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Als 1. möchte ich mich bedanken für die herzliche Aufnahme. Leider kenne ich es auch anders und so kam es, dass meine 1. Antwort mein Herz erwärmte und mir die Tränen kamen. Kurz darauf gleich noch einmal als ich rauslas und hörte, dass Alkohol den Stoffwechsel zerstört und es Abhilfe gibt.🍀🫶
Zu mir: ich bin 48 Jahre bin verheiratet und seit 27 Jahren mit meinem Mann zusammen. 2 erwachsene Kinder, ein Enkelkind und einem Hund. Haus im grünen auf einem Dorf in Thüringen. Ich bin Assistentin der Geschäftsleitung in einer Firma für Klimatechnik.
Alles fing bei mir 2012 an. (Vorher trank ich mal ein Glas Sekt oder gar keinen Alkohol).
Ich hatte mehrere Bauchoperationen hinter mir und im Mai 2012 eine Hirnblutung. Habe mich gut von dieser erholt, jedoch in diesem Jahr der Genesung bereits in Gesellschaft mehr getrunken als üblich. Warum weiß ich bis heute nicht. Aber auch da noch selten nur halt zu viel an Anlässen. 2013 hatte mein Mann einen sehr schweren Autounfall und an diesem Abend habe ich zum ersten mal Wein oder Sekt (was genau weiß ich nicht mehr) alleine „um meine Sorgen runterzuspülen“ getrunken. In den folgenden Jahren passierte jährlich etwas schlimmes. Meine Kinder hatten beide einen schlimmen Unfall bzw. mein Sohn hatte sich fast das Leben genommen (unter Alkohol und kiffen). Meine geliebte Omi und meine liebe Schwägerin (Krebs) starben und noch so einiges mehr. Ich kann gar nicht mehr genau sagen wann ich vom Genuss- in das Suchttrinken viel.
2017 habe ich gedacht, dass ich psychisch so kaputt bin von der Arbeit, dass ich diese kündigte und eine andere Arbeitsstelle antritt. Naja, da habe ich es noch nicht geschnallt, dass es nicht die Stelle sondern ich war was Probleme herbei rief. Der neue Arbeitgeber war ein Choleriker was zur Folge hatte, dass die Kollegen sich untereinander nicht gut waren. In dieser Zeit hatte mein Sohn noch zwei Unfälle und lag lange in der Klinik und unsere Tochter zog aus und mit ihrem Freund zusammen. Mein Mann beruflich viel unterwegs. Nun habe ich mir jeden Tag Wein geholt, immer in einem anderen Laden und habe alleine getrunken. Zum Schluss dann gleich nach der Arbeit auf ex ein Wasserglas Rotwein. Die Flaschen habe ich im Haus versteckt und manchmal erst später wieder gefunden. Mein Mann hat es gemerkt aber er machte mir Vorwürfe und das brachte natürlich das Gegenteil. Ich war früh aufgeschwemmt, Kopfschmerzen und alles drehte sich nur um das beschaffen von Wein. Das wollte ich nicht mehr also ging ich zu einer Selbsthilfegruppe und diese tollen Menschen brachten mich noch von Ort und Stelle zur Suchtberatung. Als ich dann erfuhr, dass es 3 Wochen Entgiftung und 3 Monate Entwöhnung in der Klinik wird, da meinte ich, ich kann nicht so lange der Arbeit fern bleiben. Also versuchte ich weiterhin selber aufzuhören und glaubte meine Ausreden selber. Auf Arbeit lief es immer schlechter, ich hatte Angst hin zu fahren weil man nie wusste ob der Chef wieder ausrastet. Natürlich trank ich immer mehr, meist alleine. Aber wenn mein Mann da war den gemütlichen Wein im Wohnzimmer und auf dem WC den heimlichen dazu.
