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Hallo zusammen,
ich bin gerade am Buch lesen, bin also auch ganz neu dabei. Ich wohne in der Schweiz und werde am 23.12. 42 Jahre alt. Zu meiner Geschichte: Ich habe bis 30 Jahren keinen Alkohol getrunken, mir schmeckte er einfach nicht. Meine Eltern tranken Wein (ganz normal, am Samstag mal eine Flasche Wein zum essen, wenn es was zu feiern gab, aber sicher nicht Täglich oder Wöchentlich. Ich mochte Wein einfach nicht. Jedenfalls der meiner Eltern, da eher auf der Preiswerten Seite. Da ich immer viele kreative hobbies hatte und habe, bin ich auch nicht gross ausgegangen, ich hatte Aufgrund meines Übergewichtes auch nicht wirklich viele Freunde (die, welche ich hatte, waren aber Gute!)
Nun Gut, man wird älter, lernt neue Menschen kennen, etc. Mit knapp dreissig Jahren habe ich übers Internet meinen Partner kennen und lieben gelernt. Er erzählte mir das er in seiner Jugend auch ein paar mal über den Durst getrunken hatte, aber meist war er der, welcher am anderen Morgen noch alles wusste im Gegensatz zu seinen Kollegen. Bei seiner Familie gehört ein gutes Glas Wein zum essen dazu. Er hat dann bei unserem ersten Date bei ihm zuhause (er ist zudem noch ein sehr guter Hobbykoch), eine Flasche Amarone gekauft.
Und da bin ich effektiv auf den Geschmack gekommen. Fortan gab es immer am Wochenende leckeren Wein zum essen und zu einem guten Film. Mehr aber nicht. Unter der Woche gab es sowieso nichts, auch bei ihm. Er besuchte auch die Winzer wo er den Wein her hat, Interessierte sich auch für Whiskey und Gin. Soweit eigentlich alles "normal". Für uns war das ganze wirklich Genuss. Mein Partner hat mittlerweile den Familienbetrieb aus der Heizungsbranche übernommen, ist also Erfolgreich. Wir haben das Privileg 1-2 im Jahr in guten Wellnesshotels Ferien machen zu können. Und da hat es Angefangen: Man hat sich jeden Abend etwas "gegönnt", es waren ja Ferien. Dann, wieder zuhause auf der Couch immer gegen Abend kam dann die Lust. Bei mir ist es wirklich eine Lust wie auf Süsses. Anfangs kam diese Lust aber lustigerweise nur dann, wenn ich am nächsten Tag Frei hatte (arbeite im Einzelhandel), da war irgendwie noch etwas "Vernunft" mit im Spiel, mittlerweile meldet sich die Lust aber auch sonst Abends. Und jetzt kommt das verflixte daran: Mein Partner sieht kein Problem darin täglich zu trinken- er behauptet steif und fest er "brauche" es nicht, er könnte Problemlos nix trinken. Wenn ich mir ganz fest vorgenommen habe nix zu trinken, ist er dann aber der, welcher mich gegen 21.30 Uhr 22 Uhr fragt ob ich auch noch ein Gin Tonic nehme. Wenn ich ehrlich bin, bin ich dann jeweils froh, das nicht ich zuerst gefragt habe... Das eine Gin Tonic ist natürlich selber gemixt und dementsprechend ein bisschen stärker......
Mich fuxt es einfach das ich bis 21.30 Uhr 22.00 nichts trinken kann und dann im letzten Moment (wir gehen immer so um ca. 23.30 Uhr ins Bett) ich doch noch der Lust nachgebe.
Das mit den Nährstoffen klingt interessant, da ich einen Magenbypass habe, nehme ich schon sehr hoch dosierte Vitamine zu mir und muss da erst mal schauen was in den Kapseln noch fehlt.
Hier mal der link dazu: WLS Forte: das Multivitaminpräparat nach einem-Magenbypass| FitForMe B12 nehme ich nochmals extra (auch von Fitforme).
Ich habe mir jetzt mal GABA bestellt: Gaba Sticks bestellen | GABA - VitaminExpress
Sorry für den langen Roman und Danke fürs lesen.... schon nur dies hier mal zu schreiben, hat schon Unglaublich gut getan!
