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Ein Hallo in die Runde,
nach Äonen mit Alkohol und anderen Süchten, will ich nun auch das xste Mal auf Alkohol verzichten. Bisher scheiterte dies IMMER an Craving und daran das so Situationen und Situatiönchen ohne kaum aushaltbar waren. Hinzu kommt, dass ich auf Rausch stehe. Einfach mal komplett frei sein im Kopf...
Zu meiner Geschichte: definitiv genetisch vorbelastet, komplizierte Kindheit, Vater iwie komplett verdreht, dann weg. Ängstliche, nicht super alltagstaugliche Mutter, der ich früh, bzw. viel zu früh beste Freundin war. Obwohl nicht gläubige Familie, die protestantische Ethik wurde, auch mit vielen inherenten Widersprüchen gelebt. Sehr früh teilte ich Krankheiten und Schmerzen nicht mehr mit, wollte meine liebevolle Mutter nicht belasten.
Ständig Fasching im Kopf, sehr intelligent, hoch emotional. Heute weiß ich ADHS. Alkohol seit dem 13. Lebensjahr, mal mehr, mal weniger, war aber immer präsent.
Kein guter Start. Habe das Gefühl weit hinter meinen Fähigkeiten zurück geblieben zu sein.
Alkohol u.a. beruhigen und fokussieren mich. Machen mich aber auch krank, logisch. (Z.B. ein Karpaltunnelsyndrom kann auch einfach zuviel Alkohol sein)
Habe das Buch vorgestern in die Hand bekommen. Eine Offenbarung. Alles so logisch. Habe sofort auch Studien quer gelesen. Nun werde ich einiges aus dem Buch befolgen und ich lese auch schon fleißig im Forum.
Heute Tag 2 ohne Alkohol.
Vorab möchte ich hier allen für Ihre Offenheit danken. Werde sehen wie ich mich einbringe.
Herzlich Rübeqaul
@harley Ich gönne jedem seine/ihre freie Zeit. Aber die möchte ich auch unbeschwert haben. Und möchte nicht meinen Post im Netz finden, mit einem doch sensiblen Thema. Überschriften sind verkürzt, allerdings sollten sie auch den Kern der Sache treffen, und nicht den Zusammenhang weglassen um schön reißerich zu sein. Und das Bild ist ein ekliges Klischee. Schön, dass Du Dich vor Bernd und Gaby stellst, aber diesen Beitrag muss ja jemand erstellt haben.
@ruebequal Klar. Und anstatt die beiden direkt anzumailen versuchst Du lieber einen Shitstorm auszulösen. Ist ja viel wirksamer.
Es sind zwei Leute, die das Forum an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr am laufen halten. Die müssen natürlich auch an einem Feiertag sofort für Dich da sein.
Ja, ne, is aber klar. Das Recht muss natürlich jeder zu jeder Zeit in einem kostenlosen Forum wahrnehmen können.
Ich fasse es nicht.
@admin Danke, auch dafür das der Beitrag nicht mehr auf der Verlagsseite zu sehen ist.
@harley Das hier ein strafrechtlich relevantes Thema veröffentlicht wurde, magst Du nicht verstehen, oder? Wäre es das Rezept meines Lieblingsrührkuchen, hätte ich natürlich anders regiert. Das Zitat der AGB's ist auch kein Shitstorm.
Aber, es ist ja geklärt bzw. öffentlich unsichtbar.
@soberrebel Die Produkte stehen schon auf meiner Liste! Ich habe mir eine Sammlung für mich ergoogelt, die ich mal nach und nach ausprobieren will. Jörg Geiger lässt sich ggfs mit einem Urlaub verbinden. Danke dennoch für den Tipp!! 😊
Bald 3 Monate nüchtern. Wie geht es mir?
Der Alkohol ist merkwürdig weit weg. Kein craven, keine Lust drauf. Nichts. ((Macht mich ein bisschen misstrauisch) Keimt dann doch mal ein winziger Gedanke auf, reicht es, dass ich Zusammensetzung, Wirkung und Geschmack memoriere. Und sofort ist der Gedanke weg.
