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Ein Grüezi in die Runde! Ich bin Frau Keks, 55 Jahre alt, bin über das Buch gestolpert, stöbere seither im Forum, google nach NEMs und suche sie zusammen.
Ui, so wahnsinnig viele Pillen... Ich bin mal gespannt, wie ich damit zurecht komme. Alles, was mit Medizin, Gesundheit, Krankheit und so zu tun hat, ist mir eigentlich ein Gräuel.
Was mir nicht so recht klar geworden ist aus Buch und Forum: Wie genau ist der optimale Ablauf? Die Pillen einwerfen für ein paar Tage, so als Vorbereitung, und dann das Saufen einstellen? Oder am Tag X Pillen nehmen und aufhören? Klar ist mir erst, dass ich abwarten werde, bis ich das hinterletzte Pilleli habe.
So ganz allein mit Pillen traue ich mir das nicht zu. Ich habe mir ein Angebot des Blauen Kreuzes ausgeguckt für einen begleiteten ambulanten Entzug, da finden eine Woche tägliche Gruppensitzungen statt und die zweite Woche alle paar Tage. Nur am Vormittag, dann kann ich nachmittags ins Büro. Ganz blau machen wäre schwierig. Ich bin überhaupt nicht der Gruppentyp, mal gucken, wie das für mich ist.
Was mir Sorgen bereitet: Mein LAP (grässliches Wort, ich nenne ihn auch nur so, wenn ich mich über ihn ärgere, sonst ist er mein Liebster) verhält sich nicht gerade motivierend. Seit ich ihn kenne, habe ich zwei Entzüge gemacht, beide Male war er - naja, wie soll ich das ausdrücken - ziemlich ununterstützend. Als ich ihm voller Begeisterung vom Buch erzählte, meinte er, ich spinne, wenn ich mir einreden lasse, mit ein paar Pillelis liessen sich meine psychischen Probleme lösen. Ui, war ich sauer. Seither erzähle ich ihm überhaupt nichts mehr und sitze ziemlich allein da mit meinen Überlegungen, Gedanken, Sorgen und Ängsten.
Wie schön, dass es dieses Forum gibt! Ich bin beeindruckt, wie wertschätzend und unterstützend Ihr miteinander umgeht. Und es wäre schön, wenn ich Euch den Kopf vollquatschen darf, wenn ich das Bedürfnis danach habe.
Das hat mit in der Tat gefreut beim Lesen des Buchs, die Erkenntnis, dass Alkoholismus keine psychische Krankheit sei. Ich halte mich nämlich ehrlich gesagt nicht für gestört. Sicher habe ich die eine oder andere "Ecke ab" (ein Schweizer Ausdruck, keine Ahnung, ob es das auf Deutsch auch gibt), aber so die eine oder andere angenagte Ecke gestehe ich eigentlich jedem zu. Insgesamt finde ich mich recht verträglich und halbwegs ausgeglichen und ich meistere mehr oder weniger mein Leben.
Aufhören will ich, weil die Sauferei mein Hirn vermanscht. Die Kerntätigkeiten meiner Arbeit schaffe ich noch, aber wie lange noch? Alles drumherum (Buchführung, Paperkram, Abrechnungen) bleibt gnadenlos liegen. Das wird irgendwann ein Riesenproblem. Meine Existenz verlieren, DAS WILL ICH NICHT.
Es grüsst Euch,
Frau Keks
Wie genau ist der optimale Ablauf?
Herzlich Willkommen! Nun, das steht eigentlich sehr genau im Buch. Kann es sein, dass der dritte Teil nicht so ganz Deine Aufmerksamkeit hatte 😎 😎?
Ansonsten kannst Du es Dir wirklich leicht machen mit dem Suche. Es gibt zwei tolle Hilfestellungen hier im Forum. Die hier von harley und die hier von bertram. harley hat die zusammengesucht, die ich auch genommen habe - aber das bedeutet nicht, dass sie unbedingt besser ist.
Überhaupt lohnt sich für Dich vielleicht ein Blick in die Rubrik "Fragen zum Guzek-Protokoll.
wenn ich Euch den Kopf vollquatschen darf, wenn ich das Bedürfnis danach habe.
Dafür ist dieses Forum doch da!
Liebe Grüße und einen guten Start
Gaby
"
@keks Herzlich willkommen und viel Erfolg! Ja, wir haben ja alle einen an der Marmel, eine Klatsche ... wie auch immer, ja, ne, is klar. Habe ich auch fast geglaubt. Also, ich habe es mehrere Male auf der "Psychoschiene" mit Suchtberatern und Therapiegesprächen versucht. Teilweise war mir im Erstgespräch schon klar, dass das nichts wird.
Dann bin ich sehr früh über das Buch gestolpert und wurde über einen privaten Draht auch noch Betatester für das Coachingprogramm, als hier im Forum noch relativ wenig los war. Was soll ich Dir sagen ... es hat auf Anhieb funktioniert, und das nun schon seit zwei Jahren. Außer einem B-Vitamin-Präparat und gelegentlich Vitamin D nehme ich nichts. Mein Bringer war GABA, das mich in den ersten Wochen und Monaten zuverlässig ruhig gemacht hat, aber da ist sicher jeder etwas anderes und muss über die Mängel lernen, in die er oder sie seinen Körper hineingesoffen hat.
