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Hallöchen, dann stelle ich mich hier auch mal "kurz" vor. Wobei kurz, das klappt bestimmt nicht ;-).
Bin 40, habe 2 Kids , alleinerziehend und versuche schon länger nüchtern zu werden und zu bleiben. Arbeite seit Corona fast nur im Homeoffice, vom Stresspegel her gehts mit der Arbeit aber eigentlich. Einsam ist es jedoch trotzdem oft.
Bei mir ist der Intervall zwischen 2- 4 Tage am frühen Abend, dass ich nicht widerstehen kann, besonders an den WEs, auch oft 2 Tage hintereinander. Meistens sind es seit Monaten süße Sekte (Waldmeister, Granatapfel, 2-3 Flaschen...), früher eher trockener Sekt (1-1,5 Fl.). Bier mochte ich nie, Hartes entzündet meinen Magen, war schon immer eher auf Sektartiges fixiert.
Merke schon lange, dass der einzige Weg für mich ist, komplett für immer nicht mehr zu trinken, da ich noch nie dosieren konnte, weder mit Kaffee, noch mit Süßigkeiten, noch mit Rauchen (zum Glück schon lange Exraucher) bzw. Alkohol, und sich das alles gegenseitig verstärkt, wenn ich eins davon weglassen will.
Ich merke seit Monaten, dass die Menge und Toleranz steigt, die Kater werden schlimmer und länger, der Schlaf ist seit 2-3 Jahren oft im Eimer, die Figur leidet durch den vielen Alkzucker, die Motivation auf Sport ist oft dahin bzw. der Körper zu oft zerschlagen. Die Angst ist nach jedem Gelage greifbar, dass ich richtig übel krank werde, wenn ich weiter so mache, und das nicht erst in 10 oder 20 Jahren... Am schlimmsten finde ich aber mittlerweile dieses krasse verschwommene duselige Gefühl am nächsten Tag im Kopf bis zum frühen Abend, das war früher nicht so stark.
Habe/hatte öfter Phasen, in denen ich zunächst nüchtern bin/war, mal 5 Tage, eine Woche, im Oktober 3 Wochen (da hatte ich Gabys NEM-Kur angefangen, was zunächst gut lief), Anfang des letzten Jahres knapp 5 Monate, 2016 knapp 11 Monate...
Lesen hilft mir sehr. Mich sprechen die neueren bzw. spezielleren Ansätze, die man in vielen Büchern findet (u.a. Gabys Buch, Nathalie Stüben, Holly Whitaker, Catherine Gray, Allen Carr etc.) sehr an. Ich ziehe mir aus jedem Buch etwas Positives heraus, lese Bücher oft mehrmals, und die Zeiten, in denen ich "mal wieder" aufhöre, fallen mir immer leichter, fühlen sich immer positiver an, auch wenn es bisher noch nicht dauerhaft klappte. Mit dem Rauchen-Aufhören war es damals genauso, zich Anläufe, aber ich wusste, dass ich es irgendwann ganz schaffe :-).
Habe das Gefühl, dass ich jetzt mit 40 an einem Wendepunkt im Leben stehe, es endlich zu schaffen... Heute ist der achte Tag nüchtern, fühle mich gerade sehr gut und motiviert. Ich wollte eigentlich noch ein bisschen länger nüchtern sein, bevor ich hier etwas schreibe, aber dann kam gestern der kleine "Anstupser" für die Neuen hier :-). Habe mich darüber noch nie in einem Forum ausgetauscht, aber vielleicht ist es wieder ein neuer und guter Ansatz, der mich meinem großen Ziel näher bringt. 🙂
LG und euch allen (weiterhin) viel Erfolg!
@chris1979 Vielen Dank, drücke Dir auch die Daumen, dass Du standhaft bleibst!
Kann ich mir vorstellen mit dem Urlaub, das fällt bei uns nicht oft an, verreisen selten. Am Ende hat mich aber eh alles getriggert, ob abends Entspannung am WE mit Sekt, oder wenn ich wütend war über irgendwas in der Arbeit oder Schule der Kids, Stress etc. Einen "Grund" gabs fast immer, um fast jeden Abend "Lust" auf Alkohol zu haben.
Wobei Urlaub mit anderen oder größere Feiern etc. schon schwerer fallen. Mir hilft da nur, solchen Anlässen die erste Zeit aus dem Weg zu gehen. Momentan mit Corona und in meinem derzeitigen Bekannten- u. Familienkreis und viel Lesestoff kein Problem 😎 . LG
Ich habe da noch mal ne Nacht drüber geschlafen. Aber ich bleibe dabei: Du musst abwägen, was Dir lieber ist. Abstinent bleiben oder Skifahren. Ich verstehe sehr gut, dass Du Dich so drauf freust. Die Frage ist aber am Ende: Ist es das wert? Es gibt auch andere wohltuende Urlaube, die Dich vielleicht nicht triggern.
