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Tach auch!
Nachdem ich mich heute hier angemeldet habe, stelle ich mich auch gleich mal vor. Die "harten" Fakten:
Weiblich, Ende 40, selbstständig und Teil einer Patchworkfamilie mit 1-3 Kinder (je nachdem, wann die jeweiligen Kids bei den Ex-Partnern sind). In Deutschlands Norden angesiedelt, aber auch bei Regen meistens gut gelaunt. Alkoholprobleme seit fast dreißig Jahren, bewusst zum ersten Mal erkannt Ende 2011. Seitdem mal längere (2 Jahre), mal kürze (2 Minuten) Phasen der Abstinenz, jetzt wieder Nichttrinkerin seit dem 28.06.2020, also bald 4 Monate. Und dieses Mal tatsächlich mit dem Gefühl, es könnte nun für immer sein.
Das war das Wesentliche in aller Kürze. Freue mich auf den Austausch hier!
Liebe Grüße
Windy (frei nach "windofchange")
Herzlich Willkommen!
Ein frischer Wind ist immer schön, ne steife nördliche Brise allerdings auch. Die macht den Kopf so schön frei 😀
Du schreibst " ... mit dem Gefühl, es könnte nun für immer sein." Was gibt Dir dieses Gefühl? Was ist diesmal anders?
LG und schön, dass Du da bist!
Danke für die Begrüßung!
Tja, also was ist anders? Zuerst einmal nehme ich seit vier Wochen Antabus (ein Medikament, das für eine ABSOLUTE Alkoholunverträglichkeit sorgt). Damit wurde mir eine Entscheidung abgenommen und gleichzeitig die Freiheit geschenkt, nicht mehr darüber nachdenken zu müssen, ob ich vielleicht doch etwas trinke sollte. Keine Gruppendiskussion mehr im Kopf über "Hm, nein, lieber nicht - oder doch?" - da ist Ruhe im Karton, ich KANN gar nichts mehr trinken. Es sei denn, ich lege Wert darauf, mich in schlimmen Magenkrämpfen zu winden und in die Rabatten zu kotzen.
Aber, halt! Denkt jetzt nicht: "Ach soooo, das ist ja was anderes, die KANN ja gar nicht mehr, und sobald die das Zeug nicht mehr nimmt, schraubt sie sich wieder einen auf!"
Denn dieses Mal war es schon anders, BEVOR ich mit Antabus angefangen habe, immerhin war ich zuvor bereits drei Monate "trocken" (ich mag dieses Wort nicht). Das Antabus nehme ich zur Unterstützung, zur Festigung meines Zustands, bis er mir "in Fleisch und Blut" übergegangen ist (und weil ich ein neugieriger Mensch bin und fast immer ALLES ausprobiere, was interessant klingt und nicht allzu gesundheitsschädlich erscheint).
Ob ich wirklich Antabus hinzuziehen soll - darüber habe ich eine ganze Weile nachgedacht. Viele in meinem Umfeld halten das für "Mit Kanonen auf Spatzen schießen". Schließlich habe ich noch nicht auf einer Parkbank gelebt und mir auch nicht rund um die Uhr den Strohrum reingekippt. Ich bin eine so genannte "Funktionierende Alkoholikerin" (das Wort Alkoholiker mag ich auch nicht, aber ich benutze es hier der Einfachheit halber). Zwar hatte ich in meinem Leben schon häufiger auf sehr unschöne Art und Weise "die Lampen an", aber ich bin nicht aus dem sozialen Netz gekippt. Viele Menschen glauben ja, man hätte nur dann ein Suchtproblem, wenn man von gesammeltem Dosenpfand lebt ...
Jedenfalls: Ich fand Antabus richtig für mich - und meine behandelnde Ärztin, eine tolle Suchtexpertin, auch.
