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Hallo,
bin erst seit kurzem hier. Habe das Buch gelesen und bin dadurch auf das Forum gekommen.
Zu meiner Person: ich bin verheiratete Mutter von 4 erwachsenen Kindern. Ich trinke regelmäßig seit ca. 30 Jahren Alkohol ( mit Ausnahme der Schwangerschaften) Im Durchschnitt trank ich jeden Tag eine Flasche Wein, mal mehr mal weniger. Seit einem Dreiviertel Jahr hat sich das geändert. Die Corona Pandemie hat mich sehr aus der Bahn geworfen, d.h. Ich hatte große Angst vor dieser Krankheit. Ich leide seit Jahren an Panikattacken, bei denen ich immer das Gefühl habe, keine Luft zu bekommen. Dann kam Corona, eine Krankheit, die genau diese Symptome verursacht…. Ich habe mich kaum noch getraut außer Haus zu gehen, geschweige mich mit Freunden zu treffen. Die Depressionen die ich auch schon seit Jahrzehnten habe und die Panikattacken wurden immer schlimmer. Letztes Jahr im Sommer hat mich dann mein Mann aufgrund einer schweren Attake in die Klinik gebracht. Körperlich wurde natürlich nix gefunden, außer das mein Blutdruck aufgrund der Panik zu hoch war.
seit diesem Tag habe ich angefangen meine Panik mit Alkohol zu bekämpfen. Wenn ich morgens um 5 Uhr aufwachte, und die Panik kam habe ich Wein oder Sekt getrunken. Die Panik hat dadurch nachgelassen, aber meine Energie auch…. Die Depression wurde immer schlimmer, das ich untertags fast nur noch im Bett liege und grüble….
Inzwischen bin ich seit Januar in Psychotherapie, momentan verschlechtert sich mein Zustand eher. GABA traue ich mich nicht zu nehmen da ich Fluoxetin und Betablocker täglich nehme.
Seit knapp 3 Tagen versuche ich es ohne Alkohol…. Ich weiß nicht ob ich es schaffe. Hab schon vor 1 Monat einen Start gemacht der nur 12 Tage anhielt…. Dann habe ich wieder getrunken.
Vorallem Abends ist der Suchtdruck extrem stark….😢
@kayabruno Herzlich Willkommen und viel Erfolg für dich. Ich habe 40 Jahre ungefähr deine Mengen getrunken und vor einem Jahr endgültig aufgehört. Als ich noch trank, litt ich auch sehr unter depressiven Stimmungen, das ist jetzt völlig vorbei, langfristig erzeugt Alkohol Depressionen und auch Angstzustände. Nach Lektüre des Buches, würde ich das Konzept praktisch anwenden, kauf dir die NEMs und du wirst sehen die ersten Wochen sind nicht so schlimm mit dieser Unterstützung.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich die NEMs mit dem Antidepressiva und dem Betablocker nehmen darf. War in der Apotheke, habe mich dort erkundigt, wußten aber auch keinen Rat…. Hat jemand Erfahrung mit GABA und Fluoxetin oder einem anderen Antidepressiva?
@soberrebel Danke für die nette Antwort. Habe erst jetzt gesehen, das man direkt auf „Antworten „ gehen kann. Wie gesagt, ich bin mir unsicher GABA mit Fluoxetin zu nehmen. Momentan nehme ich abends eine halbe Tavor…. Was natürlich absolut gefährlich ist 🙈
Ansonsten wär an Schlaf gar nicht zu denken, hab die letzten Wochen im Durchschnitt 3-4 Flaschen Sekt täglich getrunken. Morgens Sekt getrunken, weiter geschlafen, aufgewacht, Entzugserscheinungen dann wieder Sekt….. und immer so weiter.
@kayabruno Zu den Medikamenten kann ich mich nicht äußern, Gaby kann dir sicherlich was dazu sagen. 3-4 Flaschen Sekt ist schon ein bisschen mehr als eine Flasche, wie du zuerst geschrieben hast, pass auf dich auf.
@soberrebel Die 1 Flasche Wein war der Dauerzustand über Jahrzehnte. Die 3-4 Flaschen Sekt habe ich in den letzten ca. 3 Monaten getrunken…
Das war meine „Therapie „ gegen die Panik.
Ich hoffe Gaby kann mir das mit dem GABA beantworten….
Ich nehme seit 7 Jahren Venlafaxin. Das ist ähnlich wie Fluoxetin (beide sind SSRI, Venlafaxin ist in hoher Dosierung zusätzlich SNRI). In den Jahren habe ich viele Menschen kennengelernt, die ihre Depressionen mit Fluoxetin behandelt haben. Alle hatten mehr mit Nebenwirkungen zu kämpfen als später (nach Wechsel auf Venlafaxin). Vielleicht fragst du mal deinen Psychiater?
Zu deiner Frage: GABA habe ich problemlos genommen und vertragen. Wegen meines SSRI habe ich nur zu 5-HTP bzw. dem Vorbotenstoff Tryptopan nachgefragt und das bisher auch nicht genommen.
Aber, wenn wir mal ehrlich sind: haben wir und in all den Jahren Gedanken darüber gemacht, ob Alkohol und SSRI sich vertragen? Komisch, dass wir das jetzt machen, wo es "nur" um NEMs geht oder?
Ich denke, das ist ein gutes Zeichen, denn dass wir uns Gedanken machen zeigt doch, dass wir endlich wieder nachdenken statt alles in uns rein zu ziehen.
Mein Vorschlag: versuche erstmal mal abends vor dem Schlafengehen GABA zu nehmen und schau, wie es dir damit geht. Und dann langsam an Gaby's Liste anpassen.
LG
Marina.
Ein ganz herzliches Willkommen hier im Forum. Ich kann und will Dir zum Thema GABA und Deinen Medikamenten nicht raten. Bei drei bis vier Flaschen Sekt, Spiegeltrinken und Entzugserscheinungen plus der Tavormedikation gehörst Du ganz klar in eine Klinik zum professionellen Entzug.
Etwas anderes zu raten wäre absolut unverantwortlich. Bitte, überlege es Dir. Dir und Deiner Familie zu liebe. Lies Sandras "Protokoll einer Entgiftung", das nimmt Dir bestimmt viele Sorgen.
Handle bitte verantwortlich und begib Dich für die Entgiftung in professionelle Hände. Danach sieht man weiter.
Liebe Grüße
Gaby
@pinot_16 Vielen lieben Dank für die Antwort. Das stimmt natürlich, Alkohol und Antidepressiva nimmt man und bei was anderem macht man sich Gedanken.
Bin mir auch nicht so sicher ob ich das Fluoxetin gut vertrage, mein Therapeut meinte nur es sei ein sehr lang erprobtes, bewährtes Medikament. Zuvor habe ich Amitryptillin genommen, das hat mir aber gar nix gebracht.
In welcher mg Höhe nimmst du GABA? Und als Pulver? Wo hast du es gekauft? Internet oder Apotheke?
@gaby_guzek Lieben Dank für die fürsorgliche Antwort.
Ich war vor Jahren schon in einer Entzugsklinik und das war mehr als grauenhaft, da gehe ich nicht mehr hin. Und das „normale“ KH hat mich abgelehnt, weil kein Platz ist….
Ich muss es so durchstehen. Körperlich geht’s mir ok, der Entzug spielt sich im Kopf ab





