Du bist nicht angemeldet als Gast hier –
und kannst deshalb nur einen kleinen Teil des Forums sehen.
Hier kannst Du Dich kostenlos und anonym anmelden!
Nunja 6 Monte geschafft,
aber dass ich, wie beneidenswerter Weise einige von euch schreiben, alles super und toll finde und ich mich so auch fühle, kann ich nicht bestätigen
Klar stelle ich auch viele positive Veränderungen fest, wie zBsp wirklich wieder gut schlafen zu können, ohne Alk natürlich auch keine Probleme habe jederzeit für und mit dem Hund rauszugehen u.s.w, u.s.w.
Aber wie gesagt, das ich jetzt total happy bin, kann ich gar nicht bestätigen. Ich bin auch nicht depressiv, glaube eher realistisch, wenn’s z.Bsp. um meine neue Stellung im Freundes- und Bekanntenkreis geht.
und schreibt mir jetzt nicht, dann habe ich die falschen Freunde.
Ich denke ihr oder einige von euch spüren das doch auch, als Nichttrinkender bist du für viele suspekt/ merkwürdig oder einfach nur anders.
Vlt. bekommen ja einige auch einfach Angst den Spiegel vorgehalten zu bekommen.
Sich also nur noch mit anderen Nichttrinkenden zu treffen ist auch doof. Ich komme nämlich aus dem Sportlerumfeld, habe Handball Marathon und Triathlon gemacht, da wird auch gerne und mindestens teilweise auch schon mal viel getrunken.
Entsprechende wirklich guten Freunde habe ich also, die Nichttrinken auch nicht verteufeln.
Aber und das ist momentan mein Gefühl, dauerhaft nichts trinken macht auch irgendwie einsam.
Würde mich wirklich freuen zu hören, wie ihr mit ähnlichen Problemen umgeht.
Liebe Grüße
@forevergreen Hallo forevergreen, Da stimme ich Dir vollends zu. Jeder Mensch hat seinen Charakter, seine Wesenszüge. Manchmal sind da Parallelen zu erkennen, doch jeder ist ein Unikat! Deshalb ist die Welt so bunt. Mir fehlt der Alkohol nich, nicht zum zelebrieren einer guten Mahlzeit, nicht auf Konzerten, und nicht an Familienfesten! Trotzdem muss ich aufpassen, denn wenn ich ins Grübeln komme und ich mitkriege was da in unserer wirklich etwas gestörten Gesellschaft abgeht, stimmt mich das traurig! Insbesondere für unsere Jugend. Die Jugendpsychiatrien sind überfüllt, das Lehrpersonal überfordert. Die Drogenszene u.a an Bahnhöfen boomt. Influenzer und Influenzerinnen tummeln sich auf den Netzwerken. Zielgruppen: die Jugendlichen die auf Identitätssuche sind und mit 15/16 Jahren ist man in einer Phase wo man sich mehrheitlich an einer Gruppe orientiert. Der Alkohol spielt da ebenfalls eine zentrale Rolle. Einer meiner Söhne ist Sozialarbeiter und kann ein Lied davon singen. Er ist auch in der Prévention tätig. In unserem Kanton darf ab 10 Uhr in den Läden kein Alkohol mehr verkauft werden. Dieses Verbot hindert niemand am trinken! Ich bin jetzt etwas abgeschweift vom Thema. Doch diese Realität macht mich betroffen. Doch ich weiß auch, wenn ich in solchen Momenten trinken würde, würde sich rein gar nichts ändern, außer mir selbst zu schaden. L.G. Mina🍃🌻
@crazy2610 Eine beeindruckende Zahl. Ich glaube nicht das die Verantwortlichen, sprich Staat und Alkoholindustrie, Interesse haben daran etwas zu ändern. Der Staat ist der Dealer dieser konzessionierten harten Droge Alkohol, die Alkoholindustrie übernimmt das Marketing mit Verharmlosung und Relativierung. Auch auf der anderen Seite, sprich im Suchthilfesystem, werden Milliardenumsätze generiert. Für alle ein gutes Geschäft. Alkohol ist das eigentliche Opium fürs Volk, das kleine Glück der Masse, mit der Funktion der Ruhigstellung , ein bisschen Rausch ist ja erlaubt, aber dann schön weiter funktionieren.
