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Hallo zusammen,
ich hab gestern das Buch gekauft und verschlungen nachdem ich das Interview mit Patrick auf YouTube gesehen habe. Das ist endlich Mal ein Ansatz der mir so richtig gut gefällt und nachvollziehbar ist.
Eckdaten zu mir:
Aus Hamburg, 35 Jahre alt, Mama einer kleinen Tochter, komme beruflich aus dem medizinischen Bereich.
Ich habe hier noch nicht sehr viel gelesen, daher weiß ich nicht genau, welche "Abhängigkeitsstadien" sich hier überwiegend tummeln.
Bei mir ist es so, dass ich ca alle 2 Tage (ab und an auch aufeinanderfolgende Tage) 1 Glas Wein bis max 1/2 Flasche trinke, weil ich dann nen absoluten "Heißhunger" auf Wein bekomme. Das ist vielleicht noch nicht sooo viel wie einige andere aber definitv zu viel und es fällt mir auch irre schwer diese. Konsum zu reduzieren bzw es ganz zu lassen.
Ist es eigentlich entscheidend wie hoch die Alkoholmenge ist für die Menge der NEMs? Ich habe ein wenig Sorge, dass die Mengen ggf zu hoch dosiert sein könnten.
Ich freue mich auf den Austausch hier!
Ich möchte gern noch etwas ergänzen:
Warum mir klar wurde, dass ich wirklich ein Problem habe. Ich denke oft über meine Schwangerschaft und Stillzeit nach.
Als wir in die Kinderplanung gingen, habe ich bis zum positiven Test, den ich schon vor dem ausbleiben der Periode (also sehr früh) in den Händen hielt, weitergetrunken. Ich habe es vor mir gerechtfertigt, dass ich ja nicht wusste, dass ich schwanger bin und in den ersten 14 ja sowieso das alles oder nichts Prinzip greift. In der Schwangerschaft die es mir ab und zu schwer zu verzichten. Bis auf 2x Nippen und einem sofortigen schlechten Gewissen habe ich es aber durchgezogen.
Dann kam die Stillzeit. Nach der Schwangerschaft habe ich mich wahnsinnig auf meinen Wein gefreut und mich belesen. Um 1 Glas abzubauen aus Blut und Muttermilch brauche ich lt Literatur ca 2 Stunden Zeit. Für 2 Gläser 4 Stunden Stillpause. Also habe ich während der Stillzeit ca 1-2 x die Woche 1-2 Gläser Wein getrunken mit entsprechenden Zeitabständen. Machen ja bestimmt viele so, dachte ich. Rückblickend habe ich wegen meines Verhaltens wahnsinnige Gewissensbisse. Wer sagt denn, dass der Alkohol nach dieser Zeit tatsächlich abgebaut ist? Wer sagt denn, dass dieses Tausendstel, dass ggf. Bei dem Kind noch ankommt, nicht schadet und vor allem: warum um aller Welt nehme ich diese Gefahren in Kauf wenn ich kein ernsthaftes Problem habe?
Leider kann ich mein Verhalten nicht mehr rückgängig machen und hoffe, dass ich meinem Kind damit nicht geschadet habe. Falls jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder etwas nahhaften beizutreten hat, freue ich mich sehr über einen Austausch.
Ich möchte es aber in Zukunft besser machen und ein gutes Vorbild sein für meine Tochter.
@isabel ist das nicht bescheuert? Da trinkt man so lange nix und dann rutscht man wieder total rein. Für mich war es wie eine Bestätigung: wenn du sogar 9 Monate verzichten kannst, hast du kein Problem, dann kannst du ruhig was trinken....🥴.
Was war denn bei dir der ausschlaggebenden Punkt?
@schneewittchen Was meinst du mit ausschlaggebenden Punkt?
Ja, dadurch, dass ich 9 Monate plus Stillzeit locker ohne Alkohol überstehen konnte, war ich mir sicher, keine Alkoholikerin zu sein. Welch ein Irrtum!