Seit ca. circa 2 Wochen habe ich ein Motivationshoch. Kurz unterbrochen von der harten Realität. ( Konnte vor 20 Jahren mein Hochschulstudium nicht beenden. Hatte starke Depressionen und komplett null Kraft. Musste für meinen Unterhalt sorgen, schleppte mich ein Jahr auf Knien durch mein Leben. Habe mich dann exmatrikuliert um irgendwie Ordnung in das Ganze und Geld (Alg II) zu bekommen. Habe keine Scheine oder Prüfungsergebnisse abgeholt. Also, alles futsch. Ich habe damals von niemanden irgendwelche Hilfe bekommen. Irgendwann war es mir entfallen, dann nicht mehr wichtig, dann unschaffbar etc.. 6 Jahre(!) später die Diagnose: extreme Schilddrüsenunterfunktion. Dann nochmal 6 Jahre Ärztemarathon, bis ich endlich gut eingestellt war.) Heute ist mir das Direktstudieren mit Abschluss nicht mehr möglich, da ich zu alt bin. Und finanzieren können wir ein privates Studium nicht, ausserdem ist mit meiner ADHS ein umfangreiches Fernstudium nicht schaffbar.
Diese verpasste Chance wurmt mich so unendlich, dieses Nichtwertlegen auf Bildung seitens meiner Familie kotzt mich so extrem an. Ich war ein liebes aber tempramentvolles Kind, habe ständig geredet und mich bewegt. Meine Mutter hat sich dafür geschämt. Meine Bildung war ihr egal, Hauptsache ich funktionierte und war weniger. Und die ganze Wichtigkeit von einer guten Bildung ist mir sehr spät aufgegangen, mein Hochschulstudiem wurde als fixe Idee angesehen. Merke gerade wie zornig mich das alles macht.
Aber, ansonsten: mir geht momentan vieles leichter von der Hand. Meine Tage sind strukturierter, ich bin deutlich fitter. Die Depression hat sich zu 40 % gebessert. 6 kg abgenommen.
Nun werde ich in mich gehen, aber auch zu Beratungen, um zu gucken wo auf dem Arbeitsmarkt mein Platz sein könnte. Falls Ihr zu dieser Wegsuche Ideen habt, ich bin höchst dankbar 🙂.
Frühlingsrübe
@ruebequal wie schön von Dir zu hören! Auch super, wie das mit dem Alkohol bei Dir klappt. Ich möchte Dir sagen, (auch wenn das nach Klischee klingt), dass nicht "Bildung" und ein Hochschulabschluß zählt, sondern Intelligenz und Herzensbildung und davon hast Du ganz schön viel abgekriegt, finde ich so aus der Ferne. Also mehr als einige Dr., Ing. und Konsorten. Aus Dir ist doch ein toller Mensch geworden, versuch mal, Deiner Mutter zu verzeihen.
Wenn ich Du wäre, würde ich jetzt mal eine Weile in mich hineinhorchen, was mir wirklich Spaß machen könnte und nur das würde ich tun, egal ob Abschluss oder nicht, wen soll das noch interessieren?
Ich habe überlegt, ob ich wieder mit Zeichnen anfange, das konnte ich mal gut, aber bisher hat es noch nicht Klick gemacht. Wenn nicht, dann nicht. Französisch richtig können wäre auch was, aber... siehe oben. Im Zweifel lese ich dann doch lieber ein gutes Buch. Aber wer weiß, was mich noch ereilt.
Auch ich habe gerade ein kleines Zwischenhoch, liegt am Wetter (endlich!) und daran, dass auch ich mich fit fühle. Ich ackere schon den ganzen Tag im Garten herum und sitze gerade pausierend mit dem Laptop in der Sonne. Ein Beispieltag!
Liebe Grüße!
