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Hallo zusammen,
ich habe gestern Morgen beschlossen, dass ich die Nase voll habe. Vom Alkohol, meinen Ausflüchten und den immer gleichen "Ritualen".
Ich bin 54 und trinke seit einigen Jahren regelmäßig Alkohol. Zum Runterkommen, zum Belohnen, zum Entspannen, in Gesellschaft, aber auch alleine. Gründe finden sich ja immer. Ich trinke erst spätnachmittags/abends, aber das eben täglich. Mal mehr, mal weniger, aber einfach zuviel! Meinem Mann geht es genauso, was die Problematik natürlich nicht gerade vereinfacht. Wie schön ist es, abends bei einem Glas (oder auch einer Flasche!) Wein den Tag ausklingen zu lassen, zu quatschen und zu entspannen. Der Schlaf ist zwar danach nicht gut und der Kopf kann mal brummen, aber so war es eben bisher. Furchtbar! Wir wissen es genau und machen es trotzdem. 🙁
Ich habe mir eine Probeversion des Buches auf den Kindl gezogen und bereits in den ersten Absätzen erkannte ich mich so sehr selbst wieder!! Selbst auf Santorini saß ich schon mit Aperol und Caldera-Blick. 😉
Ich war bereits jahrelange Raucherin und habe vor 12 Jahren spontan damit aufgehört, weil es mir einfach zu blöd wurde. Hierbei haben mir Bücher und ein Forum sehr geholfen, und dasselbe erhoffe ich mir nun auch mit dem Alkohol.
Das Buch muss (und werde!) ich noch lesen, aber aufgehört habe ich gestern trotzdem "schon". Ja, es ist erst Tag 2 heute, und im Januar stehen unheimlich viele Geburtstage usw. an, aber wie gesagt, das sind Ausreden meinerseits, und ich werde künftig einfach die Fahrerin sein und mich sicherlich genauso befreit fühlen wie nach dem Nikotin-Ende.
Ich wollte mich eigentlich nur mal kurz vorstellen und mich dann zunächst mit dem Buch und den NEMs befassen. Und natürlich werde ich hier reinschauen, Eure Erfahrungsberichte lesen und mich melden, wenn ich mehr weiß. Für Durchhalte-Tipps bin ich natürlich jederzeit sehr dankbar!!
Danke für Eure Geduld und herzliche Grüße
Ally
@pony du hast ja absolut recht. Genau das ist aber oft mein Problem, dass ich nicht mein Wohl als erstes im Auge habe. Jetzt aber bei diesem Thema schon! Mir geht es so viel besser!
@pony das stimmt zu 100% mich hat man nicht mehr eingeladen, nicht weil ich unhöflich war, oder eine Spaßbremse sondern weil ich nicht getrunken habe und das haben sie mir auch so gesagt. Ich passe nicht mehr zu ihnen. Ich war über 20Jahre mit den beiden Damen befreundet. Das hat echt weh getan. Aber irgendwann habe ich gedacht, wenn der Alkohol wichtiger ist, als so eine lange Freundschaft dann haben die wohl ein größeres Problem. Mittlerweile kann ich drüber lachen. Man muss sich selbst treu bleiben.
Liebe Grüße
Lea
Liebe
@allymcbeal Vielen Dank für Deinen Beitrag. Hat mich sehr zum Nachdenken angeregt.
Als erstes dachte ich: Ich würde aufstehen und gehen, da ich auf so eine Gesellschaft wirklich verzichten kann.
Als zweites fielen mir Zitate aus Gabys Buch „Die Suchtlüge“ ein, die ich mir als kleinen Reminder rausgeschrieben und als Bild abgespeichert habe. Sinngemäß war es: Je mehr jemand zum Mittrinken animiert, desto größer ist SEIN Suchtproblem. Er benutzt das Mittrinken der anderen als Rechtfertigung für seinen eigenen Konsum und es geht ihm dabei ausschließlich um sich selbst und nicht um dich.
Deshalb hätte ich in der richtigen Laune wahrscheinlich irgendwann gefragt, ob er ein Alkoholproblem hat und gern drüber reden möchte… 😉 Aber da es gesellschaftlich ja derart verherrlicht wird, wäre mir das wohl zu anstrengend gewesen und ich wäre wieder bei Option 1 gelandet. Wahrscheinlich mit dem Spruch: Im Gegensatz zu Dir kann und darf ich noch Auto fahren. Ich verabschiede mich.
Ich muss sagen, dass ich mir das auch immer wieder in Gedanken sage in letzter Zeit (Weihnachten und Silvester sind ja DIE Alkoholfeste…). Wenn die mir zu doof werden (und das werden alle An-/Betrunkene), dann setze ich mich halt in mein Cabrio/auf mein Motorrad und genieße das Wetter und meine Freiheit und fahre nach Hause. 😍
Ich finde es toll, dass Du/Ihr trotz der „Mangel“ so standhaft geblieben seid! Das verdient Anerkennung. Echt toll! Weiter so.
bei denen ich üben kann rüpelig zu sein
Das aus Deinem Munde, äh, Deiner Feder. Ich feiere Dich. Und mich ein ganz klein wenig. YES. 😎
@de2876 Danke dir für das Lob und deine Gedanken. Diese hatte ich auch und ich wäre viel früher gegangen. Allerdings war es ein 75. Geburtstag, auf den wir nur meinen Schwiegereltern zuliebe mitgegangen sind. Und die wollten noch bleiben. War eine Herausforderung. Ich hab halt vor mich hingelächelt und genau das gedacht: Sie haben das größere Suchtproblem, wenn ich ihnen ohne Alkohol so zusetze. 😃
Hallo zusammen,
irgendwie denke ich immer montags daran, mal nicht nur hier rein zu schauen, sondern auch einen Gruß an Euch alle zu hinterlassen. Auch vergangenes Wochenende hatte ich wieder eine - gute - Erfahrung ohne Alkohol. Wir waren auf einem Kochkurs, und da stand der Alkohol für alle zur freien Verfügung. Bis vor zwei Wochen hätte ich mit Prosecco gestartet und mich dann zu jedem Gang einem anderen Wein gewidmet. Mein Mann hat sich bedient und fast alle anderen auch. ABER dieses Mal wurde weder das eine noch das andere kommentiert. Ich konnte also vergnügt meine Saftschorle und vor allem das Essen genießen!! Es ist einfach herrlich!
