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Endlich dieses Buch

14 Beiträge
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(@susann)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 5
Topic starter  

Hallo,

ich bin 57 Jahre alt und trinke seit zwanzig Jahren zu viel Alkohol. Vor dreizehn Jahren lernte ich meinen Mann kennen und es begann eine Abwärtsspirale, denn auch mein Mann ist dem Alkohol sehr zugeneigt. Es ist mir wichtig dieses zu erwähnen, da dieses glaube ich nicht so oft vorkommt. Oft ist ja nur Einer betroffen. Seit zehn Jahren ist mein Mann Rentner, ich habe eine 75% Stelle und bin beruflich erfolgreich und hoch funktionierend. Außerdem liebe ich meine Tätigkeit.

Mein Mann und ich kochen gern gemeinsam und so fing es an: erst eine Flasche Wein, dann Zwei,, dann Drei. Zum guten Schluss, ich zwei Flaschen, wenn ich am Wochenende frei hatte. Mein Mann täglich zwei Flaschen plus zwei, drei Faschen Bier. 2010 bekam ich hin und wieder Panikgefühle und bekam von meiner Hausärztin Paroxetin verschrieben, also ein Antidepressivum. Mein Umgang mit Alkohol blieb der Gleiche. Vor drei Jahren mit einem Blutdruck von 210 / 110 in der Notfallambulanz da Sonntag war, aber ich hatte Panik. Seitdem gut eingestellter Blutdruck mit Tabletten und einhergehender Reduzierung des Alkoholkonsums. Da ich es mir eingestanden hatte, dass ich massiven Missbrauch betrieb, holte ich mir auch Hilfe in einer Selbsthilfegruppe. Zumindest kann ich an stattfindenden Seminaren teilnehmen, aber die wöchentlichen Treffen werden von meinem Mann missbilligt. Um es also ganz klar auszudrücken, ich will diesen Weg gehen, mein Mann nicht. Er möchte weiter trinken, und möchte eben auch das ich mit ihm trinke. Er sieht mich nicht im geringsten gefährdet, liegt aber sicher daran seinen eigenen Konsum zu rechtfertigen. Das verkompliziert das alles ein wenig. Nach dem Lesen des Buches Alkohol ade wurde mir vieles klar. Ich möchte meinem Körper das nicht mehr antun, ebenso meiner Psyche nicht, denn ich bezahl den Preis und denke jetzt mal an mich. Mein Weg wird anders sein als bei vielen, damit meine ich, hier ist weiterhin Alkohol im Haus : ich muss lernen mit dem Alkohol zu leben ohne ihn zu gebrauchen. Zu meiner Stärkung habe ich auch das Coaching gebucht und freue mich an mir zu arbeiten...und wer weiß.., vielleicht zieht mein Mann ja doch mal mit. Zuallererst mache ich das aber für mich. Es wird Zeit.

Viele liebe Grüße

Susann



   
4
AntwortZitat
harley
(@harley)
Ich unterstütze Alkohol adé
Beigetreten: Vor 6 Jahren
Beiträge: 2724
 

@susann Herzlich willkommen und viel Erfolg!

Mich hat das Konzept aus dem Buch nach mehreren vergeblichen Anläufen sofort aus der Misere geholt. Schaffst Du auch, wie wohl es ohne Hilfe des Partners sicher nicht leicht ist.



   
1
AntwortZitat
(@susann)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 5
Topic starter  

@harley Vielen Dank, wir verändern uns stetig und es ist gut, wenn wir uns in einem positiven Prozess wiederfinden können.

Zitat:Wenn ich glaube etwas zu sein, habe ich aufgehört zu werden. (Sokrates)



   
2
AntwortZitat
(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 6 Jahren
Beiträge: 5128
 

@harley Herzlich Willkommen und viel Erfolg für dich.



   
1
AntwortZitat
gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4360
 
 
 
Verfasst von: @susann

Mein Weg wird anders sein als bei vielen, damit meine ich, hier ist weiterhin Alkohol im Haus

Vorab: Ein ganz herzliches Willkommen hier bei uns und Danke für Deine starke Vorstellung.

Ich möchte Dir zu Deinem Satz oben aber gerne sagen: Du irrst Dich da. Hier gibt es einige Mitglieder, denen es genau so geht, wie Dir. @ninafisch @krokodil_ oder @niki können Dir da einiges zu erzählen. Unter anderem.

Verfasst von: @susann

Das verkompliziert das alles ein wenig.

