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Hallo ihr Lieben, ich bin schon seit mehreren Monaten Mitglied, aber ich habe erst jetzt den Mut aufgebracht um mich vorzustellen. Anfang 40 verheiratet und ein Sohn.
Angefangen hat meine Alkohol Karriere relativ unspektakulär. Ich musste mein Seelentier einschläfern und dachte ein wenig Courage antrinken schadet in der Situation nicht. Sie war seit 18 Jahren an meiner Seite und ich konnte sie nicht wirklich gehen lassen.
Das Resultat war ,ich habe mir dennoch die Augen aus dem Schädel geheult und sie fehlt mir bis zum heutigen Tag.
Der Prosecco um den Verlust zu überwinden wurde Standard bis mich mein Mann mit einer Batterie davon erwischte. Ich schwor Stein auf Bein ich könnte das beenden. Der Witz des Monats!
Corona kam und durch Selbsverschulden verlor ich meinen Job in dem ich 15 Jahre arbeitete. Mir fiel buchstäblich die Decke auf den Kopf. Aber zum Glück gibt es ja Supermarkt und Co direkt vor der Nase und sind in dieser Situation deine engsten Freunde.
Kurz darauf konnte ich ein neues Aufgabengebiet in Angriff nehmen (vom Buchhandel zur Modebranche). Nach gerade mal 3 Monaten wurde meine Chefin gefeuert und meine Bezirksleitung schlug in Ermangelung von Alternativen mich vor. In geistiger Umnachtung und völlig Nichtsahnend sagte ich zu. Ich hatte weder die Kompetenz noch die Erfahrung in einer Führungsposition.
Von vorher 90 Stunden, arbeitete ich nun 160.
Zu der Zeit bekam mein 16 jähriger Sohn starke Depressionen die er nicht mehr allein bewältigen konnte. Sein einziges Kind als Häufchen Elend auf der Couch vorzufinden ist kein Highlight im Mutter Dasein.
Ich fühlte mich hilflos und in meiner neuen Position hatte ich kaum Zeit für ihn da zu sein.
Aber die netten Flaschen in der Weinabteilung versicherten mir wiederholt das mit Ihrer Hilfe alles viel leichter wird.
Mein Sohn ist jetzt seit einem Jahr in der Therapie. Ich bin kein von morgens bis abends Trinker. Abends nach der Arbeit oder viel schlimmer wenn ich frei habe, komme ich nicht zur Ruhe und stütze mich auf dieses Miststück Alkohol. Mittlerweile bin ich bei einer Flasche am Tag. Etwas härteres kommt nicht in die Tüte, macht es aber auch nicht besser.
Mein Mann ahnt nichts ich überschreite nicht die Grenze das er etwas merken könnte. Würde er meinen Kleiderschrank öffnen wäre das für ihn eine echte Offenbarung!
Bitte entschuldigt den langen Text ihr bekommt ein Bienchen wenn ihr durchgehalten habt.
Was kann ich tun um runterzukommen, meine Nächte sind grauenhaft, mehr als 3 Stunden am Stück schaffe ich nicht. Hätte die Hauptrolle in Walking Dead
Danke für eure Antworten
@kariobinga Herzlich willkommen! Kennst du das Konzept "Alkohol adé", da findest du sicher viele Antworten. Jedenfalls wünsche ich dir viel Erfolg auf deinem Weg in ein Leben ohne das sch... Nervengift! 🧡
@kariobinga Herzlich willkommen! Wenn Du schon länger mitliest brauche ich Dir nichts erzählen von Gabys Buch und das u.a. ich mit dem Konzept auf Anhieb das Nervengift stehenlassen konnte. Liest sich wie ein völlig überlasteter Entspannungstrinker ...
Salut @kariobinga und herzlich willkommen in dieser Runde. Danke für Deine Vorstellung Wenn Du Dich schon etwas länger mit dem Thema Alkohol beschäftigst, wirst Du vielleicht schon gelesen haben, dass er - zusätzlich zu Deiner Stressbealstung - Deinen Schlaf boykottiert, so dass er am Ende überhaupt nicht mehr erholsam ist. Was wiederum zusätzlichen Stress in Deinen Alltag bringt, den Du abends offenbar mit Alkohol bekämpfst. Ein Teufelskreis, den Du da beschreibst. Kurz: Du wirst im Buch zum Forum einiges an Erklärungen finden, wie Du gegensteuern kannst, das fängt an bei der Einnahme der Nahrungsergänzungsmittel bis hin zu alltagstauglichen Strategien, ohne Alkohol das Leben zu meistern. Lies' Dich also ruhig ein und stelle hier gerne jederzeit Fragen.
LG, Kris
eine Frage zu Deiner Arbeitsbelastung: Du arbeitest 160 Stunden im Monat nehme ich an?
@kariobinga Hast Du denn bislang den Versuch unternommen, abstinent zu leben? Wenn ja, was hat Dich zurück zum Alkohol geführt? Du hast eine sehr klare Analyse Deines Konsums dargelegt.
4 Wochen hatte ich letztes Jahr im August geschafft und war unglaublich stolz ohne Unterstützung so lange abstinent zu sein. Dann kamen extreme Zahnschmerzen die sich über Monate hingezogen haben.
Schlussendlich mussten 2 Zähne nach endlosen Wurzelbehandlungen gezogen werden. Schmerzmittel schlugen nicht an. Also Griff ich zurück zu der denkbar schlechtesten Lösung um die Schmerzen ertragen zu können.
Auch nach dem Ziehen keine Ruhe durch ein Trauma und die CMD Therapie hilft nur bedingt. Dazu kommt ein Tinnitus den ich seit der Depression meines Sohnes beherberge und das Schlafen mehr als beeinträchtigt
@kariobinga Da hast du einiges durchgemacht ... Hast du das Buch von Gaby und Bernd schon gelesen bzw. es mit den NEMs probiert?
- Das Buch gestern runtergeladen und dank desaströser Nacht zur Hälfte durch. Werde mir die NEMs bestellen. Habe es schon mit Vitamin D und B probiert aber in Kombination mit den anderen Präparaten noch nicht. Ich möchte einfach von dieser Routine wegkommen das meine tägliche Flasche dazugehört wie Zähneputzen.
- Ich möchte stark für meine Familie sein, mein Mann hat seit Wochen ein Erschöpfungssyndrom und ist krankgeschrieben, mein Sohn ständige Up and downs. Ich finde keinen Ruhepol.
Auch von mir ein herzliches Willkommen. Meine Geschichte kennst Du ja, sie ist das Vorwort des Buches. Ich bin sicher, Du hast einige Parallelen entdeckt.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du - wie ich - eine typische Entspannungstrinkerin bist. Wenn es bei Dir ist, wie bei mir, werden Dir vor allem die GABA-Sticks sehr gut tun.
Ich möchte aber noch was anfügen. So weit bist Du im Buch noch nicht, deshalb: NEMs unterstützen, aber sie haben allein noch niemanden vom Alkohol weggebracht. Der dritte Buchteil handelt ausschließlich von Tipps und Anregungen, was Du in Deinem Alltag verändern musst, sonst ist der Rückfall vorprogrammiert.
So ausgepowert und gefordert wie Du bist, würde ich mal mindestens eine Krankschreibung vorschlagen. Drei Wochen oder mehr.
Es ist kaum zu schaffen, aus dem Alkohol auszusteigen, gleichzeitig einen oberstressigen Job zu haben und eine Familie, die auch noch Kraft braucht.
Lies Dich in Ruhe ein, hier im Forum und im Buch und frage gerne. Dafür sind wir da.
Liebe Grüße
Gaby