@forevergreen Liebe Greeni, mir geht es nicht um verborgene Talente, sondern um einen anerkannten Abschluss. Ich möchte schon noch gern 10-12 Jahre arbeiten. Habe viele und wertvolle Erfahrungen. Mit einem nur zum Teil anerkannten Abschluss ist es nicht möglich im sozialem Bereich zum Beispiel als Beraterin, als Sozialarbeiterin zu arbeiten. WEIL DAS PAPIER FEHLT. Leider sind die Bildungstrukturen in Deutschland da extrem unflexibel. Ich würde gern ergänzende Kurse absolvieren, gibt es aber nicht. Anerkennung der Berufsjahre gibt es in dem Bereich nicht, wie auch in keinem anderen. Angleichungsqualifizierung auch nicht. Es scheint eine große akademische Lobby zugeben, die die Reihen geschlossen halten will. Völlig unrealistisch bei dem Fachkräftemangel.
Hätte gern und bestimmt vorbildlich in einem Frauenhaus gearbeitet. Die Mitarbeiterinnen fanden mich toll, ich sie auch. Aber die Qualifizierung....
Mir wurde auch schon empfohlen als Schulbegleiterin zu arbeiten, dass entspricht aber nicht meinen Vorstellungen: die Bezahlung ist unterirdisch, Tendenz Unterschreitung Mindestlohn. Die Arbeit mit nur einem Menschen ist mir emotional zu erdrückend (gerade für s.o.) Auch sehe ich mich eher mit Gruppen arbeitend. Schulsozialarbeit, Drogenhilfe.
Hier lasse ich mich jetzt von der Stelle des Bildungsminsterium beraten, viel Hoffnung habe ich nicht.
@ruebequal verstehe, liebe Rübe. Ich muss mich entschuldigen, ich bedenke nicht, dass nicht jede so hobbymäßig als Zubrot zur Rente arbeiten will oder kann wie ich. So eine Schulbegleiterin ist ja auch ein halbes Ehrenamt. Tja, über unser Bildungssystem und dessen Flexibilität will ich mich lieber nicht auslassen, das würde hier den Rahmen sprengen und möglicherweise müßte Gaby mich zur Ordnung rufen:) aber wie Du schon sagst, es ist unklar, wie das in Zukunft mit dem Fachkräftemangel funktionieren soll, wenn sich da nichts ändert.
Bei uns in der Gegend haben sich viele Menschen angesiedelt, die etwas "anders" sind und "anders" leben wollen und ich mache schon immer meine Witze darüber, dass es im Dorf XY mehr Coaching-Angebote als zu bespielende Menschen gibt. Ich meine das nicht verächtlich:)
Eigentlich kann sich doch jede oder jeder so nennen, oder? Es ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Vielleicht könntest Du Dich über diese Schiene in die soziale Arbeit einschleichen? Nur so eine Idee...
Liebe Grüße!
3 Monate und 15 Tage.
Ich bin heute ein wenig aufgedreht. Habe die erste Erkältung in der Abstinenz. Die nächste Hürde. Früher medikamentierte ich mich selbst: Grögchen, Glühweinchen (nein, warmes Bier nie). Und war mir sicher, dass es mir gut tut. Ich glaube, sogar bei meiner einzigen Coronainfektion habe ich gesoffen. Hatte ich erwähnt, dass ich sehr intelligent und geistig rege bin? Wie kann frau sich selbst so bescheißen?
Und nun natürlich nichts. Geht super. Das Schlafen war jetzt nicht so prickelnd, aber das wird sich wieder einrenken... Komischerweise habe ich überhaupt keine Kopfschmerzen. Bei Infekten der oberen Atemwege sonst immer. Überhaupt, Kopfschmerzen. Hatte ich seit 3 Monaten nicht, sonst, auch wenn ich keinen Kater hatte, recht häufig. Das ist mal ein ordentlicher Punkt auf der Habenseite.
Und die vielbesungene mentale Klarheit, bei der ich keine Ahnung hatte, was die ist und wo die bei mir denn sitzen sollte, stellt sich ein. Wenn ich über etwas nachdenke das es zu lösen gilt, zeigen sich Wege, nicht endlos verschlungenen, sondern mit Richtung. Und es werden hier auch mal Sachen zu Ende gedacht. Das ist fein.
Ehrlich, ich bin so *piep* dankbar. @gaby_guzek @admin @alle
Und das Unglaublichste bleibt. Alkohol ist mir weiterhin einfach so egal. (Die Substanz, nicht deren Stellung in der Gesellschaft)





