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coffeexx
(@coffeexx)
Mitglied
Nüchtern: 1 jahr
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 125
Topic starter  

Hallo zusammen, bin bis jetzt nur passiv hier gewesen um meine Zeit bis zum Start in mein neues Leben vorzubereiten. Ab jetzt wird es  ernst heute ist Tag 1 und ich bin mal gespannt was ich alles erleben werde, freue mich auf alles was geschehen wird. Danke Euch das ich hier sein darf. Grüße Coffeexx



   
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coffeexx
(@coffeexx)
Mitglied
Nüchtern: 1 jahr
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 125
Topic starter  

Bin jetzt mal ne Stunde um den Block gelaufen und hab Luft geholt.

Die Anfangseuphorie die mich getragen hat ist leer und verbraucht, bin mit mir selbst unzufrieden obwohl ich so viel für mich mache, komme nirgends so richtig weiter und Geduld ist absolut nicht meine Stärke.

Es nützt mir alles nichts ich muss einfach weiter machen, die Erfolge in all meinem Tun werden kommen das weiß ich aber hier und da könnte ich schon mal etwas für meine Seele gebrauchen.

Mein Thema mit mir mal nüchtern zu betrachten und zu analysieren ist was ganz neues für mich damit muss ich erstmal umgehen lernen.

Bin mehr mit mir und meinem Sein und tun beschäftigt als daran zu denken Alkohol zu trinken oder nicht zu trinken.



   
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coffeexx
(@coffeexx)
Mitglied
Nüchtern: 1 jahr
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 125
Topic starter  

Ciao @birgitta 

an sein neues ich gewöhnen, das stimmt.Wer war ich 40 Jahre lang und wer bin ich jetzt oder werde ich in Zukunft sein. 
Der Gedanke sich selbst neu kennenzulernen ist schon verrückt.



   
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birgitta
(@birgitta)
Mitglied
Nüchtern: 1 jahr
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 603
 

@coffeexx Ich glaube diese Phasen sind normal. Immerhin haben wir die grossen Fragen jahrzehntelang "zugeschüttet". Nun melden sie sich und verunsichern uns, vielleicht sind wir auch traurig über das, was wir verpatzt und vermasselt haben.

Jetzt ist es wichtig den grossen, ungefilterten Batzen der da vor einem liegt kleiner zu machen.

Gute Gespräche helfen, Lob und Anerkennung für die körperliche und geistige Mammutaufgabe, die wir gerade bewältigt haben.

Wo soll es nun hingehen? Wer bin ich? Was soll noch aus mir werden? Was wünsche ich mir noch, , wo will ich hin? Was habe ich falsch gemacht und was daraus lernen? Ist mein neues Ich richtig?..... Diese Fragen können bis zur Bucket-List und dem Sinn des Lebens führen. 

Wenn niemand da ist, schriftlich strukturieren und freundlich zu sich sein. In kleinen Schritten gehen. Niemand kann sich an dem Punkt, an dem man nun nach so langer Verdrängung und Unterdrückung steht, selbst komplett erkennen. 

Ich hab mir in diesen Phasen Listen gemacht und sie sortiert und versucht die Problems zu filetieren. Eines Tages, als mich Depression tief gefangen hielt und mir die Kraft zum vernünftigen, weitgefasstem Denken gar nicht mehr gegeben war, bekam ich die Idee täglich  eine mutbringende Tagesaufgabe zu erfüllen: Jeden Tag, mit dem Handy ein schönes, optimistisches Bild machen und so lange suchen, bis  eines im Kasten ist. Irgendwann waren die Bilder so gut ausgefallen, dass ich sie in den Status gestellt haben. Heute, nach 3 Jahren habe ich eine gute Kameraausrüstung, fotografiere recht passabel und mache Menschen damit eine Freude.——- Das ist natürlich nur ein Beispiel für die Effizienz der heilsamen, kleinen Schritte.

Vielleicht helfen Dir diese Gedanken? Ich wünsche Dir einen schönen Abend!



   
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coffeexx
(@coffeexx)
Mitglied
Nüchtern: 1 jahr
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 125
Topic starter  

@birgitta ich mag deine Art zu schreiben sehr😘 und durch Deine Erfahrungen hat man neue Ansätze die einen zum Nachdenken bringen.

genieße den Abend.. 



   
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schukat
(@schukat)
Mitglied
Nüchtern: 1 jahr
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 455
 

@coffeexx ich war auch mal nen Tag mies gelaunt. Bin jedem aus dem Weg gegangen. Am nächsten Tag war alles wieder gut.