Das dazu. Aber was war nun schon vorher anders? ICH war anders. Und die Fachleute, an die ich bei meinem letzten Rückfall geraten bin und die mir endlich mal ZUGEHÖRT haben, die waren es auch. Seit langem bin ich bereits überzeugt davon, dass "gängige" Alkoholtherapien mir nicht helfen können. Könnten sie das, hätten sie das längst. Ich war in diversen Kliniken und bei ambulanten Therapien, hätte mich fast zu einer Langzeittherapie breitschlagen lassen (obwohl ich noch eine kleine Tochter habe und das gerade unter solchen Umständen sehr schmerzhaft und schwierig ist), habe Selbsthilfegruppen aufgesucht, teure Coachings gemacht, Hypnose, Trallala und Hupsassa. Hätte mir jemand gesagt, dass es helfen könnte, einen Schamanen zu bemühen, hätte ich auch das gemacht. Anders formuliert: Ich will und wollte nicht mehr trinken, aus ganzem Herzen nicht. Und es hat mir auch keinen Spaß mehr, keine Freude bereitet. Alkohol macht mich depressiv, verzweifelt, disziplinlos und schlapp. Es macht aus mir einen Menschen, den ich nicht ausstehen kann - eine wesentlich schlechtere Version von mir. Und trotzdem, TROTZDEM ist es - selbst nach längeren Phasen der Abstinenz - immer wieder passiert. Zum Verzweifeln, zum irre werden! Vor allem, weil ich doch eigentlich - behaupte ich jetzt mal so - ein recht schlaues Exemplar bin. Ich WEISS doch, was Alkohol mit mir anstellt. Und dass es mir ohne ihn SO VIEL besser geht - wie kann ich da so unfassbar bescheuert und vor die Pumpe geflitzt sein, ihn mir immer wieder reinzukippen? Ich fresse doch auch keine Nüsse, wenn ich dann einen anaphylaktischen Schock erleide!
Also, ich habe so gut wie alles ausprobiert. Ich habe in Gruppentherapien vor jedem erdenklichen Flipchart gesessen und mir geduldig angehört, was "Trigger" sind und wie sie entstehen, wie man das "Craving" überwindet (was ich gar nicht habe und hatte - aber selbst das hat nichts geändert), habe fleißig sicher fünfmal meine Biografie aufgeschrieben und Notfallzettel fürs Portemonnaie entworfen, habe soziale Kompetenztrainings absolviert, mich zur Stationssprecherin wählen lassen (viermal), habe angemessen devot die Ratschläge von Psychotherapeuten und Ärzten befolgt, in der Bewegungstherapie meine Namen getanzt, mit Pfeil und Bogen geschossen oder mir mit anderen Patienten Medizinbälle zugedribbelt - und habe in der Ergo sicher schon an die zehn Aschenbecher aus Speckstein gehauen (beim Buch "Alkohol Adé" musste ich von Herzen lachen, als du, Gaby, genau diese Sache mit dem Speckstein erwähnst :-)) Been there, got that T-Shirt, ich habe das alles MEHRFACH hinter mir. Und ich habe schlicht NIE den Eindruck gehabt, dass das für mich auch nur in IRGENDEINER Art und Weise hilfreich ist. Vor allem die Aschenbecher nicht 😉 Ich kam mir immer nur irgendwie "verwahrt" vor. Geparkt in Einrichtungen mit Maßnahmen ohne Sinn und Verstand, was sich einem ja schon allein schon dadurch erschließen könnte, dass dort ALLE Patienten dasselbe Programm absolvieren. Wozu eine "Struktur" lernen, wenn ich die doch in meinem normalen Leben durchaus habe? Ich stehe - auch außerhalb eines Krankenhausaufenthaltes - jeden Morgen auf, kümmere mich um mein Kind und arbeite dann - weshalb sollte ich in der Klinik am Frühstücksdienst teilnehmen, den Blumendienst absolvieren oder sonstwie lernen, mich an geregelte Zeiten und Aufgaben zu halten? Ja, das mag für einige hilfreich sein - andere bringt es eher dazu, sich gleich wieder besaufen zu wollen. Ich fühlte mich absolut nicht ernst genommen, als ich irgendwann zaghaft anmerkte, dass ich den Eindruck hätte, dass das, was man bei mir zu therapieren versucht, schlicht nicht meine Probleme betrifft. Und auch nicht die vieler anderer. Da galt ich dann als uneinsichtig und renitent. Auch, als ich erklärte, dass es doch wesentlich schönere Aufenthaltsorte als eine Suchtstation gäbe und dass ich sicher nicht hier wäre, wenn ich nicht wirklich, wirklich, WIRKLICH gewillt wäre, etwas zu verändern. Auf Barbados zum Beispiel, mit einem Schirmchendrink in der Hand 😉
