hallo,
ich weiß, Alkoholsucht ist kein Streichelzoo.
Trotzdem:
Einen Arzt aufzusuchen ist sicherlich nicht verkehrt. Das sich daraus die dringende Empfehlung eines klinischen Entzugs ableitet, können wir nicht beurteilen. Vielleicht hat @niki, im Verhältnis zu ihrer derzeitigen Suchtentfaltung, schon viel mehr verstehen können als die meisten von uns in vergleichbarer Lage – wer weiß. Oder hat es hier etwas irgendjemand sofort verstehen wollen, nachdem er das erst mal einen über den Durst getrunken hat?
Gruß Matthias
Hallo,
sofern Du gewillt bist, es preiszugeben, würde mich interessieren, worum es bei Deiner zweijährigen Therapie ging.
Stand in der Therapie die Alkoholproblematik überhaupt im Vordergrund?
Gruß Matthias
Ach, verstanden hab ich das wohl- und mich auch nicht gut gefühlt damit. Da ging's mir wie wohl vielen hier. Jahrelang wußte ich, dass ich zu viel Wein trinke. Aufgefallen ist das ja fast niemandem. Ich hatte meinen Pegel und mich nicht bei irgendwelchen Treffen betrunken.
Ich urteile hier auch nicht- das ist mir wichtig! Ich kann nur von mir sprechen. Und von meinen unzähligen Versuchen, weniger zu trinken oder aufzuhören..........die halt immer zum scheitern verurteilt waren. Ich hab auch lange lange geglaubt, dass ich das so reduzieren kann. Klappt halt leider nicht. Auch mir war es unvorstellbar, so gar keinen Wein mehr zu trinken. Und jetzt geht's mir so gut damit! Klar, frei, selbstbestimmt...
Um meinen Entschluss zu fassen, hat es klarer Worte anderer bedurft. Und meiner Bereitschaft, mich zu outen. Und viel eigenem Mut. Es war mir unsagbar peinlich, meinem Hausarzt zu sagen, dass ich zu viel trinke und das ändern will. Mich an die Suchtberatung zu wenden. Und mich letztlich zu entschließen, für zehn Tage in die Klinik zu gehen. Es hat sich alles gelohnt. Es sind jetzt fünf Monate ohne Alkohol, und ich fühle mich so viel freier!
Ich wollte Mut machen- und dazu bedarf es halt nach meiner Erfahrung auch manchmal klarer Worte. Entscheidungen trifft jede/r für sich selbst.
Klare Worte sind das A und O. Wir alle kennen den Selbstbetrug, den man perfektioniert, wenn man trinkt. Der Suchtteufel verhandelt. Trosinette: So lieb Deine Worte sind - sie sind in diesem Moment aus meiner Sicht fehl am Platze. @niki braucht die klare Ansage: So lange Du den Schritt nicht tust, akzeptierst, dass Du Alkoholikerin bist und nie wieder was trinken wirst, eiert sie rum. Ihre Frage "ich schaff das nicht" hat eine einfach Antwort. Nämlich genau diese.
Niki: Hör auf, Dich selbst zu belügen und stelle Dich den Tatsachen. Hole Dir die zusätzliche Hilfe, die Dir hier schon mehrfach vorgeschlagen wurde.
Eine schöne Woche allen!
@trosinette nein, ich hatte eine schwere Depression, auch mit 4 Mon Tagklinik, und dafür müssen vom Psychiater die Medikamente verschrieben werden, dann kam nach nach auch Alkohol, sexueller Missbrauch in der Kindheit und vom Trainer als Jugendliche.
Zuletzt war der Alkohol Thema
Oha, danke für Deine Offenheit. Alkohol ist also offenbar „nur“ eine der Baustellen.
Da stehe ich nun da und frage mich, ob es mir zusteht, mit meinen relativen Pipifax-Problemen gute Ratschläge zu erteilen.
Entschuldige bitte meine Neugierde:
War Dein Trinkverhalten noch in Ordnung, als Dich die schwere Depression ereilte (nach 1 - 2 Glas aufhören). Bei mir sind erst durch den Alkohol leicht depressive Allüren aufgekommen, die sich ohne den Alkohol aber schnell wieder verflüchtigt haben.
Gruß Matthias
@trosinette danke dass du nachfrägst, mit der Depri habe ich mich öfter betrunken.
Das klingt alles so einfach. Ich habe eine Klinik aufgesucht, Alkoholentzug gemacht. Leider muss ich auch von Benzoes runter, das ist eine ganz andere Hausnummer. Aber nur wenn ich kämpfe habe ich eine Chance. Ergreife die deine. Mit professioneller Hilfe.
Ich habe die schrecklichste Nacht in meinem Leben hinter mir. Auch in der Klinik ist man auf sich gestellt. Ich weiss nicht ob ich je gesund werde aber ich stelle mich den Höllenqualen. Essen geht kaum, Kondition kaputt, Schlaflosigkeit, Muskelkrämpfe, das schlimmste ist mein Verstand
ist derzeit völlig weg. Kognition, Lang und Kurzzeitgedächtnis. Angst vor Demenz. Aber ich will das angehen weil ich am Leben hänge. Werde Hilfe von meinem Partner brauchen und weiss nicht ob ich es packe! Aber nur wer kämpft kann gewinnen. Ich bin selbst verzweifelt und suche Aufmunterung und Trost auch hier im Forum. Schreib Dir alles von der Seele. Tue ich auch .
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