Ich kenne auch die Euphorie vom Anfang. Da wäre ich beinahe wieder rückfällig geworden. Ich bin auch den Weg mit langsamen Schritten gegangen. Habe viel nachgedacht. Ganz am Anfang habe ich definitiv wegen meiner Gesundheit aufgehört zu trinken. Da stand sogar im Raum ob ich einen Tumor / Krebs habe. ich musste wochenlang diese Ungewissheit aushalten. Und Geduld ist gar nicht meine Stärke. Aber ich musste Geduld haben und abwarten. Zum Glück war dann alles gut und ich bin gesund. Also irgendwelche Wehwehchen zählen im Vergleich zu Krebs bei mir als unwichtig.

Ich hatte nochmal eine kritische Situation wo ich nah dran war wieder zu trinken.

Da habe ich hier den für mich besten Tipp erhalten mit dem „zu Ende“ denken. Das habe ich dann jeden Tag geübt. Meistens während der Autofahrt zum Job. Und in der Zeit habe ich mich bewusst nochmal für die Nüchternheit entschieden. Einfach für mich selbst und weil das Leben nüchtern schöner ist und diese Freiheit dadurch ist unbezahlbar.

Ich habe einige Höhen und Tiefen erlebt. Irgendwann vor wenigen Wochen hat es dann bei mir „Klick“ gemacht. Ich stehe jetzt fest hinter der Nüchternheit und meine Persönlichkeit.

Ich habe dann noch ne harte Zeit gut gemeistert, als meine Mutter einen bösartigen Tumor hatte. Da hätte ich sonst Flaschenweise Wein getrunken um diesen Stress auszuhalten. Auch bei ihr ist alles gut geworden und nun bin ich sehr ausgeglichen.

Ich finde es auch normal, dass man auch mal schlechte Laune hat, oder müde ist oder faul oder nen Durchhänger hat usw. 

Aber Birgitta hat das schön geschrieben, wir haben einiges zu tun mit der Abstinenz. Inneres Aufräumen und sich auseinandersetzen. Da kann auch mal die Laune Achterbahn fahren.

 



   
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coffeexx
(@coffeexx)
Mitglied
Nüchtern: 1 jahr
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 125
Topic starter  

@schukat 

Jetzt bin ich auf der Terrasse, Selfcare 💅🏻das hat man(n) dringend nötig 😉



   
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coffeexx
(@coffeexx)
Mitglied
Nüchtern: 1 jahr
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 125
Topic starter  

@schukat 

im Gegensatz zu Dir hatte ich in meinem ganzen Leben nie wirklich ernste Sorgen oder Probleme, egal welcher Art, mir gings immer gut.

Du weißt es jetzt zu schätzen das es Dir gut geht, für mich war es normal und ohne Wertschätzung.



   
1
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schukat
(@schukat)
Mitglied
Nüchtern: 1 jahr
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 455
 

@coffeexx das ist doch richtig schön und positiv, da hast du doch allen Grund dich zu freuen und gut für dich zu sorgen. Hast ja nun wieder angefangen mit Gitarre spielen und vielleicht gibt’s noch weitere Dinge die du nun mit klarem Kopf gut machen kannst. Ablenkung ist nämlich wichtig. Ich bin Tänzerin und tanze ständig. Viel Bewegung ist natürlich auch für die Figur gut. 

Auch gibt’s doch immer unerledigte Dinge die immer liegen geblieben sind weil man lieber was getrunken hat. Da ist nun endlich Zeit diese Sachen zu erledigen. Und natürlich die Innenschau. Fragen wie: Wie geht’s mir überhaupt,  was ist mir wichtig, was möchte ich ändern usw.

 



   
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coffeexx
(@coffeexx)
Mitglied
Nüchtern: 1 jahr
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 125
Topic starter  

@schukat 

Da hast Du schon recht, nur ist es eben schwierig wenn es einem nie richtig schlecht ging zu wissen wie es sich anfühlt… aber ich habe schon verstanden was Du mir sagen möchtet und dafür Danke ich Dir sehr 🙏

… und wow ne Tänzerin bist Du, lernt man auch nicht jeden Tag kennen, Respekt. 
Ich tanze auch aber eher wie ein Backstein 🥴 aber das ist eine andere Geschichte😮‍💨😂



   
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coffeexx
(@coffeexx)
Mitglied
Nüchtern: 1 jahr
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 125
Topic starter  

..



   
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