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Bin neu hier

53 Beiträge
9 Mitglieder
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480 Ansichten
(@computermaus)
Mitglied
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 3
Topic starter  

Hallo

ich bin neu hier. Bin 46 Jahre alt und weiß seit ca 18 Monaten das ich ein massives Alkoholproblem habe. Vor 18 Monaten kam ich auf die Intensivstation mit Multiorganversagen und habe da das erste Mal einen Entzug erlebt und dadurch gemerkt, das ich nen Problem hab.

Seitdem versuche ich dauerhaft von dem Mist loszukommen. Hab eine Selbsthilfegruppe gefunden, wo ich auch gerne hin gehen,trotzdem schaffe ich es nicht mal länger als 4 Wochen nichts zu trinken. Im Moment ist es ein Tag in der Woche wo ich wieder was trinke (ca 2 Flaschen Vodka am Tag). Gott sei Dank schaffe ich es inzwischen wenigstens jedes mal wieder zu stoppen.

Eine Therpie bezahlt meine PKV nicht, daher versuche ich gerade eine ambulante Reha über die Rentenkasse. Die ersten Stunden hatte ich schon und ich hoffe das hilft mir. Ich habe gemerkt, solange ich kontrolliert werde durch meinen Partner schaffe ich es nüchtern zu sein, aber soblad die Gelegenheit da ist, das ich alleine unterwegs bin kann ich mich nicht gegen den Drang was zu kaufen wehren und ich verstehe nicht wieso. Ich nehme es mir immer wieder fest vor und am Ende scheitere ich wieder



   
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(@krankenschwester)
Mitglied
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 28
 

@rosine123 danke,ich würde sagen, beides. Eben fragte er mich,wann er die nächste Ration einnehmen muß. Um 15 Uhr kommt er wieder. Er hat sich auch erkundigt,was er alles einnimmt. Fürs Medizinische bin ich schon immer zuständig🙈.



   
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kkopp
(@kkopp)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 344
 

@krankenschwester Ich verstehe die Frage von @rosine123 
Als OP-Pfleger weiß Dein Mann doch sicher, einen Einnahmeplan zu interpretieren und sich die 'Medikamente' vorzubereiten. Du servierst ihm das alles ja wirklich mundgerecht.



   
1
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(@krankenschwester)
Mitglied
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 28
 

@kkopp ich weiß. So kann ich aber sicher sein,das er alles nimmt. Er ist halt bequem. Kann es aber irgendwie nicht ablegen🙈. Ihr habt recht.



   
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kkopp
(@kkopp)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 344
 

@krankenschwester Schade, das lässt ihm leider nicht so richtig den Raum für Eigeninitiative. Das ist nicht gegen Dich. Aber wenn Du ihm referieren musst, warum er was nimmt, kann er auch das Buch lesen. Das spart Dir die Zeit.


Dieser Beitrag wurde geändert Vor 3 Jahren durch kkopp

   
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(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
 

@krankenschwester Ich hatte vor vielen Jahren meinen Mann mal überzeugt, low carb durchzuziehen, weil er einfach ein paar Kilo zu viel auf den Rippen hatte. Hab ihm dann angeboten, ihm alles zu kochen bzw. hinzurichten und dann sogar noch dasselbe gegessen, obwohl ich selbst kein Gramm zu viel auf den Rippen hatte - das alles nur, damit er etwas Übergewicht abbaut 😅 Mein Mann hatte nach ein paar Wochen wieder die Kilos drauf - und letztlich hat er gar nicht verstanden, um was es da ging, auch wenn ich es ihm immer wieder erklärte. Und so richtig wollte er das auch nicht, er hat's vermutlich nur mir zuliebe getan. Er hat einfach das gegessen, was ich ihm zubereitet und hingestellt hab. Deine Geschichte hat mich da dran erinnert. Wenn dein Partner nicht versteht, warum er tut, was er tut, wird es ihm zwar während der Einnahme sicher besser gehen, aber ich glaube kaum, dass dies längerfristig von Erfolg gekrönt sein wird.



