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Hallo zusammen, möchte mich mal vorstellen.
Ich bin 60 Jahre alt, lebe seit 20 Jahren in NRW. Der Alkohol begleitet mich schon seit meiner Jugend, anfangs aus Spaß später auch als Seelentröster und Problemlöser.
Bevor ich nach NRW kam war ich der Meinung kein Problem mit Alkohol zu haben, hatte auch noch nie eine Entgiftung gehabt kannte das garnicht. In NRW angekommen ging es auch nicht lange [ 2 Jahre] habe ich mich das erste mal zur Entgiftung in eine Klinik bringen lassen. Dort bin ich dann ins Antabus Programm gegangen, habe das 18 Mon mitgemacht und war danach auch 2 Jahre trocken. Ja dann kam ein Rückfall \ Entgiftung nach und nach, hatte aber auch trockene Phasen. 2016 machte ich eine Langzeit, war danach auch knapp 2 Jahre abstinent. Um es kurz zu machen in den letzten 4,5 Jahren war 2,5 abstinent am Stück und in den vergangenen 2 Jahren hab ich immer wieder zum Alk gegriffen. Im letzten Jahr war ich 2mal zur Entgiftung.
Seit meiner Entlassung, vor kurzem, bin ich richtig motiviert was zu ändern. Habe mich einer Selbsthilfegruppe angeschlossen, engmaschige Termine beim Psychologen in der Klinik und geplant ist eine ambulante Therapie. Hoffe das klappt alles so.
Das wär's erstmal. Allen anderen hier wo noch am kämpfen sind wünsche ich viel Erfolg. Bleibt tapfer zählt auch für mich.
@christian mir geht es sehr gut, bin ein bisschen Antriebslos aber ok das wird schon. Lese gerade das Buch und habe mir mal Niacin bestellt. Mit GABA bin ich mir nicht sicher weil ich Antidepressiva nimm. Wie geht's Dir?
@buffalo Ich fühl mich körperlich und psychisch kräftig und habe genügend Energie um Dinge anzugehen, die während Suff Zeiten "verwahrlost" sind. Die NEMs haben dazu sicher einen guten Beitrag geleistet und tun es nach wie vor. Wenn auch bereits in deutlich geringerer Dosierung. Hochdosierte NEMs waren für mich eindeutig der richtige Weg. Der Rest sind "eh klar" Dinge: frische Luft, Bewegung, etc (in mein Tagebuch stehts genauer).
Ist die Antriebslosigkeit eher körperlich (z.B. aufgrund wenig Energie)? Oder eher psychisch (z.B. Richtung Motivation, Entscheidung)?
@christian ich denke das ist bei mir psychisch mit der Antriebslosigkeit. Werde mir auch noch ein paar NEMs bestellen. Freut mich das es Dir gut geht und das Du Struktur reingebracht hast, weiter so.
@buffalo Wenn's Dir nicht zu persönlich ist, erzähl doch mehr über die Zusammenhänge der Antriebslosigkeit, so wie Du sie siehst. Viele hier hatten (und haben) in der Zeit nach dem Alkohol mit einer Neuausrichtung des Lebens zu tun. Vielleicht kommt da der eine oder andere hilfreiche Impuls für Dich.
Bei mir lag es zu Beginn an der Fülle an Möglichkeiten. Ich wusste, dass jede Entscheidung FÜR ein Ziel unweigerlich eine Entscheidung GEGEN andere mögliche Ziele bedeutet. Weil alles gleichzeitig geht nicht. Das hat mich einige Wochen beschäftigt, dann habe ich mich für die Beziehung als höchste Priorität (fürs erste) entschieden.
@christian meine Antriebslosigkeit bezieht sich auf alltägliche Dinge, wie aufräumen , Geschirr spülen, Wäsche usw. einfach Kleinigkeiten. Ich raff mich dann aber auf und mache es , nicht grade mit Elan eher mühsam. Ich denke mal das dies alles mit meinen Depressionen zu tun hat, das ist zurzeit aber das einzigste Symptom. Durch die Antidepressiva bin recht gut eingestellt soweit. Mein Ziel ist die Abstinenz da will ich hin, was mir bis jetzt gut gelingt, habe auch keinen Zweifel daran daß es so bleibt.
Soweit erstmal.
@buffalo Verstehe. Wer kennt das nicht? Kleinigkeiten, die sich zäh und mühsam anfühlen.
Mir hilft in solchen Situationen meine Stimmung (wenn möglich) anzuheben. z. B.:
- Abstand nehmen und für mind. 1 Stunde an die frische Luft (am besten in der Natur) gehen.
- Irgendetwas tun, das ich normalerweise nicht tue um aus dem zähen Gewohnheitstrott auszusteigen. Da genügen oft ganz simple Dinge.
Viel Erfolg weiterhin beim Erreichen Deines Ziels. Und zunehmende Freude und Leichtigkeit auf dem Weg. 🌻
@buffalo alles was ich tue und die Art mit welcher Energie ich das tue hat für mich mit dem von mir gesetzten Sinn dahinter zu tun.
In der ersten Zeit der Abstinenz geht es um "Entgiftung". Entgiftung meines Körpers, meiner "Umgebung", meiner Gedanken und Einstellungen auf die ich in betäubten Zeiten nicht gut acht gegeben habe.
Die alltäglichen Aufräumarbeiten schaffen Ordnung und Klarheit im Aussen. Und das hat mit Innen eine positive Wechselwirkung. Das macht für mich sehr viel Sinn. Dann geht es mir besser.
Ich wünsche dir von Herzen dass du deinen Weg in die Freiheit von Betäubungen entschlossen weiter gehst. Ich hatte mich auch bewusst gegen die "Käseglocke" entschieden und freue mich sehr wie bewusst und klug du auf deine innere Stimme hörst 🌹 Herzlichst Angela
Danke für eure Vorschläge und die lieben Worte werde ich mir zu Herzen nehmen. Hatte gerade Gruppe und einen Arzt Termin ist alles in der gleichen Klinik. Wurde von beiden Seiten gefragt ob ich Gedanken an Alkohol habe oder hatte zwischendrin, ich habe mit einem großen Nein antworten können und klar kam dann auch warum. Ich habe das so beantwortet: das ich in mir drin nicht beim " ich MUSS" sondern " ich WILL" abstinent werden, finde das macht den Unterschied. Ab dem 26ten mach ich im SUL [ Stadions unabhängige Leistungen] Programm mit , das wird von der Krankenkasse übernommen, da kann man Ergotherapie oder Sport machen, habe letzteres gewählt das 3 mal in der Woche. Freu mich schon drauf, dass hebt das Selbstbewusstsein. Ach noch was, es kommt wahrscheinlich jemand neues ins Forum davon hatte ich auch erzählt. OK bis dann.🙋





