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Hallo Ihr lieben Menschen alle,
die ihr versucht trocken zu werden, trocken zu bleiben,
zu s e i n!!!
Ich bin 57 Jahre, habe mit ca. 16 Jahren angefangen mehr oder weniger regelmäßig zu trinken. Es gab wilde Jahre und ruhigere. Ich habe Psychotherapien gemacht wegen Depression und PTPS, an die Alkoholsucht und PTBS wollte keiner recht ran. Ärzte und Therapeuten wollten nicht glauben, dass ich ein Suchtproblem habe. Ich habe immer gesagt, dass ich zuviel trinke und nicht aufhören kann. Zuviel ist bei mir eine Flasche Wein,- erst 0,75 l dann 1 l. Jetzt hatten wir 2 l Flaschen im Kühlschrank und ich spürte die Sucht, 1 Flasche ist eine Flasche. Ich trinke so ca. 3x wöchentlich, kann allerdings ohne weitere Probleme eine längere Zeit nichts trinken,- das letzte Mal 9 Wochen, in einer Psychosomatischen Akutklinik.
- Aber den ersten Abend zu Hause und die Flasche war a u f und l e e r !!!
A L A R M
Ich bin auf Alkohol adé über meine Traumatherapieseite gestoßen.
Ich Danke Gott dafür und hoffe auf die Gnade, frei zu sein ich zu sein,
ohne den Alkohol !!!
Ich bin zu Hause und mir geht es gut ohne Alkohol. Die Hilfsmittel habe ich noch nicht alle beisammen, nehme aber sowieso schon Magnesium und B-Vitamine länger ein. Ich fühle mich klarer (logisch so ohne Blackout und Kater) und verspüre wenig Lustmomente. Ich notiere mir die Situationen , in denen ich die Lust verspüre und arbeite mit den Strategien, die ich hier schon gelesen habe.
Mein Mann zieht mit und es erleichtert mir die Situation.
Da ich das aber kenne, - längere Pausen, hoffe ich, dass mir die Zusatzstoffe in der Langzeitabstinenz helfen. Ich werde berichten, ich bleibe hier und dabei.
Ich will weg vom Alkohol. Ich sehe es nicht mehr ein, mir mein Leben durch den Alkohol gesundheitlich zu ruinieren und im Teufelskreis Depression-Alkohol-Depression Schleifen zu drehen, wie das
" ...und ewig grüßt das Murmeltier"
Die Vorstellung nie mehr Alkohol zu trinken fühlt sich noch sehr unglaubwürdig an.
Ich lebe in der "Rheinhessischen Toskana",- umgeben von Weinbergen und Winzern.
Gott sei Dank sind die Festimitäten und die Öffnungszeiten bzw. Veranstaltungen der Straußwirtschaften durch die Coronazeit fast gänzlich noch immer am ausfallen.
Ich werde mich wappnen müßen und mir gute Antworten überlegen, um auf die Fragen der Bekannten und Nachbarn kontern zu können. Wir leben in einem kleinen Weinörtchen, wo jeder jeden kennt und solche Feste einfach dazu gehören.
Vielleicht habt ihr gute Tipps für mich. Was habt ihr geantwortet auf Fragen oder dumme Sprüche, wenn man nicht Alkohol trinken will?
Liebe Grüße,
mögen wir wohlwollend zu uns sein.
Nelliist
Liebe Gaby,
Danke an Dich und Dein Engagement, Deinen Mut und Deinen Weg!!!
Vielen Dank harley,
es ist ein gutes Gefühl unter Euch zu sein, nicht allein zu sein.
Ich lese von euch und lerne von euch und bin dankbar für die Unterstützung.
Mögen wir zusammen ErfolgReich sein.
@soberrebel
Auch dir Dank soberrebel,
ich spüre durch euren Zuspruch meine Hoffnung und Stärke wachsen.
@nelliist herzlich willkommen. Alles Gute für Dich und Glückwunsch zu Deiner Entscheidung. Dieses Forum ist grosse Klasse, hier gibt es viel Unterstützung. Ich kenne Rheinhessen und den Rheingau. Da dreht sich gaaaaanz viel um Wein, Wein, Wein.
Ich kann Deine Gedanken sehr gut nachvollziehen, bin allzu oft zum Weinprobierstand nach Eltville…
Ich kann Dir nur von meinen Erfahrungen berichten. Wichtig ist, denke ich, dass man, dass Du, auf sein/Dein Bauchgefühl hört, sich schützt und, so mach ich es, Alternativen plant.