   
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(@krankenschwester)
Mitglied
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 28
 

@rosine123 Ich weiß, was  du meinst. Danke für dein Feedback. Ja, er macht es mir zu Liebe. Er würde alles für mich machen. Er ist eigentlich sehr intelligent, aber bei diesem Thema bezweifel ich es sehr oft. Habe im Buch gelesen, warum sich Alkoholkranke so verhalten. Früher war ich immer der Meinung gewesen, das es eine Kopfsache ist und nicht mehr. Jetzt bin ich schlauer. Ich habe ihm alles aus dem Buch erzählt. Er war teilweise selbst erstaunt darüber. Nach dem heutigen Tag bin ich mir ehrlich gesagt nicht mehr so sicher, ob er es weiter durchziehen wird. Er hat von alleine an die Zeiten gedacht. Er hatte mich am Anfang auch gefragt, ob ich ihm dabei helfen könnte. Heute hat er den ganzen Tag im 10min Rhythmus, Durchfälle. Die beiden letzten NEM Gaben hat er abgelehnt. Mein Ziel war bzw. ist es, ihm zu zeigen, wie gut man sich fühlen kann, wenn man alles aufsättigt. Er ist ja nicht tgl.betrunken. Er kümmert sich ganz normal um unsere Kinder, Haushalt, Arbeit etc.



   
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(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
 

@krankenschwester Vielleicht solltest du dir auch gar nicht so viele Sorgen machen. Nachdem was du hier geschildert hast, scheint ja der Alkohol nicht sein primäres Lebensproblem zu sein, sondern vielleicht eher eine Selbstmedikation für seine PTBS. Ich weiß auch nicht ob dein Mann alkoholkrank bzw. ein süchtiger Trinker ist. Bei 1-2 mal die Woche 1-2,5 Liter Bier würde ich da eher von Alkoholmissbrauch sprechen. Damit wir uns nicht falsch verstehen, wenn das für sein/euer Leben ein Problem darstellt,  sollte man das lösen, aber ich bin da einfach nur ein bisschen vorsichtiger mit irgendwelchen Einschätzungen und Bewertungen als manch anderer hier. Ich habe 40 Jahre getrunken, ich war ein süchtiger Trinker, seit Jahren bin ich abstinent und sehr glücklich damit. Die NEMs helfen ihm auf jeden Fall, aber letztlich muss jeder Impuls zur Veränderung von ihm selbst kommen.



   
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(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
 

Seit 2 Jahren sollte es heißen 😀



   
1
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(@krankenschwester)
Mitglied
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 28
 

@soberrebel danke. Ja, das sehe ich auch so. Es ist mehr ein Alkoholmissbrauch, welcher aber auch kippen kann. Seine Ärztin/Therapeutin meinte auch,das er ein Problem mit dem Alkohol hat. Er hat eine Zeit lang ein Alkoholprotokoll geführt. Er kennt leider nicht seine Grenze beim Alkohol, wenn er trinkt. Für die PTBS hat er nur noch das Escitalopram für die Angst drin. Es ist halt ein Kreislauf, welchen er selbst durchbrechen muß und daran arbeitet er mit seiner Therapeutin dran. Wir haben das Glück,das seine Ärztin auch Therapeutin ist und sich mit PTBS sehr gut auskennt. Wie sagte seine Ärztin neulich. Ihm wurde als Kind und Jugendlicher bei gebracht,das Alkohol dazu gehört und super ist und das muß man im Gehirn umsetzen, aber das kann man nur, wenn er einsieht,das er ein Problem damit hat. Und daran arbeiten sie. Wow, 40 Jahre ist auch eine sehr lange Zeit. Hast du körperliche Schäden davon getragen? Nach welchem Zeitpunkt hast du gemerkt,daß es dir mit dem NEM's besser geht?



   
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gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4318
 

Verfasst von: @krankenschwester

Er kennt leider nicht seine Grenze beim Alkohol,

Das ist ja das Kernkriterium für Alkoholismus ....

Verfasst von: @krankenschwester

wenn er einsieht,das er ein Problem damit hat. Und daran arbeiten sie.

Da würden mich ja wirklich mal die Techniken zu interessieren. Das wäre das erste Mal, dass ich von einer erfolgreichen Strategie lerne, wie man einem Alkoholiker (oder: "Missbraucher") nahe bringen kann, dass er ein Problem hat. Ich meine das wirklich ernst. Nach meiner (mittlerweile recht umfangreichen) Erfahrung geht das nämlich nicht.

Erst, wenn es bei ihm "klick" macht, kommt der Ball ins Rollen. So mein Wissen.

Bin gespannt!

Liebe Grüße

Gaby

 



   
1
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