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genauso war das
wieso kann ich 4 Wochen, 15 Wochen ebenso nicht einmal an Alkohol denken und bin ich nicht mehr unter Kuratel , fange ich sofort wieder an zu saufen.
Ich habe jetzt noch Nachsorge.
Eine Freundin hat gefragt : „Warum tust Du Dir das noch mal an „
Hat sie recht?
@gaby_guzek absolut bei Dir!!! Es sind die Therapieeinrichtungen die versagen, ansonsten würde so etwas nicht passieren dürfen!!!
Lieber Blitzer, nein, nicht Du bist der Looser, sondern Deine Therapieeinrichtung. Darf ich fragen wo Du warst? Bin auch erst seit wenigen Wochen, nach Therapieabbruch wieder zuhause. Die Therapie hat nicht das gehalten, was sie zuvor versprochen hat. Hab sogar bewusst einen Rückfall während der Therapie, der nicht hätte sein müssen, provoziert, damit man mich rausschmeißen würde. Hat nicht funktioniert, ganz im Gegenteil!!!Bin letztendlich, hatte auch 15 Wochen von der RV geschenkt bekommen, mit Absprache der RV nach 9 Wochen selbst gegangen, also abgebrochen, obwohl ich die 15 Wochen erstmal als wirkliches Geschenk gesehen habe. Welches Interesse sollte eine RV an mir noch haben, die ich seit 9 Jahren Erwerbsunfähig bin.
7 St. die Woche war das Therapieangebot, angeblich Corona geschuldet....in der Entgiftung hatte ich es zuvor allerdings anders erleben dürfen.
Es ist nicht Deine Verantwortung, wenn Du sofort zuhause wieder anfängst zu Trinken, dann war letztendlich meiner Meinung nach die Therapie die Falsche.
Wünsche Dir Alles Gute hier im Forum, es geht auch ohne Therapie.....
Liebe Grüße
Antje
Hast du denn eine Nachbetreuung für zuhause? Zuhause plötzlich ganz alleine mit der Situation zu sein ist sicher nicht hilfreich und nach 15 Wochen ist man auch schon ein Stück weit hospitalisiert, also den Alltag nicht mehr gewöhnt. Ich würde da auch am Konzept zweifeln. Wärst du nicht motiviert, wärst du nicht bereit, einen so langen Therapieaufenthalt durchzuziehen, sondern würdest abbrechen und statt zur Therapie zum Wirtshaus gehen. Salopp formuliert.
Ich würde also schauen, was es zuhause braucht : NEM, Bücher, selbsthilfegruppe, ambulante Therapie, Freizeitangebote (was dir gut tut), Umgestaltung der Wohnung, damit es nicht ist wie früher.
Halte uns bitte am laufenden wie es dir geht !
Alles Gute
Nina
Ich war vor 30 Jahren 4 mal für jeweils 3-4 Monate in solchen Kliniken, 2 davon richtig teuer und sicher auch namhaft mit hoher Erfolgsquote. Es wurde da lange in meiner Psyche herumgesucht, ob es da eine Pathologie für mein Trinkverhalten gibt, die das unterhält...
Spass am Saufen alleine zählte nicht.
Gegen Ende der Therapie habe ich dann immer schon die Tage gezählt bis das Martyrium zu Ende war, und mich schon auf den Heimweg im Zug auf den Speisewagen gefreut und auf den Besuch im Biergarten, an dem die Bahnstrecke vorbei führte und den ich immer schon mal näher kennenlernen wollte.
Das mit den Selbsthilfegruppen war von der Klinik vor Entlassung schon eingestielt worden, erste Kontakte bereits geknüpft- die Kneipenbesuche nach den Meetings habe ich selbst organisiert und auch die Örtlichkeiten der Kneipen waren so gewählt, daß man von den AA-Kumpels nicht beim Saufen erwischt werden konnte, und daß die Sauf-Kumpels nichts von den AA-Kontakten wussten.
Ich wollte damals an meiner Trinkerei einfach noch nichts ändern, weil ich das Klasse fand, so wie es war. Es waren ja immer nur andere, die das gestört hat - ich selbst kam ja klar - eigentlich bis zuletzt.
Bei mir waren es sicher nicht die Therapeuten, die versagt haben. Mir war die Sinnhaftigkeit von Abstinenz oder auch nur Mäßigung einfach nicht zu vermitteln, weil ich nicht so schrecklich gelitten habe wenn ich trank.
Ich kam einfach zu gut klar - und ohne Leidensdruck musste ich auch nichts ändern. Erst der Leidensdruck meiner Frau hat dann etwas geändert.
@rumpelheinzchen Warum aber bist Du denn damals auf solche langen Therapien gefahren?
Mobbing und Burn out! Dinge die mit den 80 Wochenstunden - Diensten auf Intensivstation und Rettungshubschrauber zu tun hatten und zu 100 - 150 mg Valium täglich geführt hatten. Abgrenzungsprobleme, wenig Selbstwertgefühl.
Das hat erst aufgehört, als ich den Job gekündigt habe, aber so weit musste ich erst kommen ohne mich als Versager zu fühlen. Wir sind als Assistenzärzte damals schon arg verheizt worden.
Bad Herrenalb, Bad Brückenau, Bad Honnef, Bad Zwischenahn