Wenn Du schon so klar die Gefahr voraus siehst: Warum sich dort hineinbegeben?
LG
Verstehe das es als Außenstehender vielleicht schwer zu verstehen ist. Aber sonst würde ich aus Angst vor dem Alkohol auf etwas verzichten, auf das ich mich schon seit Jahren freue. Außerdem hätte ich kein Geld um woanders Urlaub zumachen. Es ist vielleicht riskant, aber wenn ich es schaffe wäre das ein großer Erfolg und ich wäre noch gefestigter.
Beim Rauchen habe ich auch viele Versuche benötigt, aber mittlerweile bin ich seit einigen Jahren nikotinfrei.
@chris1979 Du verstehst etwas miss: Wir verstehen zu gut, was Dich treibt.
erinnere Dich, wir haben alle mehr oder weniger das Gleiche „erleben“.
teils ist der Wunsch in Dir, alles wieder so erleben zu können „wie immer“. Teils wirst Du vom Alkohol gelockt- unbewusst.
es ist nicht, dass Du nie wieder zum Skifahren „solltest „.
es ist der Umstand, noch nicht gefestigt zu sein, zu früh sich der Gefahr auszusetzen und vielleicht umzufallen, dem Wunsch auf der Hütten dazuzugehören, noch nicht gelernt locker „nein“ zu sagen und dem eigenen Verzicht/Leid nachzugeben.
einen Rückfall sich bewusst auszusetzen birgt so viele Gefahren, wie z.B.
- wirst Du sofort/schnell wieder abstinent sein können oder wird es eine langfzogene Tortour…
- kannst Du Dir gesundheitlich einen Rückfall „leisten“
- was macht Deine Motivation mit Dir? Erliegst Du dem Gift ein weiteres Mal oder hast Du überhaupt „Lust“ nochmal den Kampf auf Dich zu nehmen?
deshalb ist es es ein großes Risiko, sich zu früh in gefährliche Situationen zu begeben.
ein Spiel mit dem Feuer, sozusagen.
natürlich sind wir alle unterschiedlich.
nichts desto trotz sind unsere Handlungen einfach zu ähnlich und der Faktor Sucht/Biochemie ist wissenschaftlich belegt bzw. haben die vielen, vielen Mitglieder im Forum mit Ihren Erfahrungen belegt.
Ausnahmen mögen die Regel bestätigen - da wir aber nicht wissen, ob wir die Regel oder die Ausnahme sind, ist es ein großes Risiko, sich darauf einzulassen.
Beispiel von mir:
gerne bin ich noch Korfu geflogen,
dort habe ich mich selbst „beschissen“. Nach 3 Jahren war der absolute Absturz da.
heute würde ich gerne wieder nach Korfu fliegen.
Nach 10 Monaten Abstinenz.
aber ich erinnere mich an meinen persönlichen Beschiss. Erinnerung ist ein fieses Suchtgedächnis.
Ich lasse es, suche mir lieber andere schöne Orte.
Pass auf Dich auf!
Ich schließe mich Gaby und Cairni an, ich würde gerade in den ersten Monaten kein unnötiges Risiko eingehen. Natürlich kann und soll man nicht alles vermeiden aber Überfordern bringt auch nichts. Du kannst noch sehr oft Skifahren, vielleicht an einem Ort, dee nicht vorbelastet ist...das Ambiente, das du schilderst ist wirklich gefährlich v.a. zu Beginn. Ich meide vorbelastete Situationen und Menschen mit denen ich ausschließlich getrunken habe immer noch. Meine Abstinenz ist mir wichtiger und ich muss keine Tapferkeitsmedaille gewinnen.
Alles Gute für dich !
Nina
@chris1979 Ich rate dir gar nichts, du musst selbst wissen was du tust. Wenn du jedoch jetzt schon Angst vor diesem Skiurlaub hast, dann lass es doch einfach. Ich trinke jetzt fast ein Jahr nichts mehr und es war das beste Jahr seit langem. Ich habe mich wiederhergestellt in dieser Zeit. Du hast recht , es würde deinem Selbstwertgefühl sehr gut tun wenn du den Urlaub ohne Alk schaffen würdest. Sei ehrlich zu dir, ist das realistisch? Die Antwort kann dir keiner abnehmen. Bist du mit dem Alkohol wirklich durch?
@cairni Bravo! Treffender kann man es nicht sagen!
Thema Urlaub wäre für mich, selbst wenn ich es könnte, derzeit absolut keine gute Idee für mich. Da würde ich garantiert wieder einknicken, es ist einfach zu lange schon fest mit dem Konsum verankert.
Vielleicht irgendwann mal wieder......
Entschuldigt übrigens, dass ich momentan eher selten schreibe, habe wohl eine Sehnenscheidenentzündung im Handgelenk, das tut echt schweineweh, muß sogar Tilidin nehmen, blöd:-(
LG Josefin.





