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Hallo zusammen.
Das ist mein erster Versuch mir Hilfe zu holen, also mein erstes Forum zu diesem Thema und das erste Buch zu diesem Thema. (auch direkt brav bestellt nachdem ich die Vorstellung dazu gelesen habe 😊)
Ich bin es einfach satt. Ich will nicht mehr trinken. Ich hasse es. Aber ich kann einfach nicht anders, ich habe das Gefühl, ich kontrolliere mich nicht mehr.
Ich trinke mittlerweile jeden zweiten Tag und das bis ich einfach einschlafe. Entweder zwei Flaschen Wein oder eine halbe Flasche gin. Das ist viel zu viel!
Entweder geister ich den Tag über rum und versuche normal zu wirken und nebenbei auszukatern, oder ich betrinke mich nach Feierabend direkt. Aber auf der Arbeit geht es mir so viel besser, wenn ich mal nicht verklatscht bin. Ich frage mich jedes Mal, wieso es nicht Motivation genug ist, um heute einfach mal NICHT zu trinken. Aber dann, Feierabend, ich kaufe sogar schon Wein ein, für später, obwohl ich vor paar Stunden mir gesagt habe, dass ich heute mal nicht trinken will. Es passiert wie aus Geisterhand. Dann zuhause, vor dem Essen, vor dem Kochen, bevor ich ÜBERHAUPT irgendwas anfasse, wird die Flasche Wein geöffnet. Dann erst sich hingesetzt. Eine Zigarette angemacht. Noch ein glas. Noch eine Zigarette. Noch ein Glas. Zack. Angedudelt. Keine Lust mehr auf alles. Ich sitze nur noch in der Küche, greife von Glas zu Zigarette und umgekehrt und lungere am Handy.
Und das so lange, bis ich so müde bin, bis ich einschlafen kann, ohne nachzudenken.
Nächster Tag. Ich hasse mich. Ich hasse mich so sehr für dieses Trinken. Ich bin sauer, enttäuscht, wütend, gehässig, still, müde. Einfach nur noch müde. Müde. Müde...
Ich kann mich selbst nicht mehr im Spiegel angucken. Ich kann nicht mehr mit anderen reden, weil es mir schwer fällt Sätze zu konstruieren. Ich habe seit paar Wochen zusätzlich Übelkeit bekommen, was für mich ein dicker Appell ist, dass es nicht gerade bergauf geht mit meiner Gesundheit. Deswegen habe ich mich ganz vorsichtig auf der Suche im Netz nach anonymen Alkoholiker gemacht. Aber ich bin mir so unsicher. Eine Sucht...kann man doch nicht durch ein forum oder ein Buch heilen. Dafür braucht man doch ganz Klischeehaft einen sitzkreis wo alle über ihr Alkoholproblem reden?? 😂
Aber ich möchte es versuchen.
Beziehungsweise möchte ich ENDLICH ANFANGEN ES ZU VERSUCHEN.
Und deswegen habe ich mir das Buch bestellt und werde euere Homepage studieren 😎
Liebe Grüße und schönen wochenstart allen (:
Ein ganz liebes, herzliches Willkommen hier bei uns und ebensolchen Dank für Deine ehrliche, berührende Vorstellung.
Deine Trinkgeschichte, Deinen Tagesablauf, den kenne ich nur zu gut. Morgens "nie wieder" - und nachmittags wie ferngesteuert auf Nachschubbeschaffung. Wie gesagt: Mein morgendliches Murmeltier ist blau :-). Nicht umsonst heißt das Vorwort zum Buch so, es ist meine eigene Geschichte. Du kannst hier schon mal reinschnuppern.
https://www.alkohol-ade.com/2018/10/22/alkohol-ade/
Mein Vorschlag wäre: Lies Dich erstmal in Ruhe ein. Du wirst durch das Buch verstehen, woher diese Fernsteuerung kommt, weil der Alkohol Deine Biochemie gekapert hat.
Mach Dir bitte also vor allem erst einmal keine Vorwürfe, steinige Dich nicht selber. Das steigert nur den Frust - der ja bekanntlich ein perfekter Trink-Grund ist.
Wie Du es beschreibst, verwette ich auch meinen Hut, dass Du nicht ordentlich schläfst (auch dazu mehr im Probekapitel unter dem obigen Link). All dies gilt es erstmal, wieder gerade zu rücken. Aber das geht - lies Dir die tollen Geschichten hier durch, gerade heute hat @fraggle79 so toll ihr heutiges Leben beschrieben. @fraggle79 - magst Du vielleicht eine Prise Motivation dazu geben?
Zerfetz Dich nicht, liebes neues Mitglied. Du bist nicht allein. Feiere Dich im Gegenteil dafür, dass Du den ersten Schritt getan hast. Du hast Dir Dein Problem eingestanden, suchst Hilfe. Du bist noch sehr jung - viele müssen noch Jahre, Jahrzehnte weitertrinken, bis sie zu dem Punkt gelangen.
Wir sind für Dich da, gemeinsam geht vieles besser.
Viele liebe Grüße
Gaby
Danke @gaby_guzek !
Für deine aufmunternde Nachricht und so schnelle Antwort. Ich fühle mich ein wenig an die Hand genommen durch deine Blog Einträge und dadurch, dass ich dir von mir erzählen konnte.
Es weiß niemand von meiner Fassade. Keiner außer mein Mitbewohner weiß, dass ich so viel trinke. Und mein Mitbewohner hält sich raus aus meinem Leben, wofür ich auch irgendwo dankbar bin. Er muss meine Probleme nicht zu seinen machen.
Ich versuche deinen Rat zu befolgen und demütige mich nicht allzu sehr selbst. Ich denke immer, ich muss mich so sehr hassen, bis ich aus Wut nicht mehr trinke. Aber es muss genau andersherum sein. Ich muss anfangen mich so sehr zu lieben, bis ich mir zu liebe aufhöre zu trinken. Und das Ungleichgewicht der Nährstoffe in meinem Körper ausgleichen. Ich wusste ja, dass das sehr viel kaputt macht in mir, aber dass diese Sucht auch Ursprung einer Dysbalance im Körper sein kann, hat mich ein wenig motiviert. Habs jahrelang auf meine psyche geschoben. "bin halt dumm und verkorkst, deswegen trinke ich".
Naja, ich höre mal auf zu quatschen. Da will nämlich ziemlich viel raus aus meinem Mund. Ich warte das Buch ab (:
Schönen Abend! ♥️
Ich muss anfangen mich so sehr zu lieben, bis ich mir zu liebe aufhöre zu trinken.
Genau! So und nicht anders. Ich wette, Du kriegst schneller die Kurve, als Du heute noch meinst. Eine aufschlussreiche Lektüre wünsche ich - gerne kannst Du auch zwischendrin Fragen hier los werden.
Liebe Grüße
@nutzername95 Hallo! Du hast einen ganz wichtigen Schritt für dich selbst gemacht und erkannt, dass du was ändern musst. Dich dafür hassen, was bisher passiert ist, darfst du auf keinen Fall. Ich empfehle dir auch, lies dir das Buch durch, dir werden da so einige Zusammenhänge klar werden.
Und wenn du Fragen an mich hast, ich bin jederzeit gerne ansprechbar.
Viel Erfolg und viele Grüße
Fraggle