Dann kamen noch Gerichtsverfahren dazu und ich war endgültig am Boden und schließlich eskalierte es auf Arbeit und ich brüllte meinen Chef auch an. Wurde an diesem Tag sofort (Gott sei Dank ordentlich) gekündigt. Bin heim und habe ab Mittag ohne etwas gegessen zu haben 3 Flaschen Rotwein getrunken. Naja, da war ich so fast tot. Bin dann wieder zur Beratung und bekam 3 Tage später die Einweisung in die geschlossene Klinik. 3 Wochen Entzug und danach gleich zur Reha zum entwöhnen. Die Klinik war spitze nur die leider die Reha nicht. Dort ging es nur darum im Alltag zurecht zu kommen und ich war mit einer Dame auf dem Zimmer welche Tag und Nacht das Radio laufen lies. Leider habe ich dort nicht gelernt warum der Körper süchtig ist. Es ist dann beim Frühstück auch noch eine Patientin vom Stuhl gefallen und war tot. Das Erlebnis brachte mich zum Ende meiner Kräfte und hatte einen Nervenzusammenbruch. Obwohl es mir gut tat ohne Alkohol und ich einen sehr guten Begleiter mit dort hatte so verlies ich diese Reha nach 5 Wochen. Ich habe dort nichts gelernt und die psychologische Betreuung gab es nicht. Die Ärztin war krank und es gab keinen Ersatz. In der Zeit haben wir uns für einen Hund entschieden und nach der Reha geholt. Das tat gut, er tat gut. Wir hatten uns dann vorgenommen, dass ich mindestens ein halbes Jahr zu Hause bleibe. Es war alles sehr schön, ich fühlte mich sau wohl, hatte abgenommen, schöne Haut und Haare. Fühlte mich wieder schön. Die Kinder waren glücklich und gesund. Auch unser Sohn hat es gut geschafft. Dann bekam ich über Umwege zwei Anfragen für einen Job. Für einen habe ich mich entschieden und auch vor dem halben Jahr wieder angefangen. Bis heute bin ich dort und mein Umfeld ist geordnet, alle sind gesund und glücklich. Bis ich eines Tages auf einer Feier zwei Wein trank und es pö a pö wieder los ging. Nun trank ich zwar nicht heimlich und auch nicht aus Wassergläsern aber es wurde wieder mehr und fast wieder täglich die Flasche Wein. Mal 4 Wochen mal1 Woche nicht. Aber das unter Kampf und das wollte ich wieder los werden. Nun habe ich so die Nase voll vom Alkohol, dass ich den Kriebel wieder los werden will.
meine Kinder und mein Mann stehen hinter mir. Andere wissen nix davon. Mit Meditationen habe ich im Dezember angefangen und am 1.1.24 selbständig wieder aufgehört. Der Suchtdruck ist gerade bisschen verborgen weil ich erkältet und krank geschrieben bin. Aber er lauert das spüre ich. Und als ich nun hier ankam und las, dass der Stoffwechsel wieder hergestellt werden muss, musste ich wie gesagt heulen. Ich habe nämlich bereits eine Schilddrüsenunterfunktion und Bestrahlung wegen eines Knotens hinter mir. Durch den fehlenden Magen, Eisenmangel und die Hirnblutung geht bei mir der Alkohol scheinbar schneller ins Blut/ Hirn. Hab nun viele Probleme mit Wassereinlagerung, Zunahme, Zahnhälse liegen frei, Nägel und Haare sind brüchig. Stimme weg usw.
mich möchte mein schönes Leben, die himmlischen Gassirunden, meine Kinder und meine Enkelin genießen. Der olle Kriebel muss weg..er hat absolut keinen Nutzen mehr außer Zeit rauben und kaputt machen kann der nix. Nicht mal entspannen sondern nur nerven und Geld kassieren.
das Buch habe ich mir gleich gekauft und ich hoffe, dass bei mir auch mal steht „1 Jahr sober“ und immer sober 🍀💪🫶
Ich danke euch fürs zuhören - seit herzlich gegrüßt - Yvie 🙋♀️
@yvie Schön, dass deine kleine Enkelin so eine tolle Oma hat! 😍
Spiel ihr mal vor "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad" (findest Du auf youtube) und dann singt gemeinsam so laut ihr könnt! ❤️
@christian hihi, du wirst es nicht glauben, haben wir schon. War nämlich bei meinen Eltern mit ihr und dort haben wir Eier abgenommen und danach das Lied gesungen.
Nun haben sie selber einen Hahn und eine Henne zu Hause.
Ich habe also sogar die demolierte Beziehung zu meiner Mutter für mich so akzeptable gemacht (gedacht). Ohne Alkohol und mit den NEMs!!! So wie meine Mutter ist, so ist sie nun einmal und ich nehme nur noch die guten Gedanken mit. Außerdem trinkt sie auch regelmäßig und ich weiß nun, dass ihr Hirn ja auch gaga dadurch ist. So lebt es sich leichter mit solchen Vorstellungen.
