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Hallo, ich grüße euch. Ich möchte kurz meine Situation schildern, obwohl sie vielleicht nicht typisch für dieses Formum ist. Ich trinke seit Studentenzeiten Alkohol (wurde zu Hause vorgemacht), aber nie vor 18 Uhr und 'nur' Wein. Meine Leber sieht gut aus und mein GammaGT-Wert sinkt jedes Jahr. Mit Corona kam dann mehr Alkohol. Mein Mann kam aus der Praxis und 'musste' was trinken, ich dann auch (irgendwie war man ja verunsichert und überfordert. Also: Eine Flasche Sekt vorm Essen, ein Flasche Wein danach und für mich noch den Küchenwein (ich fühlte mich bei der Einleitung des Buches 'Alkohol ade' an mich erinnert: Einräumen mache ich, Flaschen wegbringen mache ich auch, heute gehts aus oder ins Theater - da war doch eine Flasche im hinteren Regal usw.). Wie gesagt, selbst letzten November keine Fettleber und niedriges GammaGT (mein Körper scheint also Alkohol zu vertragen bzw. 'gut' abzubauen - auch irgendwie Pech). Aber! Selbst nach acht oder neun Stunden Schlaf wache ich seitdem müde aus, bin leicht deprimiert, habe keinerlei Antriebskraft, alles ist mir zuviel, bin gereitzt usw. Das wird erst mittags besser. Ich bin dann auf Frau Duzeks Buch gestoßen und lege mir meine Situation jetzt so zurecht (ich bin keine Naturwissenschaftler): mein Körper schafft den Alkohol bis morgens, mein Hirn nicht. Als mir das klar geworden war, hats irgendwie klick gemacht: Ich trinke von So bis Do nichts und bin morgens (und vom ersten Tag an) ein anderer Mensch: ausgeschlafen, habe Lust, mich an den Schreibtisch zu setzen, Sport macht Spaß und selbst um acht noch Yoga. Parallel nehme ich die empfohlenen Stoffe, besonders Gaba, Taurin und Glycin und auch D3. Fr und Sa trinke ich (noch) ein Glas Wein 0,2, zu später Stunde und frage mich manchmal warum, aber bislang (nach drei Monaten) kam noch nie das Bedürfnis nach einem zweiten Glas auf. Ich kann mir vorstellen, dass das für viele mit schweren Alkoholproblemen wenig hilfreich ist, aber vielleicht verläuft sich ja auch mal jemand hierher, dem es wie mir geht. Ich bin jedenfalls froh, dass ich durch 'Alkohol ade' eine Erklärung für meinen (vormittäglichen) Zustand gefunden habe und jetzt weiss, dass ich das nie wieder so haben will. Beste Grüße Jens
Ich wollte mich mal pauschal bei allen hier bedanken, weil mir gerade die Erfahrungsberichte helfen (meistens lese ich so gegen 17 Uhr 😀), selbst durchzuhalten. Vielleicht geht es auch anderen so. Mein, wie ich finde, etwas unglücklicher Einstand hier hat mir doch zu denken gegeben. Jedenfalls war auch der letzte Fr und Sa 'trocken' (die Woche ohnehin). Noch zwei Dinge, die hier ja auch immer wieder thematisiert werden. Wir haben bis März 2020 genau nach 'Vorschrift' getrunken (ich weiß, wie blöd das ist, braucht mir keiner mehr zu sagen, dass Alkohol ein Nervengift ist): drei Tage (Mo,Di, Do) nicht, an den anderen gemeinsam eine Flasche Weißwein (70 gr ist mehr als zweimal 24 gr, aber dafür drei st zwei Tage trocken), die Angaben findet man übrigens noch heute im Netz! Das 'System' ist im März 2020 mit Corona (und das zeigt, dass es problematisch ist) zusammengebrochen (bei uns beiden extrem nervliche Anspannung im Beruf, kann ich andersmal schildern, wenns interessiert), seitdem haben wir jeden Tag mindestens zusammen zwei Flaschen getrunken, erst jetzt (im Dez. 2023) habe ich germerkt, dass mein morgendlicher Zustand (bis mittags) was mit Alkohol zu tun hat (und nicht mit Überlastung, Umstellung auf den Ruhestand blablabla). Es ist einfach wunderbar, sich morgens mit klarem Kopf an den Schreibtisch setzen zu können und zu sagen: Wo ist die Arbeit! Ach, noch eins (das hat Gaby angesprochen): Kochen ohne Alkohol geht wunderbar, Weißweinessig etwas verdünnt ersetzt den Schuss Wein (der Rest ist dann bei mir zusätlich zu großen Teilen da gelandet, wo er nicht hingehört) im Risotto,
habt einen guten Tag ohne Alkohol, Jens
@jensdieter1 Schön, dass Du dageblieben bist und Dich nicht zurückgezogen hast.
Viel Erfolg weiterhin. Scheint dir ja wirklich gut zu gehen. 👍 Super!
Vielen Dank, Christian. Ja, es geht gut, aber ich versuche, nicht übermütig zu werden. Fr./Sa. hätte ich auf einer Sitzung in München sein müssen. Hinterher gehts mit allen lieben Kolleginnen/-en erst in Blaue Haus und dann in einen Weinkeller. Ich war schon leicht in Panik, habe mir aber vorgestellt, mich zu denen zu setzen, die nichts trinken (bzw. ein alkoholfreies Bier; ich beneide schon diejenigen, die den ganzen Abend bei so etwas sitzen können und frage mich, ob die das Problem hinter sich haben oder ob sie das gar nicht kennen). Dank GDL hat sich das Problem ja erledigt und ich kann mir nüchtern um 22 Uhr die Talkshow anschauen. In den letzten Jahren wusste ich oft am Sonnabendmorgen nicht mehr, wer eigentlich eingeladen war. Grässlich. Man wird auch aufmerksamer auf das Thema: Letztens war ich zu einer Ausstellung eingeladen: zur Eröffnung und einem Glas Wein, hieß es, als ob die Eröffnung so wichtig ist wie der Wein! Für manche wohl schon. Gruß J





