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Hallo, ich bin Vicki, bin 45 Jahre und wohne auf der österreichischen Seite des Bodensees.
Ich trinke seit 30.12. letzten Jahres keinen Wein mehr und es geht mir hervorragend damit, ich liebe die Klarheit jeden Morgen und die Energie, die ich habe und ich vermisse wirklich gar nichts, ich hoffe, es hat endlich Klick gemacht.
Da ich schon lange ein Fan von Dr. Strunz bin, bin ich durch seine heutigen News auf das Buch von Gaby gekommen und ich werde es mir gleich bestellen.
Ich habe eine akademische Ausbildung, habe aber meine Leidenschaft zum Beruf gemacht und war 14 Jahre lang Gastronomin, mit allen Höhen und Tiefen. Mein Exmann ist auch aus der Gastronomie und hat auch ein Problem mit Alkohol. Ich bin ein Genussmensch und durch meine Partnerschaften und durch meine Arbeit war Wein immer ein Thema. Leider hat Alkohol meine Ehe zerstört, mein Exmann war sehr aggressiv. Ich habe mich damals getrennt, mit kleinem Sohn und Geschäft und habe nur funktioniert und am Abend war dann da mein Freund, der Wein und hat mich belohnt und mich für ein paar Stunden entspannen lassen. Der Druck im Geschäft wurde immer grösser, mein Exmann hat sich nicht um das Kind gekümmert und ich hatte auch keine Kinderbetreuung und meine Angst- und Panikattacken wurden immer stärker, Ärger mit Personal, der finanzielle Druck, Schlafstörungen, ich habe es irgendwann nicht mehr ausgehalten und habe das Geschäft aufgegeben.
Tja, von der Geschäftsfrau zum Sozialfall, es folgte eine schwere Zeit und Wein war mein Begleiter, nicht täglich, aber regelmäßig. Getrunken habe ich immer abends, wenn mein Sohn im Bett war, das war dann mein Abend, meine Belohnung. Dazu muss ich sagen, mein Sohn hat nie eine betrunkene Mutter vor sich gehabt, aber man sagt ja, Kinder spüren unterbewusst schon etwas.
Weil ich weiß, wie blöd, selbstzerstörerisch und schädigend das alles ist, beschäftige ich mich schon sehr lange mit dem Thema Sucht. Interessant ist, meine letzte Beziehung war auch wieder zu einem Mann, der jeden Tag Alkohol getrunken hat, Akademiker, funktionierend, am Abend halt Wein und täglich mindestens ein Whiskey. Diese Beziehung hat mich nicht glücklich gemacht und ich habe oft mit ihm gemeinsam aufhören wollen zu trinken, aber eine Bereitschaft von ihm war nicht da. Die Beziehung dauerte 4,5 Jahre on/off. Seit Oktober bin ich alleine und am 30.12. war ich mal wieder so dicht, da habe ich mir am Abend noch gesagt, dass war es!!! Und das war es bis heute!
Die ersten Tage waren hart, weil eben mein Körper und Geist belohnt werden wollten, ich wollte mir was gönnen, herunterfahren, ich hab es mir ja verdient...aber nach ca. 5 Tagen war es schon herum. Körperlich habe ich keine Symptome gehabt, gottseidank. Es war wirklich dieses sich belohnen und entspannen, was wegfiel und was es mir schwer gemacht hat.
Was hat sich verändert: also ich gehe mit meinem Sohn immer sehr früh ins Bett, schlafe super, habe etwas abgenommen, schaue schmal aus im Gesicht, bin super klar im Kopf, meine Haut ist noch immer trocken, aber wie gesagt, es ist so schön, so klar zu sein und mich macht Wein auch gar nicht an, wobei ich nicht ausschließe, mal wieder zu trinken. Aber ich bin eben auch so jemand, ein Achtel geht nicht, es muss dann immer mehr sein, meistens eine Flasche oder leider auch mehr.
Was ich noch sagen möchte, ich habe immer nur Moods (ja, ich weiss, ich bin eine Frau) geraucht, wenn ich getrunken habe und somit ist das Rauchen auch kein Thema mehr, was auch noch mal schön ist.
Interessant ist aber schon, wie normal der Umgang mit Alkohol ist. Der Bekanntenkreis meines Exfreundes, da ist es sowas von normal, Wein und Whiskey, ich finde es schon erschreckend.
Für hier freue ich mich sehr auf einen schönen Austausch, ich denke auch, ich kann sicher dem ein oder anderen auch Tipps geben und Mut machen. Alles Gute Euch, wir schaffen es gemeinsam.
Hallo Vicki, herzlich Willkommen hier!
Danke erstmal für die wundervolle Überraschung, ich hatte die Strunz-News noch gar nicht gesehen. Ich hatte einen zauberhaften Mailwechsel mit ihm, er schrieb mir, er würde das Buch mal besprechen, aber ich wusste nicht, wann.
Schau an, selbst der Altmeister hat früher tief ins Glas geschaut.
Ich danke Dir für Deine offene und ansprechende Vorstellung hier in der Runde und freue mich sehr, wenn Du hier gerade einigen Neulingen auch mit unter die Arme greifst. Außerdem: So ein Forum kann ja vielleicht auch für Dich mal hilfreich sein. Irgendwann klopft die Weinhexe ja für gewöhnlich doch immer ma wieder an, die alte Natter.
Liebe Grüße, schön, dass Du da bist
Gaby
@vicki Willkommen hier im Forum!
@vicki
Hallo Vicki. Eine Frage: Wer ist Dr. Strunz? Behandelt der auch gegen Alkohol? Sorry, wenn die Frage doof ist.
Ansonsten: Hut ab. Das klingt alles irgendwie so easy bei Dir. Ich wünschte, ich wäre schon so weit.
@mickey Hallo, der Doktor Strunz wurde vor 30 Jahren als DER Fitnesspapst bekannt. Sein Motto: Ernährung, Bewegung, Denken. Es gibt nicht 1000de Krankheiten, sondern es fehlt immer etwas im Körper und daher setzt er auf Messen. Es werden alle möglichen Werte im Blut bestimmt und dann die Defizite aufgefüllt. Sein Erfolg gibt ihm Recht. Natürlich sollte auch die Ernährung etc verbessert werden. Jeden Tag hat er News auf seiner Seite und man kann auch in diesen stöbern. Da liegt viel Wissen verborgen.
Easy ist es nicht, aber ich beschäftige mich schon lange mit dem Thema und je mehr man weiss, vielleicht ist es dann eben einfacher. Wünsche dir alles Gute und schreib mir, wenn du magst.
@Vicki
Herzlich willkommen. Du hast schon viele Tage ohne geschafft, klasse!!! Genieß alle weiteren Tage!
@vicki Herzlich willkommen!