Ich war hunderte Male bei Selbsthilfegruppen, habe Hand in Hand mit fremden Menschen den Gelassenheitsspruch runtergebetet und mich darauf eingelassen, mich Woche für Woche mit genau dem Thema zu beschäftigen, das ich doch so gern aus meinem Leben RAUS haben möchte: das Thema Alkohol. Das ist doch total absurd! Warum ständig um etwas kreisen, was am besten ein für alle mal weg soll? Ich habe mal geraucht und mache das seit Jahren nicht mehr. Hier geht es mir ähnlich wie Pony: Ich denke NULL an Zigaretten, meistens fällt mir nicht mal mehr auf, wenn jemand raucht, Zigaretten spielen bei mir schlicht keine Rolle mehr.
So kam ich irgendwann zu der festen Überzeugung, dass gängige Suchttherapien mir nichts bringen. Dass sie mich langweilen und nerven. Natürlich wurde mir das als Arroganz ausgelegt, als Unwillen, etwas zu verändern (ja, leider auch von Mitgliedern meiner Familie, die mich UNBEDINGT in einer Langzeittherapie haben wollten). Also habe ich irgendwann angefangen, mir eigene Wege zu suchen. Habe alles gelesen, was mir in die Finger kam, habe gesucht und gesucht und gesucht (auch Baclofen habe ich ausprobiert, aber bevor das hier acht Kilometer lang wird, erwähne ich das nur am Rande). Einiges hat mich gefühlt Stückchen für Stückchen weiter gebracht, anderes nicht. Aber ich kam langsam mehr und mehr zu einer neuen Einstellung. Zu einer neuen Einstellung gegenüber dem Alkohol. Nicht zu trinken bedeutet keinen Verzicht - es ist ein GEWINN fürs eigene Leben (ja, so sieht/sah das Allen Carr, das ist sein großartiger Ansatz, den viele Ex-Raucher von ihm kennen)! Ich hatte schlicht keine Lust und sah auch keinen Sinn darin, mich auf einen Weg einzulassen, der für mein restliches Leben ein Dasein als langweiliger Trauerkloß vorsieht, der sich ständig zusammenreißen muss, weil er nicht mehr trinken "darf". Der nicht mitspielen darf, wenn die andere Kinder vor Vergnügen quietschen, der irgendwie "raus" ist. Und der mit gebeugtem Haupt wie ein armer Sünder durch die Gegend schleicht, weil er ja so ein Abschaum ist ... Wie soll sowas funktionieren? Da MUSS doch jeder über kurz oder lang kapitulieren!
Und ich war TOTAL frustriert darüber, wie wir "Alkis" gesehen und behandelt werden. In jeder noch so netten Einrichtung - bei fast allen Schwestern, Pflegern und Ärzten schwingt trotzdem diese gewisse Herablassung mit. Immer diese zwar nicht sicht- aber durchaus spürbare hochgezogene Augenbraue, dieser Hauch von Missbilligung, der demütigend ist. Davon, bis zu einem gewissen Grad ein Mensch zweiter Klasse, ein Versager zu sein. Das hat bei mir häufig zu Hilflosigkeit, Frustration und auch Wut geführt. Und, ich gestehe, manchmal tatsächlich auch zu Arroganz. Ich glaube, in der Klinik, in der ich einmal während einer laufenden Gruppentherapie den Raum verließ mit dem Hinweis, ich würde mir jetzt lieber die aktuelle "Brigitte" kaufen, denn das dortige Dossier sei wesentlich erhellender als das hier angebotene Gequatsche auf dem Niveau von Hausfrauenpsychologie - ja, ich denke, in dieser Einrichtung hängt bis heute ein Foto von mir als "Liebling des Monats".