Oma- und Tochtersein also ohne Alkohol 10000 mal besser 🍀
ps. such das Lied gleich raus um die weiteren Strophen zu lernen. Danke für den Tipp 👏
Da steht „2 Monate nüchtern“ neben meinem Namen 🙏🏻 wundervoll 😍🍀
Ich bin gern nüchtern und das ist dieses Mal anders.
In der Zeit alles Phasen an Ruhe, Entspannung, Stress, Sorgen, Krankheit uns sogar einen Unfall überlebt durch. Einige Momente der Trinklust erlebt und widerstanden. Mit der Zeit ging die aggressive Anspannung weg und mein Geist fokussiert sich auf das Schöne. Ich meditiere mit Erfolg.♥️
So und nun sind wir im Urlaub, bedeutet Urlaub automatisch „gemütlich trinken“? Den Anschein hat es aber nein, es ist schön gemütlich einen Tee zu trinken. Wir sind an der Ostsee und Tee passt sehr gut. Nachmittag „gemütlich Milchkaffee“ auch. Ich beobachte die Menschen und die trinken „gemütlich Alkohol“, manch einer wirklich mit Genus aber viele sind laut und lachen merkbar übertrieben. War ich so auch? Oh ja!! Erst im September bin ich nach gemütlichem trinken an der Promenade lang getorkelt und habe Männer angemacht. Oh Gott wie dumm ist das Hirn besoffen. 😟😟😟😟🥺🥺 Scham erst am nächsten Tag. Katerstimmung und doch den Tag so tun als wäre alles schön und bei Zeiten zusehen wo den Wein oder Sekt her holen um gemütlich zu trinken?
Ich lasse es Revue passieren und bin glücklich ohne Druck und Rausch. Es ist ALLES so viel schöner.
Mit dem Hundi am Meer schlendern, ausgeschlafen früh um 7🍀🐶🥰🌊 keine Kopfschmerzen und innerlich so ruhig. Das ist wahrer Urlaub und nicht vergeudet.
Ich beobachte die Menschen, geht es euch auch so? Auf einmal erkenne ich Trinker. Sie tun mir leid weil ich weiß wie es ist.
Erst neulich beobachtete ich eine Frau, vielleicht wie ich fast 50 (oh Gott, wo ist die Zeit hin?😳👵🏻), es sah aus als genoss sie die Aussicht, dann sah ich, dass sie ein Bier etwas versteckt hielt und dann ging sie zum Auto, sah sich um (ich war etwas abseits mit dem Hundi) machte den Kofferraum auf und schenke sich Wodka in eine Flasche mit einer roten Flüssigkeit und stieg damit ein und fuhr los.
Ich hatte Mitleid obwohl ich nie betrunken Auto gefahren bin (nicht nie, das stimmt nicht mein Fräulein!!!!) und als ich es meinem Mann erzählte meinte er „hast du das Kennzeichen, die musst du anzeigen?“ Ach du scheiße😟 Ich dachte zwar auch „hoffentlich passiert nix“ aber wusste auch das es nix bringt jemanden zu zwingen. Er weiß es eigentlich auch.
Wie denkt ihr darüber? Mich beschäftigt das nun. Bin ich nachlässig weil ich in dem Moment zwar dachte, dass sie vielleicht ein Kind tot fährt und mir gleichzeitig in den Sinn kam, dass ja so viele unter Alkohol fahren das ich eh Nix machen kann. Anzeigen kam mir nicht in den Sinn nur bedauern und meine schöne Nüchternheit in dem Moment.
Ups..Roman der 100.🤓
seit lieb gegrüßt eure Yvie 🙋♀️
@yvie Huhu, dagegen, dass viele besoffen Auto fahren kann man so leicht nix machen, aber das Kind, das die Olle vielleicht überfährt, könnte gerettet werden, wenn man der Olle den Führerschein wegnimmt. Für die Welt kein großer Unterschied, aber für das Kind schon. Das soll aber keineswegs ein Vorwurf sein, wie oft habe ich selbst schon gedacht, ich hätte was sagen müssen, was machen können, was verhindern sollen und habe es doch nicht gemacht.…
Ansonsten finde ich es großartig, wie es dir gelingt, den Urlaub in vollen Zügen zu genießen ohne Alkohol in vollen Zügen zu trinken 👍🏻👍🏻👍🏻
@blaubeere du meinst man sollte wirklich Anzeige erstatten?
kann man den nachvollziehen wo sie hin gefahren ist? Oder hätte ich die halten sollen bis die Polizei da ist?