Laut Bundesgesundheitsministerium hatten in Deutschland im Jahr 2021, 8 Millionen Menschen einen problematischen Umgang mit Alkohol, also knapp 10 Prozent. Ich halte die Zahl für viel zu niedrig angesetzt, gehe eher von 20-25 Prozent aus. Das heißt aber auch, dass etwa 75 Prozent keinen problematischen Umgang haben. Für diese Mehrheit ist Alkohol eben kein relevantes Thema ,und wird es in den meisten Fällen auch nicht werden. Ich merke es ja auch an mir selbst, seit ich nicht mehr trinke und kein Interesse an Alkohol mehr habe, geht mir dieses ständige problematisieren von Alkohol manchmal auf Nerven. Ich bin da einfach organisch und logisch rausgewachsen, habe die toxische Beziehung zum Alkohol beendet, genauso wie man eine toxische Beziehung zu einem Menschen beendet. Ich bin auf keinem Kreuzzug gegen Alkohol. Ich glaube auch nicht das sich an der Stellung von Alkohol grundsätzlich etwas ändern wird, ich sehe die Lösung nicht auf kollektiver Ebene, sondern nur auf individueller Ebene: Jeder ist für seinen Alkoholkonsum selbst verantwortlich und muss Verantwortung übernehmen.
@soberrebel Ja, Du hast sicher mit allem recht und klar muss es letztlich auf individueller Ebene passieren. Aber es gibt halt den Punkt ( Achtung, Friedrich Engels 😀 ) wo die Quantität der Einzelbetrachtungen in eine neue Qualität der kollektiven Sichtweise mündet, also so wie beim Rauchen, beim Fleisch essen etc., wo vielleicht mal nicht derjenige seltsam ist, der nichts trinkt, sondern der oder die, die was trinken. Aber natürlich kann man nicht einerseits den Alkohol stigmatisieren und andererseits über dieses Stigma klagen:)
Ähmmm, was wollte ich eigentlich sagen? 🙄 wahrscheinlich Danke
@soberrebel Volltreffer !
@soberrebel
Ich verstehe deine Position, habe aber die Hoffnung, dass es beim Alkohol ähnlich wie beim Tabak laufen könnte. Halt viel langsamer, weil mehr Konsumierende usw.
Mir ist es im Grunde vollkommen egal, ob Andere weitertrinken oder nicht. War ja jahrelange ein Teil davon.
Wobei ich mir im stillen Kämmerlein und nur als Diskussion mit Diskussionswilligen schon die Frage stelle, wer bestimmt den "unproblematischen" Umgang von Alkohol und worauf bemessen sich dessen Grenzwerte?
Natürlich ist jeder für seinen Alkoholkonsum selbst verantwortlich - aber das sind wir bei Zigaretten auch und trotzdem wurden die aus den Medien und der Werbung/dem Sponsoring gänzlich rausgenommen
Hallo,
Einen riskanten Konsum von Alkohol mit potenziellen schädlichen Folgen für die Gesundheit definiert die Weltgesundheitsorganisation ( WHO ), wenn Frauen täglich mehr als zwölf Gramm Alkohol – also etwa ein Glas Sekt – zu sich nehmen. Bei Männern sind es 24 Gramm – also mehr als ein halber Liter Bier.
Die WHO hat ihre Meinung vor über einem Jahr geändert. Alkoholkonsum wird generell als riskant eingestuft, egal in welcher Menge. Darüber wurde, mit etwas Verspätung vor zwei Tagen auch in den „19:00 Heute-Nachrichten“ berichtet.
Gruß Matthias
Ich wollte den Beitrag hier damit nicht zupflastern, habe es exakt am Schreibetag auch dann gefunden.
https://www.zeit.de/gesundheit/2024-08/alkoholkonsum-deutsche-gesellschaft-ernaehrung-empfehlung
Und Bernd hat es auch irgendwo bereits im Juli gepostet.
Bestärkt mich persönlich nur in meiner Einstellung