Liebe Grüsse
Daniela
@krokodil_ Danke Dir, für die lieben Worte! Wir haben eben eine wirklich harmonische Beziehung (klingt jetzt wahrscheinlich komisch) die gleichzeitig aber auch auf eine Art "toxisch" ist. Ich möchte ihn jetzt nur noch auch zur Einsicht bringen seinen Konsum zu reduzieren. Bzw. das Problem liegt bei mir- zu sagen ich trinke jetzt (für heute) nix, in der Hoffnung das er auch sagt ich nehme heute nix... Aber er selber sieht ja sein "Problem" nicht, oder will es nicht sehen, aber ich kann es irgendwie nachvollziehen:
Ich war schon immer Typ Eule, d.h spät ins Bett und am morgen lange schlafen, wenn ich Frei habe. Wenn ich um 5.50 Uhr aufstehen muss zur Arbeit ist das aber dann auch kein Problem. Sonntags bis 11 Uhr war auch vorher normal (heute ist dann halt eher 12 Uhr)
Er war und ist so eine richtige Mischform: Er geht spät ins Bett, bzw. wir gehen zusammen zur gleichen Zeit (meist gegen 24 Uhr ins Bett (unter der Woche), Samstags auch mal etwas später. Unter der Woche steht er 20min nach mir auf, meist ohne Wecker. Nur er ist dann eben auch noch am Sonntag der Frühaufsteher- der kann Sonntags um 8.00 voll "Fit" aufstehen und aufs Sofa TV gucken. Ich kriege dann nicht mal ein Auge auf 😉
Also mir stellt sich wieder das gleiche Problem wie beim Süssigkeiten essen: Es zu akzeptieren das ich nicht gleichviel Vertrage wie er (das Männer "besser" Alkohol vertragen weiss ich schon). Bei den Süssigkeiten war es dasselbe: Gertenschlanke Kolleginnen waren den ganzen Tag am Schoki essen, während ich sie nur angucken musste. Mittlerweile habe ich das aber akzeptieren können, warum beim Alkohol nicht?
@chlungeli ist zwar die Hoffnung vieler dass durch diese OP ein "Wunder" passiert. Wie soll das gehen 😊 der Bypass ist ein Hilfsmittel, aber nicht die Beseitigung der "Ursache". Ähnlich schief würde man meiner Ansicht nach auch liegen wenn nur NEMs eingenommen werden um den Alkohol zu "bekämpfen" ohne wirklich sein Leben grundlegend neu zu strukturieren.
@chlungeli - weil Alkohol ein NErvengift ist und süchtig macht, ganz einfach. Und was mir besonders wichtig scheint: Horch auf dich selbst und richte dich nicht in allem nach ihm. Harmonische Beziehung ist das eine, aber um der lieben Harmonie willen sich selbst vergiften, nur weil man Angst hat, dass es schlecht ist für die Beziehung, wenn man nicht mitmacht, das ist das andere. Ist vielleicht auch eine kleine Nagelprobe: Wenn er dich so liebt wie du ihn anscheinend, dann toleriert er auch, dass du feststellst: ICH hab ein Alk-Problem und das will ich JETZT lösen. Und bitte: Fang nicht damit an, ihn ändern zu wollen, daran sind schon viele gescheitert, bitte lies dir GEschichten zum Thema durch, es gibt jede Menge hier (und ich bin eine davon - ich hab es so gelöst, dass ICH aufgehört hab. ER trinkt weiter. WEnn wir beide das aushalten ... werden sehen, wie lang 🙄 )
@krokodil_ @chlungeli "der Andere soll sich ändern, damit ich mich besser fühle".... Das kenne ich zu gut. Doch ich musste und durfte entdecken: so läuft das freie Leben nicht. Ich darf mich ändern damit ich mich besser fühle. Ich habe Macht über mein Leben. Das Leben der anderen, auch wenn es mein Partner ist - ist nicht mein "Herrschaftsgebiet". Harte Nuss zugegeben.... Und ein Risiko denn es gibt keine Garantie was mit dem Partner geschieht wenn ich mich ändere. Aber hey, I'm besten Fall ist es nicht nur für dich ein Gewinn sondern auch für die Partnerschaft. Ehrlich und wahrhaftig zu sich selbst stehen ist immer die beste Wahl - auch wenn es Mut kostet...
@chlungeli Was sind Deine Ziele in Deinem Leben? Wie möchtest Du leben?
Früh sterben kann auch eine Lösung sein, für mich war sie es nicht. Ich wollte leben, frei, ohne Zwang.
Diese Entscheidung kannst Du nur für Dich treffen. Ruhe, Zeit für Dich, eine gute Empfehlung ist der qualititative Entzug.
Fern von allem, was nervt, stört, beeinflusst.
Um Dich in Ruhe auf Dich selbst einzustellen.
Vielleicht macht Dein Partner mit, vielleicht nicht.
In meiner Entgiftung habe ich ein Drehtüren Pärchen kennengelernt, sie kamen immer nacheinander (wegen der Katze), haben sich übereinander beschwert und NIE wirklich miteinander geredet. Angst vor dem Unbekannten war wohl bei beiden das Hauptthema. Und haben Sich gegenseitig immer wieder in den Sumpf gezogen.
Es bringt nichts, Dich verrückt zu machen, was ist wenn... Es kommt doch immer anders und vor allem: Wie Du Dich dann fühlen wirst, kannst Du jetzt noch nicht wissen.
Und es ist wirklich nicht so schlimm, wie Du es Dir ausmalst. Ich war überrascht, wie leicht es doch war.
Der Schritt dorthin, das war viel schwerer. Und auch das ist schnell vorbei.
Freue Dich auf das was kommen darf.
Ganz lieben Gruß
Sandra