Einladungen, bei denen andere Alkohol trinken, stressen mich immer noch. Ich habe oft keine Lust, Fragen zu beantworten. Ich sage ab und erfinde einen Grund.
Oder, etwa wenn Kerb ist, kannst Du Dir einen Plan machen, im Vorfeld eine Alternative entwickeln. Wir hatten zum Beispiel „Angrillen“ in der Nachbarschaft, das geht um 16 Uhr mit Alk los. Das wollte ich nicht. Zu viel Stress für mich. Habe stattdessen einen Ausflug gemacht. War schön.
Anfangs habe ich alleine, allein zuhause, eine Leere gespürt, war nervös, rastlos. Und gleichzeitig extrem müde, erschöpft. Das legt sich gerade. Ich halte mich selber immer besser aus, habe Ruhe, Bücher zu lesen, was jahrelang nicht geklappt hat, weil ich zu unruhig war. Auch verändert sich mein Freundeskreis, das ist sehr interessant.
Ich trinke seit November nicht und habe von Januar bis März hochdosierte NEMs genommen. Alles hat sich positiv geändert. Es ist für mich normal geworden, in Gesellschaft Wasser, Schorle oder Bionade zu trinken. Fragen und Bemerkungen anderer setzen mich immer noch unter Druck, wobei ich damit auch souveräner umgehe.
ganz herzliche Grüße in die Toskana…
Angelika
@nelliist Hallo Nelli!
Meine Begründung in der Verwandtschaft und Freundeskreis:
Ich praktiziere Meditation, um spirituell zu wachsen und habe gemerkt, dass das ohne Alkohol viel besser funktioniert. Das hat sogar gestimmt (und stimmt immer noch) und jeder hat es sofort akzeptiert.
Ein herzliches Willkommen auch von mir. Sorry für die Verspätung. Danke für Deine tolle Vorstellung, das klingt, als hättest Du echt die Nase voll vom Alk. Eine sehr gute Voraussetzung für den Erfolg. Den wünsche ich Dir von Herzen - gemeinsam sind wir stark.
Liebe Grüße
Gaby
Liebe Angelika,
vielen Dank für deine ausführliche Schilderung und die Tipps.
Alternative Ausflüge oder Betätigungen "anstatt" zu setzen, fühlt sich hilfreich an. Ich werde das sofort ausprobieren. Es bewahrt mich vor dem Gefühl ausgeschlossen oder bestraft zu sein. Wenn ich selber etwas Anderes unternehme erlebe ich neue "berauschende Aspekte" des Lebens.
So lernt hoffentlich auch meine Amygdala (Ich finde das Wort so schön)
- ist ein Teil des limbischen Systems im Gehirn (auch Mandelkern genannt)
- regelt u.a. emotionale Äußerung
Ja, Eltville kenne ich auch gut.
Legitimiertes Sommermittags-Nachmittags-bis in den Abend-Trinken.
Alle in der Illusion etwas zu genießen und sich was zu gönnen 🤥
Anmerkung: FFM hat ja auch so einige Feste zu bieten. Habe früher als Studentin auf dem Fressgassfest mir Geld dazu verdient. Natürlich im Ausschank eines Winzerstandes.
Liebe Grüße in meine Heimatstadt FFM
Liebe isabel,
auch dir ein großes Dankeschön. Stimmt, auch ich übe mich in der Mediation und mache schon lange Yoga. Das passt nicht gut zusammen. Ich werde mal wieder auf ein Yoga Wochenende gehen und dann die Begründung super angeben können. Ich erinnere mich nur zu gut an die Yoga-Morgende, an denen ich mich unter Restalkohol lediglich bemühte nicht aus den Latschen zu kippen oder beim herabschauenden Hund meinen Mageninhalt bei mir zu behalten. Nicht lustig, eher sehr traurig. Jeder hat seinen Grund, weshalb er anfing zu Trinken. Ich spüre, je mehr ich meine Geschichte aufarbeite, um so mehr bin ich in der Lage, gewillt und wie ich jetzt neu gelernt habe, auch durch die Hirnchemie mit dem Teufel Alkohol aufzuhören. Das ist übrigens der einzige Teufel (alle Drogen) an den ich Glaube.
Liebe Grüße
Liebe und Licht uns und allen Lebewesen