Ich stelle allerdings fest, dass ich spätestens um diese Uhrzeit (heute auch) eine bleierne Müdigkeit verspüre und abends schon recht früh "die Segel strecke". Ich schlafe nicht immer durch, aber die Schlafphasen haben eine ganz neue Qualität. Am Wochenende habe ich zwischen 8,5 und 9,5 Stunden geschlafen, was für mich echt viel ist, aber so gut tut.
Über die Suchfunktion habe ich andere Stimmen hier gefunden, die diese anfängliche Müdigkeit bestätigen. Entgiftet mein Körper oder bilde ich mir das nur ein?
Ansonsten fühle ich mich großartig und erfreue mich an einer ganz neuen Klarheit und Konzentrationsfähigkeit. Vielleicht aber auch nur Einbildung / Euphorie?
Herzliche Grüße zum Wochenstart
Eure Ally
@allymcbeal hallo Ally ..ich freue mich mit dir über diese schöne Erfahrung mit Erwachsenen, für die es selbstverständlich ist, das jeder selbst für sich entscheidet und die ihre Scham nicht überdecken indem sie uns animieren auch zu trinken. Ich erinnere mich aber durchaus an eigene Situationen, wo ich getrunken habe und mein Umfeld nicht oder wenig ..ich fühlte mich unbehaglich und habe meinen Konsum zurück gefahren. Ich fühlte mich unter anderen Konsumenten immer deutlich wohler und ohne Scham. Ich habe ja erst ein paar Tage "ohne" hinter mir, aber ich bin eher weniger müde und erschöpft als "mit".. aber die Entgiftung steht ja noch am Anfang bei mir. Ich wünsche uns allen viele solcher Erfahrungen, wie du gerade gemacht hast ..liebe Grüsse Birgit
@birgit57 Ich weiß, was du meinst. Irgendwie fühlte man sich sicherer, wenn die anderen auch trinken. Wenn man das durchschaut, kann man mit den anderen innerlich auch etwas gnädiger sein.
Hallo zusammen,
nun möchte ich mich doch mal wieder melden. Heute sind es vier Wochen und ich fühle mich großartig! Wir hatten einige Festivitäten und jede Menge Gelegenheiten, wo Alkohol getrunken wurde. Mittlerweile habe ich Routine darin, einfach kurz darauf hinzuweisen, dass ich keinen Alkohol trinke. Ich trinke auch tatsächlich überwiegend Wasser oder Saftschorle und keinen Alkoholersatz.
Gestern meinte jemand "aber es ist doch jetzt Februar" - da habe ich freundlich erwidert, dass ich nicht nur im Januar keinen Alkohol trinke, sondern einfach (!) gar nicht mehr trinken möchte. Damit war es dann aber auch erledigt. 🙂
Allerdings bin ich etwas unsicher, da ich Euer Buch bis auf die Leseprobe noch immer nicht gelesen habe und daher auch keine NEMs nehme. Ich möchte ja meinen langfristigen Erfolg sichern und habe (natürlich auch durch entsprechende Kommentare im Bekanntenkreis) immer noch ein wenig Sorge, dass es mich irgendwann doch wieder so "anmacht", dass ich rückfällig werde.
Ich hatte mir zwar am 6.1. kein Ziel gesetzt (nur Januar oder für immer), aber ich fühle mich so viel besser ohne Alkohol (Schlaf usw.), dass ich derzeit nicht weiß, warum ich wieder anfangen soll, außer die übliche Trigger (Urlaub, Party usw.). Mein Mann trinkt nach wie vor, aber sehr sehr viel weniger, seit ich nichts mehr trinke. Er ist darüber eigentlich ganz dankbar und es stört ihn nicht, da hatte ich - auch wenn es doof klingt - etwas Bedenken, dass ihm unsere "gemütlichen Weinabende" fehlen.
Also doch das Buch lesen? Das werde ich wohl eh tun, da mich das Thema ja auch interessiert, aber soll ich NEMs kaufen, wenn ich mich körperlich auch so bestens fühle? Hier interessieren mich Eure Erfahrungen, oder muss ich da an eine andere Stelle im Forum? Dann entschuldigt bitte...
Liebe Grüße
Ally
Hallo Ally,
schön, dass es dir so gut geht und Glückwunsch zu deinen vier abstinenten Wochen.
Die Entscheidung zum Buch und der Einnahme der NEMs kann und möchte ich dir nicht abnehmen.
Mir hat das komplette „Guzek-Paket“ geholfen (gehe in den vierten Monat der Abstinenz) und ich bin überzeugt davon. Es ist ein schlüssiges, fundiertes Konzept und ich spüre, dass die ganzen NEMs meine Hirnchemie wieder „gerade gerückt“ und meine Nährstoffspeicher aufgefüllt haben.
Liebe Grüße und einen schönen Tag,
Mary