Trotzdem habe ich mich selbst angekotzt. Eben WEIL ich mich für nicht ganz dumm halte. Eben WEIL ich energisch, zielstrebig und, äh, leider oft auch streitbar bin, habe ich nicht begreifen können, wie mich so ein MIST wieder und wieder einholen und aus der Bahn werfen kann. Wie ich besseren Wissens und entgegen aller gemachten Erfahrungen trotzdem an einem gewissen Punkt immer wieder denken kann, dass es doch okay wäre, jetzt mal ein paar Gläser Wein zu trinken. BIN ICH DENN BESCHEUERT, ODER WAS? Wie kann man wieder und wieder und wieder mit mit Begeisterung auf die heiße Herdplatte fassen, obwohl man schon Verbrennungen zweiten und dritten Grades erlitten hat?
Soda, mein Text ist schon sehr lang, deshalb mache ich es jetzt kurz: Vor fast vier Monaten hatte ich - wohl auch ein wenig durch Corona bedingt - einen Rückfall und habe die Notaufnahme aufgesucht. Dort geriet ich an zwei noch sehr junge und engagierte Psychiater. Und die haben mir ZUGEHÖRT. Sie haben mir geglaubt, als ich erklärt habe, der nächste qualifizierte Entzug würde mir nicht helfen und ich hätte darüber hinaus auch bereits ausreichend Speckstein-Aschenbecher zu Hause. Sie haben sich Zeit genommen und gemeinsam mit mir eine neue Strategie überlegt. Haben mich in meinem Glauben, dass ich die Wurzel des Übels ganz anders packen muss, bestärkt, haben verstanden, dass ich keinen "Behandler" brauche, der mir wie einem Kind vorschreibt, was erlaubt ist und was nicht - sondern eher einen "Partner" auf Augenhöhe, der mich ernst nimmt. Auch mit meinem Problem. Sie haben mir dann empfohlen, am nächsten Tag die Suchtambulanz aufzusuchen, da gäbe es gute Leute. Was soll ich sagen? Da hatte ich erneut Glück und geriet an eine Ärztin, die mir auf Anhieb ein gutes Gefühl gab. Mit sehr viel Respekt, was Balsam für mein angeknackstes Selbstvertrauen war. Wir haben diskutiert und diskutiert und diskutiert, mehr unter "Fachleuten" als im Arzt-Patienten-Gefüge mit klarer Hierarchie ("Du blöder Alki, ich Halbgott in Weiß"). Über meine Einstellung gegenüber dem Alkohol, über meinen Wunsch, ihn dauerhaft als das sehen zu können, was er ist: ein Nervengift, das Menschen kaputt macht.
Nun komme ich aber wirklich zum Ende 🙂 Ich war dann drei Monate lang jede Woche zweimal bei ihr, wir hatten extrem anregende und tolle Gespräche. Schwuppdiwupp waren 12 Wochen um, alle körperlichen Tests ergaben ein "Prima", und ich konnte mit Antabus, über das wir auch sehr viel geredet haben, beginnen (dafür ist eine längere Abstinenz zwingend notwendig).
Derzeit geht es mir super! Einzig und allein mit einer unfassbaren Erschöpfung kämpfe ich noch. Da finde ich hoffentlich Hilfe im Buch, das mit den Nahrungsmittelergänzungen klingt absolut schlüssig.
Ich glaube noch lange nicht, dass ich jetzt schon irgendein Ziel erreicht habe, und Antabus will ich sicher nicht bis ans Ende meiner Tage nehmen. Aber jetzt erst einmal bis auf Weiteres zur Unterstützung, bis ich klarer und klarer sehe, bis ich sicherer weiß, wo bei mir der wahre Kasus Knaxus liegt. In jedem Fall glaube ich, dass ich nun endlich auf einem guten Weg bin. Wenn nicht sogar auf dem richtigen.
