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Liebe alle,
ich habe hier bereits ein, zwei Fragen gestellt, möchte mich jetzt aber offiziell vorstellen. Da heute mein neuer, ernsthafter erster Tag ist. Nachdem ich einen ziemlich alkoholfreien Herbst/ Winter / Frühjahr hatte, hat mich ein Schicksalsschlag allerdings wieder genau dorthin zurück katapultiert, wo ich vor diesem Winter stand. Zu einer Flasche Wein nahezu täglich. Vorher war für mich eigentlich klar, dass ich "nur eine Pause machen möchte". So ganz ohne Alkohol, für immer und so, war eine recht unschöne Vorstellung. So ist doch ein warmer Sommertag noch viel schöner wenn das Glas Wein vor einem steht, auch ein gutes Essen schmeckt doch noch viel besser mit einem Gläschen, das Kochen macht auch viel mehr Spaß mit. Tja, aber mir geht es eben nicht gut damit - sonst wären wir alle nicht hier. Ich bin mental sehr geschwächt und habe den sehnlichen Wunsch zu gesunden. Weniger körperlich (wobei auch hier Luft nach oben ist), als dass meine Seele immer lauter nach einem nüchternen Leben schreit. Ich weiß, dass es geht, aber ich habe doch schon ein wenig Pipi in der Hose weil sich die Dämonen bereits im Anflug befinden. Vermutlich geht aber nur über diesen Weg die Heilung, die ich viele Jahre vor mir hergeschoben habe. War ja alles besser auszuhalten wenn man nicht ganz so viel fühlen muss, bzw. sich bewusste Pausen durch Konsum bescheren konnte. Das erste Mal kann ich mir langfristig das Weglassen des "edlen Tropfens" vorstellen, für immer ist mir gerade aber doch noch etwas zu lang. An Tag 1 wohl kein Wunder.
Ich habe das tolle Buch gelesen, es ist wirklich eine Bereicherung. NEM´s nehme ich, mein Urin strahlt bereits neongelb 😉
Meinen Respekt an alle, die den zufriedenen Ausstieg geschafft haben!!! Und allen, die wie ich am Anfang stehen, wünsche ich viel Kraft und Durchhaltevermögen.
@ksn nochmal herzlich willkommen hier und Glückwunsch zu deiner Entscheidung. Ich freue mich sehr, wenn du diesen Thread hier nutzt, um immer wieder zu schreiben, wie es dir geht und was so in dir vorgeht. Und behalte deinen Wunsch, zu gesunden als großes Ziel vor Augen. Nur das ist wichtig. Kochen geht auch gut ohne Wein und der nächste Sommertag ist noch weit weg. Bis dahin weißt du, dass er sehr viel schöner ohne Wein ist. An Tag 1 gibts keine Wunder und auch nicht an Tag 2... aber es gibt diesen großartigen Prozess der Heilung. Der Gesundung, wie du so schön schreibst. Viel Erfolg dabei von der Mermaid 🧜♀️
Vielen Dank liebe Mermaid!
Ich glaube ich schaue von Dir gerade ein Interview an?! Wenn Du es bist: Vielen Dank für Deine Geschichte und Deinen Mut!!!
@ksn hallo!
Diese Gedanken kommen wahrscheinlich sehr vielen hier bekannt vor. Die "typischen Situationen", in denen man ein Glas genießt; ich dachte fast schon wehmütig an so einen Sommertag, der mir bevorstehen würde (ich bin im Winter nüchtern geworden). Bis mir irgendwann mal eine Freundin schrieb (nachdem ich wieder mal von einer Situation berichtete, in der ich ja dann nichts mehr trank, das aber eher wehmütig als toll empfand): "Alex - du hast in jeder "besonderen" Situation getrunken!". Sie hatte recht. Vollkommen. Heute, 10 Monate inkl. einem kompletten Sommer nüchtern, genieße ich die nicht alltäglichen und alltäglichen Dinge auch so - mal bewusst, mal unbewusst. Sowas wie Wehmut kam mir dabei aber schon länger nicht mehr in den Sinn.
Du musst den für immer Gedanken jetzt noch nicht in dir tragen. Der kommt eines Tages - und bis dahin bleibt heute das erste Glas halt stehen 😁
Viel Erfolg!!!
Liebe Grüße
Der Alex
Vielen Dank Alex. Ich weiß ja selber, schon jetzt, dass das Blödsinn ist. Ging ja ne Weile auch mal ohne. Wobei den Sommer habe ich eben nicht ohne erlebt, aber auch aus anderen Gründen als nur den warmen Temperaturen😉
Toll, dass Du die Wehmut über Bord werfen konntest!
Und Du bzw Deine Freundin habt so recht, und das ist auch ein Grund wieso ich nicht mehr mag:
Endlich mal „besondere“ Situationen nüchtern erleben.
Ich hoffe, sie werden dann eines Tages noch schöner als mit Glas in der Hand…
@ksn ich habe mal vor einer Weile an anderer Stelle geschrieben, dass man in der ersten nüchternen Zeit sehr egoistisch sein sollte. Sich selbst bedingungslos auf Platz 1 zu setzen. Ich habe vieles vermieden; manche Besuche oder Besucher, auch manche Tätigkeiten. Hab Situationen abrupt verlassen, weil sie mich zu sehr anstrengten- und ich wusste, die übliche Belohnung war keine Option mehr. So habe ich langsam herausgefunden, was schöne Alternativen für die ehemaligen Routinen sind. Ein sehr leckerer Punsch auf dem Weihnachtsmarkt (den ich mir danach noch einige Male zuhause gemacht habe), eine eiskalte Wassermelone bei 30 Grad, eine Meditation vor oder nach einem anstrengenden Tag - und mein geliebtes Hagen Daaz nicht zu vergessen 😅
Ich habe diese Alternativen, bzw neue Routinen sehr lieb gewonnen. Und die bringen keinen dicken Schädel / geschwollene Augen etc etc etc am nächsten Tag mit sich, weil man den Erfolg / die Niederlage / die Entspannung / die Belohnung - also halt eben alles - weggesoffen hat.
Also, wie gesagt: heute bleibt das erste Glas stehen. Und alles wie immer, nur ohne Alkohol, ist keine Option. Sei kreativ, teste die Alternativen- zu deinen Bedingungen, in deinem Tempo. Dann wirds von ganz alleine etwas langfristiges mit unbestimmtem Ende 😊
Und noch einmal ganz lieben Dank an Dich!
Ja, neue Rituale und Strategien, das legt den Finger in die Wunde 😉 Aber jetzt ist die Zeit dafür und ich bin schon gespannt was mir gut tun wird. Verrückt, wo Du Wassermelone „gesagt“ hast, ich kam den ganzen Sommer nicht ein einziges Mal auf diese Idee und kriege gerade total Heißhunger drauf 🙈
Theoretisch ist heute schon Tag 2, ich mochte gestern nicht trinken(weil verkatert), da mir das heutige Datum für den Start aber so wichtig ist, hab ich mir ein viertel Glas heruntergewürgt (muss niemand verstehen), und heute ist es nun offiziell so weit. Ich gehe jetzt auch schon ins Bett, wer schläft sündigt nicht! Tag 1 also geschafft!





