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Liebe Leute hier von Alkohol Ade,
Ich hab ne ganze weile gebraucht bis ich hier auf der Webseite entdeckt habe wie und wo ich mich vorstellen kann.
Hier bin ich nun und habe gerade meine lange Geschichte erzählt. Wer da keine Lust dazu hat, all das zu lesen dem reicht es vielleicht auch weiter unten einzusteigen.
Ich, Frau, werde diesen Monat 55 Jahre alt hab als Jugendliche angefangen Alkohol zu trinken. Zusätzlich hatte ich etliche Jahre auch gekifft. Das hatte mir nicht gut getan und ich hab es damals nach 4 Jahren Konsum relativ gut geschafft damit aufzuhören.
Der Konsum von Alkohol blieb für mich jedoch wie ein roter Faden der sich durch mein Leben zog. Ich kann mich nicht mehr erinnern wieviel Alkohol das in meinen unterschiedlichen Lebenssituation war aber ich weiß, dass ich regelmäßig über die Strenge geschlagen hatte.
Mir ging es jahrelang schlecht und ich fühlte mich orientierungs und haltlos.
Ständig wechselnde Beziehungen, Wohn und Arbeitsplätze. Meine Herkunftsfamilie war für mich ein Ort des Unfriedens von dem ich früh geflüchtet bin
Erst die letzten 10 - 15 Jahre bekam ich das Gefühl dass sich allmählich was bessert und ich etwas stabiler werde Trotzdem spielte Alkohol immer eine Rolle.
Ich hatte in den letzten Jahren realisiert und mir eingestanden, dass ich ein Alkoholproblem habe. Mindestens 4 mal habe ich aufgehört zu trinken und hab das jeweils für circa ein Jahr durchgezogen. Leider gab es immer wieder Ereignisse, so, dass ich Rückfällig wurde.
Vor zwei Jahren war ich wegen Depressionen und Ängste für drei Monate und zum zweiten Mal in einer psychosomatischen Klinik. Von Alkoholproblem war da jedoch keine Rede weil ich zu dem Zeitpunkt Abstinent war und dachte dass ich es auch bleiben würde.
Dann kam das Jahr in dem mein Freund Schluss gemacht hat. Zu dem Zeitpunkt war ich noch krank geschrieben.
Um wieder unter die Leute zu kommen und mich über den Verlust meines Freundes hinwegzuretten habe ich im Juni 2020 wieder angefangen zu arbeiten. Das war jedoch schwierig für mich und hat mich gestresst. Um das alles zu schaffen hatte ich mich entschieden eine sehr niedrige Dosis Antidepressiva zu nehmen. Das war im Juni 2020.
Tatsächlich half mir das und mir ging es etwas besser.
Dann verstarb mein Vater im September und wir hatten zuhause mit meiner Demenzkranken Mutter sehr viel Sorge....
Irgendwie war der Tod meines Vaters und die Folgezeit ein Ereigniss zuviel. Jedenfalls hatte ich wieder angefangen zu trinken... Trotz Antidepressiva.
Das erneute Trinken ging von September 2020 bis dieses Jahr im Juni 2021.
Im Mai 2021 bekam ich endlich den Schwung und hatte mich bis in den August hinein mühsam durchgearbeitet wieder abstinent zu werden.
Ich gehe seit einiger Zeit zu einer Traumstherapeutin, bin seit Juni nun auch in einer ambulanten therapeutischen Selbsthilfegruppe, gehe zur Akupunktur, hab auf Anraten des Arztes das Antidepressiva für eine geraume Zeit erhöht um keinen Suchtdruck mehr zu haben. Ausserdem lese ich gute Bücher. "Im Reich der hungrigen Geister" war für mich sehr wertvoll. Ausserdem auch der Film der globale Rausch und jetzt bin ich ganz froh diese Seite hier gefunden zu haben
Mich hat schon lange beschäftigt was ich alles an Nährstoffen brauche um mich wieder in Balance zu bringen. Das Antidepressiva möchte ich irgendwann wieder reduzieren und nach Möglichkeit auch absetzen.
Bis dahin bleibe ich sorgsam und behutsam und bin sehr froh, mich über Wissensaneignung bewusster und kritisch mit der Thematik Alkohol auseinander zu setzen. Hoffentlich mit dem Ergebnis, dass ich den Alkohol nun entgültig verabschieden kann
Dazu braucht es sicherlich noch einiges an Lebensveränderungen aber ich bin und bleibe dran.....
@finya Hallo Finya,
der Beitrag ist auf "privat" gestellt, so dass außer Dir und der Redaktion niemand den Beitrag sehen kann. War das Absicht oder ein Versehen, sollen wir etwas ändern?
Das ist ein Versehen.
@finya Herzlich willkommen und viel Erfolg! Hast Du denn "Alkohol adé" schon gelesen? Hört sich so an, als wenn Du da fündig werden könntest ...
@finya Herzlich Willkommen , ich bin in deinem Alter und habe nach 40 Jahren mit Hilfe dieses Konzeptes problemlos aufgehört zu trinken. Das kann jeder schaffen. 😀
@harley Dieses Buch hab ich noch nicht gelesen. Ich bin aber, wie schon gesagt seit längerer Zeit auch aufgrund mehrere Anläufe damit beschäftigt und lerne ständig dazu.
Ich hätte noch eine Verständnisfrage. Geht's bei dem Programm um die Entwöhnung oder auch die Aufrechterhaltung der Abstinenz also Rückfallprävention
@finya Bei mir war's beides. Das Programm (ich war sozusagen Betatester) baut aber auf dem Buch auf.
Herzlich willkommen und lege los. Viel ERfolg. Ich drücke Dir herzlichst beide Daumen.