Uff. Das war viel. Ich kippe ins Bett.
Liebe Grüße
Windy
@windofchange WOW! Ich habe hier ja schon einige gute Texte gelesen, aber das toppt bislang doch alles ...
@windofchangeBesten Dank! Wie schön man ein so häßliches Thema in gute Worte kleiden kann...
@windofchange ich bin beeindruckt. Von dir, deinem Weg und deinem Schreibstil. Wir scheinen uns in einigen Dingen ähnlich zu sein. Das Talent, im größten eigenen Elend andere noch mit Worten zum Lachen zu bringen scheint auch an dir nicht spurlos vorbei gegangen zu sein. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass du hier genau richtig bist.
LG,
Michaela
Ui, vielen Dank für eure netten Worte, da werde ich ja glatt rot 🙂 Heute war ein hektischer Tag, aber morgen habe ich sicher wieder etwas Zeit, mich hier im Forum rumzutreiben. Bis dahin gute Nacht an alle
von einer müden Windy
Ich bin grad total begeistert von deinem Beitrag! Ich hoffe, du schreibst jetzt hier öfter.
Ich nehme die Nahrungesergänzungsmittel so, wie Gabi das vorgeschlagen hat und ich habe mehr Energie als jemals zuvor in meinem Leben. Ganz wichtig ist in meinen Augen auch ein ausreichend hoher Vitamin D-Spiegel.
Schön, dass du hier bist.
Moin!
So, jetzt habe ich ein wenig länger Zeit, um mich vernünftig für die liebe Begrüßung und die netten Worte zu bedanken! Also, ich fühle mich hier doch gleich sehr gut aufgehoben 🙂 Tatsächlich finde ich, dass es hier eine Menge sehr gute Beiträge von extrem reflektieren Menschen gibt - macht Spaß, an euren Gedanken teilzuhaben! Da habe ich hin und wieder schon andere Foren erlebt ...
"Alkohol Adé" habe ich nun auch fast durch, und obwohl ich ja schon seit 4 Monaten nicht mehr trinke - auf den Tag genau heute übrigens 😉 -, werde ich das mit den Nährstoffen auf alle Fälle machen! Es liest sich für mich absolut schlüssig und überzeugend. Außerdem habe ich ja mit einer sehr großen Erschöpfung zu kämpfen und hoffe, mich so wieder "auf Vordermann" zu bringen.
Sport steht zu diesem Zweck nun auch ganz fest auf meinem Plan, erst letzte Woche habe ich mich in einem Fitnessstudio angemeldet - wie es aussieht, wird das aber ab Montag erst einmal wieder dichtgemacht. Hm, na ja ... Aber immerhin hab ich mich schon mal angemeldet, vielleicht reicht ja auch für den Anfang erst einmal der Vorsatz?
Nun stöbere ich noch ein wenig in den anderen Beiträgen herum und wünsche euch einen schönen Abend!
Liebe Grüße!
Windy
ch glaube, in der Klinik, in der ich einmal während einer laufenden Gruppentherapie den Raum verließ mit dem Hinweis, ich würde mir jetzt lieber die aktuelle "Brigitte" kaufen, denn das dortige Dossier sei wesentlich erhellender als das hier angebotene Gequatsche auf dem Niveau von Hausfrauenpsychologie - ja, ich denke, in dieser Einrichtung hängt bis heute ein Foto von mir als "Liebling des Monats".
You made my day! 😍
Genau so habe ich das auch erlebt. Am besten war immer die Nummer" wir schweigen jetzt alle". Haben wir dann gemacht, geschätzt 30 Minuten auf dem Stuhl sitzen und mit Leuten anschweigen, die ich nicht kenne. Zum Glück war es nicht so eng wie im Fahrstuhl.
Und dann: "Was habt ihr gefühlt? Seid ganz ehrlich!"
Habe ganz ehrlich geantwortet, und Zeitverschwendung war da sicher die schwächste Vokabel, die ich verwendet habe.
War irgendwie wieder nicht richtig.