Ja, und meine Langzeittherapie ist es, hier immer wieder im Forum mitzulesen und immer mal wieder zu schreiben, so wie auch es auch andere wie @cairni, @soberrebel, @rumelheinzchen oder @ladida machen, um nur einige zu nennen ...
Alles Gute!
Danke, @harley, das ist beruhigend.
Ähhhmm, liebe @gaby_guzek, ich habe den dritten Teil grad noch einmal gelesen und finde es immer noch nicht... Bin ich schon völlig vertrottelt? Gibst Du mir einen heissen Tipp? NEMs vor dem Aufhören als Vorbereitung nehmen, oder am Tag X NEMs nehmen und aufhören?
Na, wie auch immer. Ich halte es ehrlich gesagt für besser, mit dem ersten Tag der Nüchternheit anzufangen. Dann merkst Du nämlich auch, was Dir gut tut und was nicht.
LG
@keks Guten Morgen und herzlich willkommen! Ein begleiteter Entzug, das Buch, die NEMs - das klingt nach einem guten Plan. Schade, dass dein Partner dich nicht unterstützt, aber du schaffst das trotzdem 😊. Hier im Forum findest du viel Hilfe und immer ein offenes Ohr. Wünsche dir viel Erfolg!
Hallo Ihr Lieben!
Die NEMs sind am Eintrudeln, bis am Wochenende sollte alles da sein. Ich denke, Pillen/Kapseln gruseln mich weniger als Pulver, ich habe deshalb versucht, so viel wie möglich in Pllen-/Kapsel-Form zu kriegen. Am Dienstag starte ich, uiuiui...
Wie ich an anderer Stelle geschrieben habe, möchte ich gleichzeitig dem Nikotin den Garaus machen, und habe die Liste entsprechend (sinnvoll?) ergänzt. Wenn das klappt mit dem Rauchen, ist das gut, wenn nicht, lasse ich es bleiben, da setze ich mich nicht unter Druck. Nicht mehr Saufen ist deutlich prioritärer als das die blöde Raucherei. Aber es wäre nett, nur einmal leiden zu müssen. Im Leiden bin ich nicht besonders gut.
Ich habe versucht, mir einen Einnahmeplan zusammenzustellen, um das Zeugs in kleine Boxen einsortieren zu können, und hänge ihn an. Ich denke, zusätzlich etwas Eisen würde mir nicht schaden, dafür habe ich mir Spirulina ausgesucht. Den Schlaftrunk ersetze ich durch ein Mittel namens zzz Mood (auf Amazon gefunden), das enthält: 1 mg Melatonin, L-Tryophan 78 mg, etwas Passionsblume, Hopfen, Baldrian, Melisse und Pantothensäure 6,6 mg. Das fehlende 5-HTP, Magnesium und das restliche L-Tryophan habe ich ergänzt.
Ich traue meinen armen gequälten grauen Hirmzellen nicht mehr so ganz, ich wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr mir sagen könntet, wenn etwas nicht stimmt mit dem Einnahmeplan.
Danke und liebe Grüsse,
Keks
Könntest Du mir erklären, inwieweit Tyrosin und Phenylalanin den Rauchstopp erleichtern ?
Liebe Grüße,
Christine
Liebe(r) Keks,
deine Liste ist glaube ich ganz passend (kenne dich ja nicht persönlich). Für mich waren auch GABA, aber auch Theanin und Magnesium anfangs sehr wichtig.
Ich glaube mit dem Tyrosin das würde ich zunächst mal "einschleichen", wenn ich das richtig gesehen habe, willst du da gleich mit 3 Gramm ran?
Wie sind denn deine Schilddrüsenwerte und auch dein D3-Wert? Hast du dir mal vom Labor oder Arzt die Blutwerte nehmen lassen? Auch Eisen würde ich mir nicht so auf Verdacht reinhauen: zuviel Eisen kann die Darmzellen beeinträchtigen.
Ich hatte eine Schilddrüsenunterfunktion, die sich leider irgendwann zu Hashimoto entwickelt hat und habe Tyrosin leider überhaupt nicht gut vertragen. War den ganzen Tag über sehr nervös und hibbelig und nachts Schlafstörungen. Also vielleicht lieber erst mal das Blutbild machen lassen?
Zum Thema: schade, daß dein Mann dich nicht dabei unterstützen will. Gib' ihm doch mal das Buch zu lesen. Vielleicht sieht er dann manche Dinge anders. Viele Menschen, die nicht vom Alkoholismus betroffen sind, verstehen das nicht und denken, man sei willensschwach und könnte von heute auf morgen aufhören...
Und wenn nicht: wirst du es auch so schaffen!
Alles Liebe und Gute für dich. Ich wünsche dir viel Kraft!
Liebe Grüße aus der anderen Alpenrepublik (Österreich)🙋🏼♀️😀🧡
Kath x





