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Hallo

7 Beiträge
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367 Ansichten
(@gabi64)
Mitglied
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 3
Topic starter  

Hallo ich bin Gabi, 60,  aus der Schweiz. Ich weiss, dass ich zu viel trinke, dass ich manchmal nicht aufhören kann, dass ich aber auch zweimal im Jahr bewusst, mehr oder weniger 30 Tage ohne sein kann(sober october und dry January mache ich seit drei Jahren mit).
Mein ganzes Umfeld trinkt Alkohol, und das nicht wenig, das hat schon bei meinen Grosseltern angefangen. Wir nennen uns eine trinkfreudige Familie, ich weiss, dass ist doof!

Ich weiss, dass ich ein Alkoholproblem habe, aber es fällt mir sehr schwer daran zu denken, nie mehr was zu trinken. Ich liebe es auf Weingüter zu gehen, und in Schottland gute Whiskys zu probieren. Darauf  soll ich nun verzichten? Mein Kopf sagt ja,aber der Bauch sagt sicher nicht. Das Buch habe ich gelesen, und war schon erstaunt was alles mit meinem Konsum zusammenhängen kann. Ich habe eine Laktoseintolereanz entwickelt, vor ca. 8 Jahren, habe immer wieder Magendarmprobleme, leide Häufig unter Lippenherpes und hatte schon zweimal einen Hirntumor (zweimal sehr erfolgreich operiert).

Man sollte meinen, dies sei wohl genug. Bis vor zwei Tagen habe ich all das nicht mit dem Alkohol in Verbindung gebracht. Nach dem Durchlesen des Buches schon. Hab dann grad mal einen Tag nichts getrunken, fiel mir auch nicht schwer. 
Was passiert, wenn ich all die Nahrungsergänzungsmittel nehme, aber nicht ganz aufhöre? Ich bin wohl einfach noch nicht so weit. Reduzieren ja, aber ganz aufhören, dass fällt mir noch zu schwer. 
 
Liebe Grüsse aus meinen Ferien in Italien

Gabi



   
2
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harley
(@harley)
Ich unterstütze Alkohol adé
Beigetreten: Vor 6 Jahren
Beiträge: 2661
 

@gabi64 Herzlich willkommen! Ich kann nur von mir berichten: Ich bin mit Gabys Konzept aus dem Alkohol raus, vermisse nichts und wundere mich, was ich da vorher gemacht habe ... es geht, und es lohnt sich!

 

----

@isabel, @soberrebel, @sophia48, @mermaid, @krokodil_, @cairni



   
1
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epstein
(@epstein)
Mitglied
Nüchtern: 3 jahre
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 234
 

@gabi64 was bin ich in Schottland nicht alles in Destillerien gewesen. Was habe ich da nicht alles "getestet". Und mich selbst betrogen. Vorgemacht. Wie lange hat es gedauert, bis ich das "gute Zeug" überhaupt "mit Genuss" trinken konnte...

Ich machte mir etwas vor. Ohne, dass da Alkohol drin wäre, würde man das nicht trinken. 

Deine gesundheitlichen Probleme kannte ich. Bis auf die Tumore. Ist alles weg, seit ich abstinent bin. 

Glaube mir: Schottland ist auch ohne Alkohol wunderschön. Italien auch. Ich war nüchtern da und weiß es jetzt. 

Sich quasi einen "gesunden Gegenpol" mit den NEMs aufbauen, um weitertrinken zu können, ist keine gute Idee. Denk drüber nach und Du wirst sehen: das ist krank. Das ist so, als würde man Schneeketten gegen Aquaplaning aufziehen: wird dann bei Tempo 120 auf der Autobahn schwierig...

Ach ja: komme auch aus einer trinkfreudigen Familie. In der Papa mit Mitte 60 an diversen alkoholbedingten Krankheiten gestorben ist. Das hat mir auch die Augen geöffnet. 

Ich kenne Deine Argumente, hab sie mit 49 hinter mir gelassen. Und es geht mir besser denn je. 



   
3
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(@trine)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 92
 

Hallo Gabi

Ich denke, du bist auf einem guten Weg hin zur Nüchternheit. Es braucht wohl eine Weile, bis du dir zutraust alkoholfrei zu leben. Ich musste 72 werden, bis ich mich selbst überzeugt hatte, ein langer mühsamer Weg. Heute bereue ich, dass es mir nicht früher gelungen ist. All die verpassten Gelegenheiten: Schottland ohne Whisky aber bei „trea-time“, Partys und Einladungen nüchtern erleben und verlassen, morgens keinen dicken Kopf mehr haben und vor allem immer weniger Panikattacken. 

Bevor ich auf Gabys Buch gestossen bin, habe ich eine Reihe von Büchern zum Thema gelesen. Stark beeindruckt hat mich „Alk“ von Simon Borowiak, aber auch viele andere Bücher, in denen Betroffene ihre Sucht schildern.

NEM zu schlucken, ohne definitiv aufhören zu wollen ist wahrscheinlich nicht im Sinne der Erfinder und rausgeworfenes Geld.

Es sind nicht die NEN, die dich aufhören lassen, sondern dein eigener Entschluss. Die NEM unterstützen dich dabei.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du dich für ein Leben „ohne“ entscheiden kannst!

Liebe Grüsse

Trine (auch aus der Schweiz)



   
3
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(@gabi64)
Mitglied
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 3
Topic starter  

Hallo Trine

danke für deine Antwort. Das Buch werde ich lesen.

ja es ist ein langer Weg , mal sehen wie es geht 

liebe Grüsse



   
AntwortZitat
(@gabi64)
Mitglied
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 3
Topic starter  

@epstein 

hallo Epstein

vielen Dank für deine Anmerkungen, ich werde mir Gedanken machen

lg 



   
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(@isabel)
Mitglied
Nüchtern: 6 jahre
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 605
 

Hallo Trine!

Ich weiss, dass ich ein Alkoholproblem habe, aber es fällt mir sehr schwer daran zu denken, nie mehr was zu trinken.

Wie gut kenne ich das. Der Gedanke, nicht mehr zu trinken, fiel mir nicht nur sehr schwer, er machte mir eine Sch...Angst. Es erschien mir einfach unmöglich. Und so habe ich 40 Jahre versucht, kontrolliert zu trinken. Ein in dieser Hinsicht verplempertes Leben.

Du denkst an all die Situationen, in denen Alkohol ganz einfach dazuzugehören scheint. Parties, Urlaube, Feste - ohne Alkohol käme man sich ja wie teilamputiert vor.

Liebe Trine, all das funktioniert auch ganz wunderbar ohne Alkohol. Sogar viel besser. Letztes Jahr war ich auf einer Wanderreise, bei der es jeden Tag Weinverkostung gab. Schon bei der Wanderung am Tag wurde getrunken. (Immer in Maßen). 

Abends dann haben 11 Leute locker 6 Flaschen Wein geleert und fleißig bestellt. Ich trank Wasser und habe den Abend trotzdem genießen können. Es hat sich nicht wie Verzicht angefühlt. Mein Mantra ist: "Alkohol ist auch in geringen Dosen ein Nervengift. Will ich das meinem Körper antun?"

Reduzieren ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Aber dann bist du immer noch Sklave des Alkohols und ständig am Kämpfen, Vertuschen, Lügen...

Hörst du aber ganz auf, bist du frei. Was willst du?

Zum Schluss: Meine Sch...Angst war völlig unbegründet. Das Aufhören war viel leichter, als ich es mir je vorgestellt habe.

Alles Gute für dich

Isabel



   
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