Führerschein weg ist für manch einen vielleicht auch ein Anfang weg zu kommen. 🤔
Für deine Wünsche danke ich dir sehr. Ich lese gerade ein Buch und meine Augen machen mit und sind nicht verschwommen nach dem trinken..soooo mega 😀😀
@yvie ohne das Kennzeichen kann man kaum was machen. Handgreiflich würde ich nicht.
…die Tage, Wochen, Monate gehen ins Land. Es ist alles so schnelläufig geworden.
Sitze gerade im Büro und muss kurz durchatmen. Es ist ziemlich viel zu tun und los.
nun ist mein Kalender schon schön grün (ich male die nüchtern Tage grün aus und besondere Tage bekommen ein rotes Herzchen). 2,5 Monate sehen aus wie eine Wiese mit Blümchen.
Mittlerweile kamen so gut wie alle Alltäglichen Momente vor. Vom krank über einen Unfall, vom Stress über Urlaub bis hin zu einem Totesfall.
~~Ich habe nicht getrunken~~
Es kommt nun immer mal vor wo der Kriebel den Teufel gewinnen lässt. Sogar so weit bis ich (nee, nicht ich!!!mein manipuliertes Hirn!! sagte, dass es doch egal ist ob ich trinke oder nicht. Sau war ich erschrocken. Zum Glück hat mein Herz die Seele erwärmt und den Engel her schweben lassen.
Meine Hormone sind dank Schilddrüse gerade sehr durcheinander und die NEM s (ich musste bisschen abweichen weil ich keinen Magen haben und bereits einen Haufen nehmen musste) passen im Moment nicht.
Ich hänge gerade durch aber ich weiß, dass es mit Wein noch viel schlimmer ist.
Die Psyche hat sich schon sehr gut erholt. Irgendwie sehe ich alles viel leichter und trotzdem läuft alles besser. Das fetzt wirklich.😀😀😀
Und immer wieder stelle ich fest, dass Alkohol in keiner Situation gut tut. Einfach nie, nie nützlich.
Und ich habe festgestellt, dass es sehr, sehr vielen Menschen in die Sucht gezogen hat. Schlimm 😟
News: nach der Gartenarbeit zum gemütlichem Ausklang des Tages, anstelle ein Glas Wein (äh, eine Flasche Wein) ein schönes Glas lecker Tee getrunken. Das entspannt wirklich und danach kann ich sogar noch Haushalt machen oder einen Film schauen. Meeeeeeeggaaaaa wie viel Zeit man auf einmal hat..jippi
Bin immer wieder froh euch gefunden zu haben. Mit nix hat es geklappt erst durch das Forum und das Konzept 🍀🍀🍀🍀👏👏👏🍀🍀🍀🙋♀️🙋♀️🙋♀️😘
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Nun steht „Nüchtern 3 Monate“ hinter meinem Namen 👏👏👏
Es ist toll..💛
Alle Gelegenheiten von schön bis schlimm durchgelebt.
Nüchtern ist alles besser, obwohl die alltäglichen, seelischen und körperlichen Dinge weiterhin gleich sind. Der Umgang damit ist jedoch ganz anders.
Am tollsten ist die Psyche. Sie meistert die Dinge 2000 mal besser.
Irgendetwas hat sich verändert. Ich kapier es bei Lust auf Wein, dass es ein kurzer Trick meines Hirnes ist und überliste es mit Gegen-Argumenten. Dauert echt nur Sekunden und das ist sooooo schön.
Geil ist auch, dass ich voll Spaß haben kann bei „Partys“. Ich genieße die Unterhaltungen und früh ist es herrlich keinen Filmriss zu haben und muss mich für nix schämen. DAS ist mein größtes Glück 🍀 🍀🍀🍀🍀🍀♥️♥️
🍀♥️wieder zu sein wie ich wirklich bin ist soooo wunderbar ♥️🍀