Nur ist es leider so, dass dies das Ganze nicht nur "ein wenig" kompliziert sondern sogar ziemlich. Wie es sich liest, hat Dein Mann ein massives Alkoholproblem und ist nicht nur

Verfasst von: @susann

dem Alkohol sehr zugeneigt

Nenn das Kind ruhig beim Namen. Im Prinzip hast Du es ja schon richtig erkannt und auch Dein Satz

Verfasst von: @susann

Ich möchte meinem Körper das nicht mehr antun, ebenso meiner Psyche nicht, denn ich bezahl den Preis und denke jetzt mal an mich

ist ja schon der Schlüssel zum Erfolg. Aber Dein Weg ist eine Herausforderung, ohne Frage. Deshalb ist es doppelt gut, dass Du hier bist, denn Du solltest Dir wirklich gerade was das Thema Abgrenzung zu einem trinkenden Partner betrifft, hier viel Unterstützung holen.

Fühl Dich wohl bei uns, schön, dass Du da bist!

Viele Grüße

Gaby



   
1
AntwortZitat
(@ninafisch)
Mitglied
Nüchtern: 4 jahre
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 806
 

Auch von mir herzlich willkommen. Ich hatte einen trinkenden Freund, der mehr und länger getrunken hat. Ich habe mich getrennt und er trinkt immer noch. 

Wir waren nicht verheiratet und nur 14 Monate zusammen. In einer langen Ehe ist das sicher nochmal anders aber das Thema macht viel in Beziehungen. Stell dich drauf ein, dass dein Mann seine saufkumpanin vermisst und zurück haben will. Ich hoffe sehr für dich, dass auch bei ihm ein Gedanken Prozess entsteht. Du wirst in jedem Fall Rückendeckung benötigen.

Alles Gute für dich 

Nina 



   
3
AntwortZitat
cairni
(@cairni)
Mitglied
Nüchtern: 4 jahre
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 2352
 

Schön dass Du da bist und ich gratuliere Dir zu Deiner Entscheidung.

stark!

und genau: Es ist DEIN Leben und DU entscheidest darüber!

nicht dein Mann…

ich drücke dir fest beide Daumen 



   
1
AntwortZitat
 niki
(@niki)
Mitglied
Nüchtern: 3 jahre
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 268
 

@susann hallo Susann und herzlich Willkommen, wie schon Faby sagte, will mein Mann auf Alkohol nicht verzichten,  das ist wirklich nicht einfach für mich, doch es geht und auch du wirst es schaffen, ich drücke dir sehr die Daumen 



   
1
AntwortZitat
 niki
(@niki)
Mitglied
Nüchtern: 3 jahre
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 268
 

Sorry, nicht Faby, Gaby vertippt



   
AntwortZitat
(@radieschen)
Mitglied
Nüchtern: 3 jahre
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 22
 

Hallo Susann, herzlich Willkommen! Ja, bei mir ist es auch so, dass mein Mann (wir sind jetzt 20 Jahre zusammen) weiterhin Wein trinkt und er zu Beginn gar nicht erfreut war, als ich verkündete, „erst einmal“ keinen Alkohol mehr zu konsumieren. Einen Spruch bekam ich auch dafür („Was das schon wieder für eine Idee wäre…“- ich muss dazu sagen, ich habe vor längerer Zeit meine Ernährung umgestellt und ziehe das auch relativ konsequent durch.), den habe ich aber absichtlich unkommentiert gelassen.

Ich kann nur sagen, es half mir ungemein, bei mir zu bleiben und auch, wenn Vorwürfe  kommen, weil man  nichts möchte, einfach nicht groß  diskutieren und den Frust des Partners darüber auch beim Partner zu lassen. Mein Mann ist zu Beginn häufig mit seinem Weinglas ins Arbeitszimmer gezogen und es wurde etwas ungemütlicher, weil wir nicht mehr soviel zusammen Zeit verbrachten am Abend. Aber prinzipiell war das dann eher leicht für mich, das Glas nicht direkt vor der Nase zu haben. Aktuell finde ich den Geruch eher abstoßend. Insgesamt hat mein Mann seinen Konsum von der Menge her auch deutlich reduziert, jedoch trinkt er immer noch jeden Abend etwa eine halbe Flasche Wein. Ich rede ihn da ungefragt nicht rein, denn ich möchte auch nicht, dass er mir in meine Nüchternheit reinredet. Ich wünsche dir gutes Gelingen!



   
1
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