Du bist nicht angemeldet als Gast hier –
und kannst deshalb nur einen kleinen Teil des Forums sehen.
Hier kannst Du Dich kostenlos und anonym anmelden!
Liebe alle,
ich habe hier bereits ein, zwei Fragen gestellt, möchte mich jetzt aber offiziell vorstellen. Da heute mein neuer, ernsthafter erster Tag ist. Nachdem ich einen ziemlich alkoholfreien Herbst/ Winter / Frühjahr hatte, hat mich ein Schicksalsschlag allerdings wieder genau dorthin zurück katapultiert, wo ich vor diesem Winter stand. Zu einer Flasche Wein nahezu täglich. Vorher war für mich eigentlich klar, dass ich "nur eine Pause machen möchte". So ganz ohne Alkohol, für immer und so, war eine recht unschöne Vorstellung. So ist doch ein warmer Sommertag noch viel schöner wenn das Glas Wein vor einem steht, auch ein gutes Essen schmeckt doch noch viel besser mit einem Gläschen, das Kochen macht auch viel mehr Spaß mit. Tja, aber mir geht es eben nicht gut damit - sonst wären wir alle nicht hier. Ich bin mental sehr geschwächt und habe den sehnlichen Wunsch zu gesunden. Weniger körperlich (wobei auch hier Luft nach oben ist), als dass meine Seele immer lauter nach einem nüchternen Leben schreit. Ich weiß, dass es geht, aber ich habe doch schon ein wenig Pipi in der Hose weil sich die Dämonen bereits im Anflug befinden. Vermutlich geht aber nur über diesen Weg die Heilung, die ich viele Jahre vor mir hergeschoben habe. War ja alles besser auszuhalten wenn man nicht ganz so viel fühlen muss, bzw. sich bewusste Pausen durch Konsum bescheren konnte. Das erste Mal kann ich mir langfristig das Weglassen des "edlen Tropfens" vorstellen, für immer ist mir gerade aber doch noch etwas zu lang. An Tag 1 wohl kein Wunder.
Ich habe das tolle Buch gelesen, es ist wirklich eine Bereicherung. NEM´s nehme ich, mein Urin strahlt bereits neongelb 😉
Meinen Respekt an alle, die den zufriedenen Ausstieg geschafft haben!!! Und allen, die wie ich am Anfang stehen, wünsche ich viel Kraft und Durchhaltevermögen.
Jedoch weiß ich noch nicht, wie ich das ändern kann. Ich hab etwas auf die Abstinenz gebaut, aber da änder sich leider auch nichts automatisch.
Du hast recht, es ändert sich nicht automatisch, aber du hast jetzt einen klaren Kopf, um Lösungen zu suchen, um zu überlegen, um aktiv zu werden! 🧡💪🏼
@alex7 großartige Antwort (nicht weil du mich erwähnt hast 🤭🙃). Mega Beschreibung zum Thema Selbstfürsorge und Achtsamkeit. Unsere Wahrnehmung ist halt immer nur eine Interpretation der Wirklichkeit. Toll geschrieben ❤️
@katniss automatisch wird sich da nichts ändern. Das Nüchtern sein gibt dir die Möglichkeit, dein eigenes Verhalten zu reflektieren. Da steckt schon trotzdem Arbeit dahinter. Dieser Prozess war auch bei @alex7 keine Karibik Kreuzfahrt, sondern eher Wildwasser... lies mal seinen eigenen Thread. Die Antwort, die er jetzt schreibt, wäre vor 10 Monaten nicht möglich gewesen. Magst du denn die nüchterne Katniss? Was gefällt dir an ihr? Was hat sie an sich, das auf jeden Fall bleiben soll?
@mermaid durchaus treffende Bezeichnung 😅 im Moment sind die Gewässer ruhig und klar und ich kann den Dampfer gut und sicher lenken. Die nächste Herausforderung wird auch wieder kommen; Hauptsache, ich saufe wortwörtlich nicht ab 😎
@mermaid liebe mermaid,
danke für Deine Nachricht. Ich wollte eigentlich Alex nur meine Anerkennung aussprechen.
liebe Grüße
@krokodil_ ich habe es schon verstanden und war nicht böse gemeint. Wie gesagt, ich wollte nur meine Anerkennung aussprechen.
Puh, heute ist Tag 5 und das Elend der Welt übermannt mich. Gedanken wie „wofür das alles“ kommen. Wie seid Ihr mit solchen Gefühlen umgegangen? Ich gehe mal davon aus, dass ich nicht die einzige bin die sehr emotional reagiert?! Ich wäre sehr dankbar für Rückmeldungen…
ich schick Dir mal einen Auszug aus meinem neuen Buch. Vielleicht kannst Du damit jetzt besser umgehen? Tipp: Setz Dich in die Ecke, erkläre Dich selbst als neben der Spur und warte, bis der Anfall vorbei ist. Denn er geht vorbei. Vielleicht nicht heute, aber er geht vorbei. Deine Hirnchemie tanzt Polka.
Liebe Grüße!
vielen, vielen Dank liebe Gaby. Das liest sich sehr schön, und mal wieder sehr plausibel!
Irgendwas in mir weiß auch, dass jede Träne die kommt Heilung ist, aber das auszuhalten fällt dann doch eben schwer. Augen zu und durch, und Entscheidung nicht hinterfragen ist dann wohl angesagt…





