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Grüezi!

13 Beiträge
6 Mitglieder
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317 Ansichten
 keks
(@keks)
Mitglied
Nüchtern: 3 jahre
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 67
Topic starter  

Ein Grüezi in die Runde! Ich bin Frau Keks, 55 Jahre alt, bin über das Buch gestolpert, stöbere seither im Forum, google nach NEMs und suche sie zusammen.

Ui, so wahnsinnig viele Pillen... Ich bin mal gespannt, wie ich damit zurecht komme. Alles, was mit Medizin, Gesundheit, Krankheit und so zu tun hat, ist mir eigentlich ein Gräuel.

Was mir nicht so recht klar geworden ist aus Buch und Forum: Wie genau ist der optimale Ablauf? Die Pillen einwerfen für ein paar Tage, so als Vorbereitung, und dann das Saufen einstellen? Oder am Tag X Pillen nehmen und aufhören? Klar ist mir erst, dass ich abwarten werde, bis ich das hinterletzte Pilleli habe.

So ganz allein mit Pillen traue ich mir das nicht zu. Ich habe mir ein Angebot des Blauen Kreuzes ausgeguckt für einen begleiteten ambulanten Entzug, da finden eine Woche tägliche Gruppensitzungen statt und die zweite Woche alle paar Tage. Nur am Vormittag, dann kann ich nachmittags ins Büro. Ganz blau machen wäre schwierig. Ich bin überhaupt nicht der Gruppentyp, mal gucken, wie das für mich ist.

Was mir Sorgen bereitet: Mein LAP (grässliches Wort, ich nenne ihn auch nur so, wenn ich mich über ihn ärgere, sonst ist er mein Liebster) verhält sich nicht gerade motivierend. Seit ich ihn kenne, habe ich zwei Entzüge gemacht, beide Male war er - naja, wie soll ich das ausdrücken - ziemlich ununterstützend. Als ich ihm voller Begeisterung vom Buch erzählte, meinte er, ich spinne, wenn ich mir einreden lasse, mit ein paar Pillelis liessen sich meine psychischen Probleme lösen. Ui, war ich sauer. Seither erzähle ich ihm überhaupt nichts mehr und sitze ziemlich allein da mit meinen Überlegungen, Gedanken, Sorgen und Ängsten.

Wie schön, dass es dieses Forum gibt! Ich bin beeindruckt, wie wertschätzend und unterstützend Ihr miteinander umgeht. Und es wäre schön, wenn ich Euch den Kopf vollquatschen darf, wenn ich das Bedürfnis danach habe.

Das hat mit in der Tat gefreut beim Lesen des Buchs, die Erkenntnis, dass Alkoholismus keine psychische Krankheit sei. Ich halte mich nämlich ehrlich gesagt nicht für gestört. Sicher habe ich die eine oder andere "Ecke ab" (ein Schweizer Ausdruck, keine Ahnung, ob es das auf Deutsch auch gibt), aber so die eine oder andere angenagte Ecke gestehe ich eigentlich jedem zu. Insgesamt finde ich mich recht verträglich und halbwegs ausgeglichen und ich meistere mehr oder weniger mein Leben.

Aufhören will ich, weil die Sauferei mein Hirn vermanscht. Die Kerntätigkeiten meiner Arbeit schaffe ich noch, aber wie lange noch? Alles drumherum (Buchführung, Paperkram, Abrechnungen) bleibt gnadenlos liegen. Das wird irgendwann ein Riesenproblem. Meine Existenz verlieren, DAS WILL ICH NICHT.

Es grüsst Euch,
Frau Keks

 

 



   
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gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4314
 

@keks 

Das mit dem Tyrosin und Phenylalanin würde ich auf gar keinen Fall so machen. Das ist viel zu viel, schon gar nicht am Anfang. Im zweiten Monat ja, aber nicht in dieser Mörderdosierung. Du gehst durch die Decke, mach das bloß nicht!

Beides langsam einschleichen ist die Devise. Und zwar im zweiten Monat.

Liebe Grüße

Gaby



   
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 keks
(@keks)
Mitglied
Nüchtern: 3 jahre
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 67
Topic starter  

Danke für Anschauen. @gaby_guzek, dann lasse ich das bleiben. @cbe, ne, erklären kann ich gar nichts, weil ich keine Ahnung habe. Meine Überlegung war: Das Dopamin wird durch die Mittel aus dem Protokoll wohl so betüdelt, dass es auch fürs Nikotin reichen müsste. Offenbar setzt Nikotin neben Dopamin auch Noradrenalin frei, was anregend wirkt. Noradrenalin wird aus Tyrosin und Phenylanis gebildet. Darum meine zugegebenermassen sehr laienhafte Mutmassung. Also bitte ganz schnell wieder vergessen.

Liebe @kath, meine Blutwerte sind verblüffenderweise wunderprächtig, nur Eisen eher tief. Ansonsten: Danke für die guten Wünsche! Mein Liebster macht nun doch mit und hat mir versprochen, dass er seine Alkoholika einschliesst und nicht in meiner Anwesenheit trinkt. Darüber bin ich froh.



   
AntwortZitat
gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4314
 
Verfasst von: @keks

Meine Überlegung war: Das Dopamin wird durch die Mittel aus dem Protokoll wohl so betüdelt, dass es auch fürs Nikotin reichen müsste. Offenbar setzt Nikotin neben Dopamin auch Noradrenalin frei, was anregend wirkt. Noradrenalin wird aus Tyrosin und Phenylanis gebildet. Darum meine zugegebenermassen sehr laienhafte Mutmassung. Also bitte ganz schnell wieder vergessen.

Bitte nicht schnell wieder vergessen, das ist genau richtig und überhaupt nicht laienhaft. Passt

Alles Gute Dir, freut mich, dass Du jetzt Unterstützung bekommst!

Liebe Grüße



   
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